Bistum Augsburg

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Bistum Augsburg
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Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz München und Freising
Metropolitanbistum Erzbistum München und Freising
Diözesanbischof Konrad Zdarsa
Weihbischof Anton Losinger
Florian Wörner
Emeritierter Diözesanbischof Viktor Josef Dammertz OSB
Walter Mixa
Emeritierter Weihbischof Josef Grünwald
Generalvikar Harald Heinrich
Bischofsvikar Anton Losinger
Florian Wörner
Bertram Meier
Fläche 13.665 km²
Dekanate 23[1] (31. Dez. 2017)
Pfarreien 1.035 (31. Dezember 2017[2])
Einwohner 2.401.293 (31. Dez. 2017)
Katholiken 1.298.483 (31. Dezember 2017[2])
Anteil 54,1 %
Diözesanpriester 604 (31. Dez. 2017)
Ordenspriester 198 (31. Dez. 2017)
Katholiken je Priester 1.619
Ständige Diakone 126 (31. Dez. 2017)
Ordensbrüder 693 (AP2017)
Ordensschwestern 1.201 (AP2017)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Deutsch
Kathedrale Hoher Dom Mariä Heimsuchung
Konkathedrale Basilika St. Peter
Website www.bistum-augsburg.de
Kirchenprovinz
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Wappen des Bistums Augsburg
Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa
Sitz des Augsburger Bischofs
Die Diözese Augsburg hat im Vergleich mit anderen Bistümern Deutschlands einen hohen Katholikenanteil. Katholische Bevölkerung Deutschlands nach Diözesen (Stand: 31. Dez. 2012)

Das Bistum Augsburg (lateinisch Dioecesis Augustana Vindelicorum) ist eine römisch-katholische Diözese im Südwesten von Bayern. Sie umfasst nahezu den ganzen bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, Teile des altbayerischen Gebietes östlich des Lechs und einige Gebiete im westlichen Mittelfranken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augusta Vindelicorum (Augsburg) war als Hauptstadt der römischen Provinz Raetia secunda ein Ort, in den durch das römische Imperium vereinzelt erste Christen kamen. Afra von Augsburg, eine frühchristliche Märtyrin, wurde im Jahr 304 von Römern hingerichtet; sie ist Schutzpatronin der Stadt Augsburg und des Bistums Augsburg.

Aus dem Jahr 565 gibt es Hinweise für einen damals bereits überregionalen bekannten Afra-Kult. Dieser setzt eine christliche Gemeinde voraus, die den Untergang der Römerherrschaft überdauert haben muss. Ausgrabungen am Augsburger Dom deuten zudem auf die erste Augsburger Bischofskirche hin, die vermutlich aus dieser Zeit stammt. Der spätantike Bischofssitz in „Augusta Vindelicorum“ könnte zur Metropole Mailand und später zum Metropolitanverbund Aquileia gehört haben.

Für das 8. Jahrhundert ist das Wirken des heiligen Magnus von Füssen im östlichen Allgäu und am oberen Lech bezeugt. In dieser Zeit erscheint mit Wikterp der erste urkundlich nachweisbare Augsburger Bischof.

Unter Bischof Simpert, einem weiteren Bistumspatron, entstanden um das Jahr 800 Benediktinerklöster wie beispielsweise Benediktbeuern, Wessobrunn oder Ottobeuren. Simpert wird in den Urkunden auch als Bischof von Neuburg bzw. Staffelsee aufgeführt. Dabei könnte es sich um ein vom Augsburger Bistum abhängiges Unterbistum handeln das später wieder mit Augsburg vereint wurde.[3] Ulrich von Augsburg prägte zirka 100 Jahre später das Bistum und die Geschichte, in die er vor allem durch die Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955 einging. Das Bistum gehörte zur Kirchenprovinz Mainz. Der weltliche Herrschaftsbereich des Bischofs bildete bis zur Säkularisation das Hochstift Augsburg.

