Bistum Augsburg

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Bistum Augsburg
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Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz München und Freising
Metropolitanbistum Erzbistum München und Freising
Diözesanbischof Konrad Zdarsa
Weihbischof Anton Losinger
Florian Wörner
Emeritierter Diözesanbischof Viktor Josef Dammertz OSB
Walter Mixa
Emeritierter Weihbischof Josef Grünwald
Max Ziegelbauer
Generalvikar Harald Heinrich
Bischofsvikar Anton Losinger
Florian Wörner
Bertram Meier
Karlheinz Knebel
Fläche 13.665 km²
Dekanate 23[1] (31. Dez. 2015)
Pfarreien 998 (31. Dez. 2015)
Einwohner 2.332.649 (31. Dez. 2015)
Katholiken 1.318.633 (31. Dez. 2015)
Anteil 56,5 %
Diözesanpriester 629 (31. Dez. 2015)
Ordenspriester 210 (31. Dez. 2015)
Ständige Diakone 127 (31. Dez. 2015)
Katholiken je Priester 1.572
Ordensbrüder 748 (AP2016)
Ordensschwestern 1.232 (AP2016)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Deutsch
Kathedrale Dom Unserer Lieben Frau
Konkathedrale Basilika St. Peter
Website www.bistum-augsburg.de
Kirchenprovinz
Erzbistum Freiburg Erzbistum Bamberg Erzbistum Berlin Erzbistum Hamburg Erzbistum Köln Erzbistum München und Freising Erzbistum Paderborn Bistum Aachen Bistum Augsburg Bistum Dresden-Meißen Bistum Eichstätt Bistum Erfurt Bistum Essen Bistum Fulda Bistum Görlitz Bistum Hildesheim Bistum Limburg Bistum Magdeburg Bistum Mainz Bistum Mainz Bistum Münster Bistum Münster Bistum Osnabrück Bistum Passau Bistum Regensburg Diözese Rottenburg-Stuttgart Bistum Speyer Bistum Trier Bistum Trier Bistum WürzburgKarte der Kirchenprovinz München und Freising
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Wappen des Bistums Augsburg
Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa
Sitz des Augsburger Bischofs
Die Diözese Augsburg hat im Vergleich mit anderen Bistümern Deutschlands einen hohen Katholikenanteil. Katholische Bevölkerung Deutschlands nach Diözesen (Stand: 31. Dez. 2012)

Das Bistum Augsburg (lateinisch Dioecesis Augustana Vindelicorum) ist eine römisch-katholische Diözese im Südwesten von Bayern. Sie umfasst nahezu den ganzen bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, Teile des altbayerischen Gebietes östlich des Lechs und einige Gebiete im westlichen Mittelfranken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte des Bistums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augusta Vindelicorum (Augsburg) war als Hauptstadt der römischen Provinz Raetia secunda ein Ort, in den durch das römische Imperium vereinzelt erste Christen kamen. Afra von Augsburg, eine frühchristliche Märtyrin, wurde im Jahr 304 von Römern hingerichtet; sie ist Schutzpatronin der Stadt Augsburg und des Bistums Augsburg.

Unter Bischof Simpert, einem weiteren Bistumspatron, entstanden um das Jahr 800 Benediktinerklöster wie beispielsweise Benediktbeuern, Wessobrunn oder Ottobeuren. Ulrich von Augsburg prägte zirka 100 Jahre später das Bistum und die Geschichte, in die er vor allem durch die Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955 einging. Das Bistum gehörte zur Kirchenprovinz Mainz.

1530 wurde auf einem Reichstag in Augsburg die Spaltung zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche besiegelt. 1549 entstand unter der Leitung des Jesuitenpaters Petrus Canisius in Dillingen an der Donau eine katholische Reformuniversität (Collegium St. Hieronymi), die weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt wurde.

Im Zeitalter des Barock wurden speziell im Süden des Bistums zahlreiche Kloster- und Pfarrkirchen gebaut; es war eine Blütezeit für Baumeister (siehe auch Wessobrunner Schule), Stuckateure und Maler. Diese Kirchenbauten prägen die Gegend (Pfaffenwinkel genannt) bis heute. Genannt seien das Marienmünster bei Dießen, die Klöster Benediktbeuern und St. Ottilien, die Klosterkirche Andechs und die Wieskirche bei Steingaden. Teile Mittelschwabens – vor allem das Gebiet des heutigen Landkreises Günzburg – werden Schwäbischer Barockwinkel genannt.

