Heinrich IV. von Lichtenau

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Heinrich IV. von Lichtenau

Heinrich IV. von Lichtenau (* 1443 oder 1444 in Bedernau oder Mindelheim; † 12. April 1517 in Dillingen[1]) war von 1505 bis zu seinem Tode Bischof von Augsburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Madonna zwischen den Heiligen Ulrich und Afra, Holzschnitt mit den Wappen von Heinrich IV. von Lichtenau[2]

Heinrich IV. entstammte dem Adelsgeschlecht von Lichtenau, das seinen Stammsitz auf einer Burg bei Mindelzell hatte, und war schon früh als Kanoniker in Wiesensteig bei Göppingen tätig. Nachdem er an den Universitäten in Freiburg im Breisgau und Pavia den Baccalaureus und die Promotion erworben hatte, war er ab 1473 als Kanoniker am Augsburger Dom. 1477 wurde er zum Officialis und 1485 zum Generalvikar ernannt.[1]

Nach dem Tod seines Vorgängers Friedrich II. von Zollern wurde von Lichtenau 1505 in der Dillinger Basilika Sankt Peter vom Eichstätter Fürstbischof Gabriel von Eyb (1455–1535) zum Bischof geweiht. Noch im selben Jahr veranlasste er den Bau des Schlosses in Zusmarshausen[3] und den Neubau des Schlosses in Oberdorf[4]. Während seiner Zeit als Bischof von Augsburg wurde außerdem das Dillinger Schloss von einer mittelalterlichen Wehrburg zu einem Burgschloss im Stil der Gotik umgebaut.[5]

Kurz vor seinem Tod wählte von Lichtenau in Absprache mit dem Domkapitel Christoph von Stadion zu seinem Koadjutor, der am 10. April 1517 – von Lichtenau war bereits schwerkrank – von Papst Leo X. mit dem Nachfolgerecht betraut wurde. Zwei Tage später verstarb von Lichtenau in Dillingen, wurde von dem Augsburger Stadtarzt Ambrosius Jung (1471–1548) obduziert[6] und in einer Kapelle des Augsburger Doms bestattet.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinrich von Lichtenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Augsburger Stadtlexikon: Lichtenau (Memento des Originals vom 3. Dezember 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtlexikon-augsburg.de – Abgerufen am 14. Januar 2012.
  2. Bildindex der Kunst und Architektur: Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg: Madonna zwischen den Heiligen Ulrich und Afra, mit den Wappen des Augsburger Bischofs Heinrich IV. von Lichtenau (1505−1517) – Abgerufen am 14. Januar 2012.
  3. Markt Zusmarshausen: Schlossfest – 500 Jahre@1@2Vorlage:Toter Link/www.zuskultur.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 6,28 MB) – Abgerufen am 14. Januar 2012.
  4. Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf: Geschichte des Schlosses Marktoberdorf – Abgerufen am 18. März 2013
  5. Augsburger Allgemeine: Zusmarshausen: Ein Schloss im Mittelpunkt (Memento des Originals vom 30. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.augsburger-allgemeine.de – Abgerufen am 14. Januar 2012.
  6. Gundolf Keil: Jung, Ambrosius. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 709 f.
VorgängerAmtNachfolger
Friedrich II. von ZollernBischof von Augsburg
15051517
Christoph von Stadion