1530 wurde auf einem Reichstag zu Augsburg die Spaltung zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche besiegelt. Elf der zwölf Reichsstädte im Bistumsgebiet gingen zum Protestantismus über. In Augsburg wurde 1537 der katholische Gottesdienst verboten und die katholischen Priester und Ordensleute vertrieben. Erst nach dem Religionsfrieden von 1555 durften in den Reichsstädten wieder beide Konfessionen nebeneinander bestehen. Um die Bürger wieder für den katholischen Glauben zu gewinnen, entstand 1549 unter der Leitung des Jesuitenpaters Petrus Canisius in Dillingen an der Donau eine katholische Reformuniversität (Collegium St. Hieronymi), die weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde auch das Bistum Augsburg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Krieg entstanden speziell im Süden des Bistums zahlreiche Kloster- und Pfarrkirchen im Stil des Barock und Rokoko; es war eine Blütezeit für Baumeister (siehe auch Wessobrunner Schule), Stuckateure und Maler. Diese Kirchenbauten prägen die Pfaffenwinkel genannte Gegend bis heute. Erwähnt seien hier das Marienmünster Dießen, die Klöster Benediktbeuern und Sankt Ottilien, die Klosterkirche Andechs und die Wieskirche bei Steingaden. Teile Mittelschwabens – vor allem das Gebiet des heutigen Landkreises Günzburg – werden Schwäbischer Barockwinkel genannt.

1802/03 wurde die Kirche in der Säkularisation enteignet, wodurch das Bistum Augsburg 98 Stifte und Klöster verlor. Der Benediktinerpater Placidus Braun gab von 1813 bis 1815 die erste Geschichte der Bischöfe von Augsburg heraus; es ist ein vierbändiges Werk. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813 endete die Franzosenzeit östlich des Rheins; danach wurde die Diözese Augsburg neu geordnet. Die Bistumsgrenzen wurden an die Landesgrenzen angepasst. Dadurch verlor die Diözese Augsburg die auf württembergischem Gebiet gelegenen Bistumsteile sowie einige Pfarreien in Tirol und Vorarlberg. Durch die private Förderung des Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. konnten im Bistum viele Klöster und Bildungsstätten neu entstehen.[4] Die Schulen bestehen zum Teil noch heute im Schulwerk der Diözese Augsburg. Neben dem Wiederaufblühen der alten Orden und Gemeinschaften kam es zudem zu einigen Neugründungen. Dominikus Ringeisen und Regens Johann Evangelist Wagner gründeten damals soziale Einrichtungen für Kranke und Behinderte, die bis heute als Stiftungen der Behindertenhilfe im Bistum existieren.

Schutzpatrone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bistumspatrone sind der heilige Bischof Ulrich, die heilige Afra und der heilige Bischof Simpert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NS-Märtyrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Adlhoch (1884–1945), wegen seines katholischen Glaubens ins KZ Dachau verbracht, im Lazarett gestorben
  • Paulus Bernheim OSB (1923–1943)
  • Bernhard Heinzmann (1903–1942), wegen Predigten gegen Hitler vergast
  • Michael Kitzelmann (1916–1942), wegen „Wehrkraftzersetzung“ hingerichtet
  • Alfred Kranzfelder (1908–1944), Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
  • Karl Leisner (1915–1945), wegen religiös motivierter Kritik am Nationalsozialismus im KZ, an den Folgen der Haft gestorben
  • Michael Lerpscher (1905–1940), religiös motivierter Kriegsdienstverweigerer, hingerichtet
  • Raymund Lohausen OCist (1897–1948), als Anti-NS-Prediger im KZ, an den Folgen der Haft gestorben
  • Clemens Martin CPPS (1875–1945) ins KZ verbracht, nachdem er den Hitlergruß verweigert hatte, und dort gestorben
  • Martin Mayrock (1884–1944), wegen religiös motivierter Äußerungen gegen den NS-Staat im KZ, an den Folgen der Haft gestorben
  • Max Joseph Metzger (1887–1944), wegen religiös motiviertem Pazifismus hingerichtet
  • Christoph Probst (1919–1943), als Mitglied der „Weißen Rose“ hingerichtet
  • Joseph Ruf (1905–1940), religiös motivierter Kriegsdienstverweigerer, hingerichtet
  • Ludwig Schön (1883–1945), als religiös motivierter Widerständler erschossen
  • Franz Xaver Schweyer (1868–1935), wegen politischem und schriftstellerischem Widerstand gegen Hitler inhaftiert, an den Folgen gestorben
  • Edelfried Seibold OSB (1908–1944), aufgrund seines priesterlichen Wirkens erschossen
  • Josef Stegmair (1886–1945), als religiös motivierter Widerständler erschossen
  • Hermann Josef Wehrle (1899–1944), wegen Mitwisserschaft am Widerstand des 20. Juli 1944 hingerichtet[5]