1802/3 wurden die Kirchen in der Säkularisation enteignet. Der Benediktinerpater Placidus Braun gab 1813–1815 die erste Geschichte der Bischöfe von Augsburg heraus; es ist ein vierbändiges Werk. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig (1813) endete die Franzosenzeit östlich des Rheins; danach wurde die Diözese Augsburg neu geordnet. Die Bistumsgrenzen änderten sich und in vielen katholischen Vereinen engagierten sich immer mehr Laien in der Kirche. Auch Ordensgemeinschaften bekamen in dieser Zeit einen großen Zuwachs.

Siehe auch: Hochstift Augsburg

Schutzpatrone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bistumspatrone sind der Heilige Bischof Ulrich, die Heilige Afra und der Heilige Bischof Simpert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NS-Märtyrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Adlhoch (1884–1945), wegen seines katholischen Glaubens ins KZ Dachau verbracht, im Lazarett gestorben
  • Paulus Bernheim OSB (1923–1943)
  • Bernhard Heinzmann (1903–1942), wegen Predigten gegen Hitler vergast
  • Michael Kitzelmann (1916–1942), wegen „Wehrkraftzersetzung“ hingerichtet
  • Alfred Kranzfelder (1908–1944), Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
  • Karl Leisner (1915–1945), wegen religiös motivierter Kritik am Nationalsozialismus im KZ, an den Folgen der Haft gestorben
  • Michael Lerpscher (1905–1940), religiös motivierter Kriegsdienstverweigerer, hingerichtet
  • Raymund Lohausen OCist (1897–1948), als Anti-NS-Prediger im KZ, an den Folgen der Haft gestorben
  • Clemens Martin CPPS (1875–1945) ins KZ verbracht, nachdem er den Hitlergruß verweigert hatte, und dort gestorben
  • Martin Mayrock (1884–1944), wegen religiös motivierter Äußerungen gegen den NS-Staat im KZ, an den Folgen der Haft gestorben
  • Max Joseph Metzger (1887–1944), wegen religiös motiviertem Pazifismus hingerichtet
  • Christoph Probst (1919–1943), als Mitglied der „Weißen Rose“ hingerichtet
  • Joseph Ruf (1905–1940), religiös motivierter Kriegsdienstverweigerer, hingerichtet
  • Ludwig Schön (1883–1945), als religiös motivierter Widerständler erschossen
  • Franz Xaver Schweyer (1868–1935), wegen politischem und schriftstellerischem Widerstand gegen Hitler inhaftiert, an den Folgen gestorben
  • Edelfried Seibold OSB (1908–1944), aufgrund seines priesterlichen Wirkens erschossen
  • Josef Stegmair (1886–1945), als religiös motivierter Widerständler erschossen
  • Hermann Josef Wehrle (1899–1944), wegen Mitwisserschaft am Widerstand des 20. Juli 1944 hingerichtet[2]

Ermordete Missionare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Albrecht SJ (1929–1999), als Missionar in Osttimor umgebracht
  • Walburga Diepolder OSB (1870–1905), als Missionsschwester in Tansania umgebracht
  • Solanus Hermann OSB (1909–1950), als Missionar im Konzentrationslager in Nordkorea gestorben
  • Basiela Kammerer SSpS (1904–1944), als Missionsschwester in Neuguinea getötet
  • Eusebius Lohmeier OSB (1897–1949), als Missionar der Territorialabtei Tokwon in Nordkorea umgebracht
  • Rudolf Lunkenbein SDB (1939–1976), als Missionar in Brasilien erschossen
  • Markus Metzger OSB (1879–1949), als Missionar in Nordkorea umgebracht
  • Kunibert Ott OSB (1912–1952), als Missionar in Nordkorea umgebracht
  • Edmar Sommerreißer CMM (1913–1981), als Missionar in Simbabwe erschossen
  • Gabriel Sonntag OSB (1873–1905), als Missionar in Tansania ermordet
  • Friedrich Stoiber MHM (1904–1942), als Missionar auf den Philippinen erschossen[2]

Bischöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Legende von Afra von Augsburg berichtet von einem Bischof Narzissus in Augsburg (siehe Narcissus von Girona)
  • Wikterp war der erste Bischof, der von Historikern geschichtlich gesichert werden konnte.
  • St. Simpert ist dritter Schutzpatron für Stadt und Bistum Augsburg
  • St. Ulrich hatte großen Anteil am Sieg über die Ungarn bei der Schlacht auf dem Lechfeld.
  • Unter Burkhard von Ellerbach, Bischof von 1373 bis 1404, verlor das Amt des Bischofs fast seine gesamte weltliche Macht
  • Bischof Sigmund Franz wurde 1646 ohne Weihe Bischof von Augsburg
  • Joseph Kumpfmüller (1869–1949) war Bischof von Augsburg von 1930 bis 1949 und damit während der gesamten Zeit des Nationalsozialismus.