Ermordete Missionare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Albrecht SJ (1929–1999), als Missionar in Osttimor umgebracht
  • Walburga Diepolder OSB (1870–1905), als Missionsschwester in Tansania umgebracht
  • Solanus Hermann OSB (1909–1950), als Missionar im Konzentrationslager in Nordkorea gestorben
  • Basiela Kammerer SSpS (1904–1944), als Missionsschwester in Neuguinea getötet
  • Eusebius Lohmeier OSB (1897–1949), als Missionar der Territorialabtei Tokwon in Nordkorea umgebracht
  • Rudolf Lunkenbein SDB (1939–1976), als Missionar in Brasilien erschossen
  • Markus Metzger OSB (1879–1949), als Missionar in Nordkorea umgebracht
  • Kunibert Ott OSB (1912–1952), als Missionar in Nordkorea umgebracht
  • Edmar Sommerreißer CMM (1913–1981), als Missionar in Simbabwe erschossen
  • Gabriel Sonntag OSB (1873–1905), als Missionar in Tansania ermordet
  • Friedrich Stoiber MHM (1904–1942), als Missionar auf den Philippinen erschossen[5]

Bischöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bistumsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dekanate des Bistums seit 2012

Das Bistum Augsburg ist dem Erzbistum München-Freising als Suffraganbistum zugeordnet. Die Diözese besteht aus 998 Pfarrkirchenstiftungen in 23 Dekanaten.

Bis zum 30. November 2012 bestand das Bistum Augsburg aus acht sogenannten Diözesanregionen (Augsburg, Weilheim, Kaufbeuren-Ostallgäu, Kempten, Memmingen-Unterallgäu, Neu-Ulm, Donau-Ries und Altbayern) mit 36 Dekanaten. Diese Struktur wurde im Zuge der Bistumsreform unter dem Stichwort „Raumplanung 2025“[8] aufgelöst. Die Diözesanregionen des Bistums wurden ab 1. Dezember 2012 durch 23 Dekanate ersetzt.[9]

Finanzlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahresabschluss 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bistum Augsburg veröffentlichte im Juni 2017 erneut die vollständigen Jahresabschlüsse für die Diözese, den Bischöflichen Stuhl sowie das Domkapitel. Die Bilanz für die Diözese wies demnach Ende 2016 eine Summe von 685,9 Millionen Euro auf. Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls lag bei 629,2 Millionen Euro, die Bilanzsumme des Domkapitels bei 3,6 Millionen Euro. Die Kirchensteuererträge seien laut Bistum aufgrund der anhaltend guten Konjunktur und Arbeitsmarktsituation im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent von 337,9 Millionen Euro auf 341,2 Millionen Euro angestiegen. Bilanziert wurde nach Vorgaben des Handelsgesetzbuchs, geprüft wurden die Zahlen von unabhängigen Wirtschaftsprüfern. Wie das Bistum mitteilte, werde der erzielte Überschuss von 38,9 Millionen Euro für das laufende Wohnungsbauprojekt der Diözese eingesetzt, bei dem mehrere Hundert Wohnungen im unteren und mittleren Mietsegment entstehen.[10]

Doppelhaushalt 2017/2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Jahre 2017 und 2018 hat das Bistum Augsburg wie bereits in den beiden Vorjahren einen Doppelhaushalt verabschiedet. Der Haushalt für 2017 beläuft sich auf 392,7 Millionen Euro, im Jahr 2018 beträgt er 394,4 Millionen Euro. Den größten Posten des Doppelhaushaltes stellen mit 188,2 Millionen Euro für 2017 und 188,5 Millionen Euro für 2018 die Zuwendungen an Kirchenstiftungen und kirchliche Einrichtungen dar, gefolgt von den Personalkosten in Höhe von 150,8 Millionen Euro im Jahr 2017 und 156,2 Millionen Euro im Jahr 2018. Zudem sieht das Bistum 109 neue Stellen für Verwaltungsleiter von Pfarreien, Kindertageseinrichtungen, im religionspädagogischen Sonderdienst sowie der Ehe- Familien- und Lebensberatung vor.[11] Der Bau- und Instandsetzungsetat beläuft sich in beiden Jahren auf jeweils 85 Millionen Euro. Davon stellt der Doppelhaushalt jeweils 42 Millionen für die Instandsetzung von Gebäuden in den Pfarreien bereit. Als besondere Schwerpunkte beider Haushaltsjahre nennt das Bistum eine außerordentliche Dotierung in Höhe von insgesamt 14 Millionen Euro für die Caritas-Stiftung und den Bischöflichen Hilfsfonds „Eine Welt“. Das diözesane Investitionsprogramm „Wohnungsbau“ macht einen weiteren Schwerpunkt des Doppelhaushaltes aus: Für den Bau zweier Wohnanlagen mit 188 Wohneinheiten in Augsburg sind 15,7 Millionen Euro reserviert.[12]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domkapitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domherren in Augsburg sind:

  • Regens Michael Kreuzer
  • Armin Zürn
  • Andreas Magg
  • Thomas Groll
  • Msgr. Alessandro Perego

Die Domkapitulare im Ruhestand sind:

  • Prälat Dietmar Bernt
  • Msgr. Franz-Reinhard Daffner
  • Prälat Peter C. Manz

Ehrendomherren sind:

  • Erzbischof em. Karl Braun (Bamberg)
  • Prälat Eugen Kleindienst

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulwerk der Diözese Augsburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Diözese Augsburg gibt es ein Schulwerk, das als Träger kirchlicher Schulen in der Diözese fungiert. Dem Schulwerk der Diözese Augsburg gehören zehn Gymnasien, 20 Realschulen, eine Grundschule, fünf Fachakademien für Sozialpädagogik, eine Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung sowie eine Berufsfachschule für Kinderpflege an. Zwei weitere Bildungsinstitutionen sind ihm verwaltungsmäßig zugeordnet: die Augsburger Domsingknaben und die Franz-von-Assisi-Schule, eine Katholische Freie Grund- und Mittelschule in Augsburg.

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulseelsorge und Hochschulgemeinden bietet das Bistum an den Augsburger Hochschulen, an der Fachhochschule Kempten und an der Abteilung Benediktbeuern der Katholischen Stiftungsfachhochschule München an.

Kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archiv des Bistums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Archiv des Bistums befindet sich in der Pfarrhausstraße 4, Augsburg-Oberhausen.

Exerzitienhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem gibt es geistliche Angebote in klösterlichen Häusern und Häusern Geistlicher Gemeinschaften:

  • Bildungshaus der Comboni-Missionare in Mellatz
  • Haus Maria Begegnung der Maria-Ward-Schwestern in Neuburg
  • Kloster und Bildungshaus St. Martin Bernried der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing
  • Gästehaus Maria-Hilf der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing
  • Oase Steinerskirchen der Herz Jesu Missionare
  • Provinzialat der Dillinger Franziskanerinnen in den Regens-Wagner-Stiftungen
  • Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld
  • Dominikanerinnenkloster Wettenhausen
  • Exerzitienhaus St. Ulrich in Fremdingen-Hochaltingen
  • Haus der Familie in Schönstatt auf’m Berg
  • Kloster Maihingen der Gemeinschaft Lumen Christi

Stiftungen der Behindertenhilfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diözesanmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte 2000 gibt es das Diözesanmuseum St. Afra, in dem Exponate aus der Geschichte des Bistums gezeigt werden. Es befindet sich an der Nordseite des Hohen Doms zu Augsburg.

Klöster und Ordensgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bistum Augsburg gibt es mehrere Klöster und Ordensniederlassungen, die zum Teil nicht mehr von Ordensgemeinschaften bewirtschaftet werden. Zu den bekanntesten Klöstern gehören:

Priesterausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Bistum Augsburg steht das diözesane Priesterseminar Augsburg zur Verfügung, das vormals als Collegium St. Hieronymi in Dillingen ansässig war. Es wurde 1549 errichtet und 1970 durch Bischof Josef Stimpfle im Zusammenhang mit der Gründung der Universität nach Augsburg verlegt. Die feierliche Segnung des Seminarneubaus erfolgte durch den damaligen Papst Johannes Paul II. im Jahre 1987.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptseite: Hauptübersicht

Wallfahrtsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebetsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diözesankalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bistum Augsburg gibt es zusätzlich zum gebotenen Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet eigene diözesane Feiern.

Abkürzungen:
H = Hochfest, F = Fest, G = gebotener Gedenktag, g = nicht gebotener Gedenktag

Datum Eigenfeier Beschreibung Rang lit. Farbe Todestag
5. Januar Hl. Johannes Nepomuk Neumann Bischof g weiß 05. Januar 1860
22. Januar Hl. Vinzenz Pallotti Priester g weiß 22. Januar 1850
5. April Hl. Crescentia Höß Jungfrau G weiß 05. April 1744
19. April Sel. Marcel Callo Märtyrer g rot 19. März 1945
27. April Hl. Petrus Kanisius Priester, Kirchenlehrer G weiß 21. Dezember 1597
1. Mai Hl. Maria Patronin Bayerns H weiß
9. Mai Sel. Maria Theresia von Jesu Gerhardinger Jungfrau g weiß 09. Mai 1879
5. Juni Hl. Bonifatius Bischof, Glaubensbote in Deutschland, Märtyrer F rot 05. Juni 754
20. Juni Sel. Margarete Ebner Jungfrau g weiß 20. Juni 1351
26. Juni Hl. Josefmaria Escrivá de Balaguer Priester g weiß 26. Juni 1975
1. Juli Hl. Radegund von Wellenburg Jungfrau g grün 01. Juli 1290
2. Juli Mariä Heimsuchung H nur im Dom (Patrozinium), im Bistum F H/F weiß
4. Juli Hl. Ulrich Bischof von Augsburg, Bistumspatron H weiß 04. Juli 973
7. August Hl. Afra Märtyrerin, Bistumspatronin H rot 304
9. August Hl. Theresia Benedicta v. Kreuz (Edith Stein) Jungfrau, Märtyrerin und Patronin Europas F rot 09. August 1942
6. September Hl. Magnus Mönch, Glaubensbote im Allgäu G weiß 06. September 772
28. September Jahrestag der Domweihe Hochfest nur im Dom, Fest im Bistum H/F weiß
5. Oktober Sel. Franz Xaver Seelos Priester (g nur in der Stadt Füssen) g weiß 04. Oktober 1867
13. Oktober Hl. Simpert Bischof von Augsburg, Nebenpatrorn, Patron der Kinder und Jugendlichen G weiß 13. Oktober 807
16. Oktober I Hl. Hedwig von Andechs Herzogin von Schlesien g weiß 15. Oktober 1243
16. Oktober II Hl. Gallus Mönch, Einsiedler, Glaubensbote am Bodensee g weiß 16. Oktober 640
3. Sonntag im Oktober Jahrestag der Weihe der Kirchen, die ihren Weihetag nicht kennen H weiß
21. Oktober Hl. Kaspar del Bufalo Priester und Ordensgründer g weiß 28. Dezember 1837
27. Oktober Hl. Wolfhard (Gualfardus) von Augsburg Einsiedler bei Verona g weiß 30. April 1127
31. Oktober Hl. Wolfgang Bischof von Regensburg g weiß 31. Oktober 994
3. November Sel. Rupert Mayer Ordenspriester g weiß 01. November 1945
13. November Hl. Stánislaus Kostka Novize g weiß 15. August 1568
15. November Hl. Albert der Große Ordensmann, Kirchenlehrer, Bischof von Regensburg G weiß 15. November 1280
26. November I Hl. Konrad Bischof von Konstanz g weiß 26. November 975
26. November II Hl. Gebhard Bischof von Konstanz g weiß 27. August 995
16. Dezember Hl. Adelheid Kaiserin, Gemahlin Ottos I. g violett 16. Dezember 999

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christliches Orientierungsjahr „Basical“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurde im Bistum Augsburg das Christliche Orientierungsjahr Basical ins Leben gerufen. Mehrere Jugendliche leben neun Monate lang zusammen in einer WG und bereiten sich durch Gebet, Studium und soziales Engagement auf ihren weiteren Lebensweg vor. Das Basical ist eines von drei deutschen Jugendprojekten, welche die Deutsche Bischofskonferenz für die Jugendsynode 2018 in Rom vorgeschlagen hat.[13]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte transportable Weihrauchfass der Welt ist im Besitz des Bistums Augsburg und wird meist im Kloster Oberschönenfeld aufbewahrt. Es ist 3 m hoch und hat einen Durchmesser von 1,5 m. Die von Mai bis Juni 1998 in circa 280 Arbeitsstunden gefertigte Edelstahl-Arbeit wiegt etwa 170 kg und wurde von Papst Johannes Paul II. gesegnet.[14]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antonius von Steichele (Bd. 2–5), Alfred Schröder (Bd. 6–8), Friedrich Zoepfl (Bd. 9–10): Das Bistum Augsburg. historisch und statistisch beschrieben. Augsburg 1864–1940 (Band 1 ist nicht erschienen.)
  • Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte. Augsburg 1967 ff., ISSN 0341-9916.
  • Schulreferat des Bischöflichen Ordinariats (Hrsg.): Das Bistum des heiligen Ulrich. Epochen – Gestalten – Probleme. Eine kleine Geschichte des Bistums Augsburg. Augsburg 1983, DNB 850050553.
  • Wolfgang Wüst: Geistlicher Staat und Altes Reich: Frühneuzeitliche Herrschaftsformen, Administration und Hofhaltung im Augsburger Fürstbistum (Studien zur Bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte XIX/1 und XIX/2), München (Kommission für Bayerische Landesgeschichte) 2001, 2 Bde., ISBN 3-7696-9709-X.
  • Wolfgang Wüst: Das Fürstbistum Augsburg. Ein geistlicher Staat im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sankt Ulrich Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-929246-23-6
  • Christoph Goldt: Die Diözese. Geschichte, Strukturen, Ämter. Kirche kurz und bündig (Band 2). Bischöfliche Pressestelle, Augsburg 2005, 22 S.
  • Peter Christoph Düren (Hrsg.): Märtyrer des Bistums Augsburg im 20. Jahrhundert. Katalog zur Ausstellung der Referate für Glaubenslehre und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariates Augsburg. Dominus-Verlag, Augsburg 2006, ISBN 3-00-018072-9.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bistum Augsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dekanate. In: bistum-augsburg.de. Abgerufen am 17. Januar 2018.
  2. a b Deutsche Bischofskonferenz (Hrsg.): Flyer Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2017 (Kirchliche Statistik). 20. Juli 2018, abgerufen am 20. Juli 2018.
  3. Manfred Weitlauff: Bistum Augsburg. In: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bistümer des Heiligen Römischen Reiches von ihren Anfängen bis zur Säkularisation. Herder, Freiburg 2003, ISBN 978-3-451-28075-7, S. 55–69.
  4. Geschichte des Bistums Augsburg. In: (Erz-)Bischöfe Deutschlands und Österreichs und der Bischof von Bozen-Brixen (Hrsg.): Gotteslob. Ausgabe für die Diözese Augsburg. 2. Auflage. Katholische Bibelanstalt / Sankt-Ulrich-Verlag, Stuttgart / Augsburg 2014, ISBN 978-3-86744-236-7, Nr. 700.
  5. a b Helmut Moll (Hrsg.): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. 1. Auflage. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 978-3-506-78080-5.
  6. Papst-Akte belastet Ex-Bischof Mixa schwer - Artikel in ZEIT ONLINE vom 21. Juni 2010
  7. Amtseinführung von Bischof Zsarsa, auf Homepage des Bistums, abgerufen am 17. Januar 2018
  8. Neue Dekane für das Bistum Augsburg. Bistum Augsburg. Abgerufen am 23. Dezember 2012.
  9. Neue Dekanatsstruktur zum 01.12.2012 (PDF; 16 kB) PDF, Bistum Augsburg. Abgerufen am 23. Dezember 2012.
  10. Diözese Augsburg legt Jahresabschlüsse 2016 offen. In: bistum-augsburg.de. 28. Juni 2017, abgerufen am 6. Dezember 2017.
  11. Roland Müller: Bistum Augsburg legt Doppelhaushalt vor. In: katholisch.de. 16. März 2017, abgerufen am 6. Dezember 2017.
  12. Diözesansteuerausschuss beschließt Doppelhaushalt für die Jahre 2017/2018. In: bistum-augsburg.de. 16. März 2017, abgerufen am 6. Dezember 2017.
  13. Bischöfliches Jugendamt Augsburg: Basical - Christliches Orientierungsjahr. Abgerufen am 18. Januar 2018.
  14. Bistum Ausgburg: Größtes transportables Weihrauchfass hat neue „Heimat“. Abgerufen am 22. Januar 2018.