Aktuell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1993 bis 2004 führte Bischof Viktor Josef Dammertz OSB als 70. Diözesanbischof das Bistum Augsburg. Mit dem Erreichen des 75. Lebensjahres am 8. Juni 2004 nahm Papst Johannes Paul II. Dammertz' Rücktrittsgesuch an.

Danach verwaltete Weihbischof Josef Grünwald als Diözesanadministrator das Bistum.

Am 16. Juli 2005 ernannte Papst Benedikt XVI. den bisherigen Eichstätter Bischof Walter Mixa zum 60. Nachfolger des Hl. Ulrich. Mixa wurde am 1. Oktober 2005 feierlich in sein Amt eingeführt und somit Ordinarius des Bistums Augsburg. Am 8. Dezember 2007 weihte Bischof Mixa in einem feierlichen Pontifikalamt im Augsburger Mariendom das Bistum Augsburg der Ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Nach anhaltenden Misshandlungs- und Veruntreuungsvorwürfen[3] bot Mixa am 21. April 2010 Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt vom Amt des Bischofs von Augsburg und von dem des Militärbischofs der Bundeswehr an, den dieser am 8. Mai desselben Jahres annahm.[4]

Während der Sedisvakanz vom 8. Mai bis zum 23. Oktober 2010 führte Weihbischof Josef Grünwald die Diözese als Diözesanadministrator. Am 8. Juli 2010 ernannte Papst Benedikt XVI. den bisherigen Görlitzer Bischof Konrad Zdarsa zum neuen Bischof von Augsburg; er wurde am 23. Oktober in sein Amt eingeführt.[5]

Bistumsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dekanate des Bistums seit 2012

Das Bistum Augsburg ist dem Erzbistum München-Freising als Suffraganbistum zugeordnet. Die Diözese besteht aus 998 Pfarrkirchenstiftungen in 23 Dekanaten.

Bis zum 30. November 2012 bestand das Bistum Augsburg aus acht sogenannten Diözesanregionen (Augsburg, Weilheim, Kaufbeuren-Ostallgäu, Kempten, Memmingen-Unterallgäu, Neu-Ulm, Donau-Ries und Altbayern ) mit 36 Dekanaten. Diese Struktur wurde im Zuge der Bistumsreform unter dem Stichwort „Raumplanung 2025“[6] aufgelöst. Die Diözesanregionen des Bistums wurden ab 1. Dezember 2012 durch 23 Dekanate ersetzt.[7]

Finanzlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bistum Augsburg veröffentlichte im Juni 2016 erneut die vollständigen Jahresabschlüsse für die Diözese, den Bischöflichen Stuhl sowie das Domkapitel. Die Vermögensbilanz für die Diözese wies Ende 2015 eine Summe von 638 Millionen Euro auf. Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls lag bei 627,5 Millionen Euro, der Jahresabschluss des Domkapitels bei 3,6 Millionen Euro. Die Kirchensteuererträge sind aufgrund der anhaltend guten Konjunktur und Arbeitsmarktsituation im Vergleich zum Vorjahr von 303,3 Millionen Euro auf 337,9 Millionen Euro angestiegen. Dieser deutliche Zuwachs ist allerdings auch beeinflusst durch überdiözesane Verrechnungen für Vorjahre.[8] Bilanziert wurde nach Vorgaben des Handelsgesetzbuchs, kontrolliert wurden die Zahlen von unabhängigen Wirtschaftsprüfern. Wie das Bistum mitteilte, werde der erzielte Überschuss von 53,3 Millionen Euro für den Bau mehrerer hundert Wohnungen im unteren und mittleren Mietsegment eingesetzt.[9]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domkapitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domherren in Augsburg sind:

Die Domkapitulare im Ruhestand sind:

  • Prälat Konstantin Kohler
  • Prälat Konrad Hölzl
  • Prälat Dietmar Bernt
  • Msgr. Franz-Reinhard Daffner

Ehrendomherren sind:

  • Erzbischof em. Karl Braun (Bamberg)
  • Prälat Eugen Kleindienst

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulwerk der Diözese Augsburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Diözese Augsburg gibt es ein Schulwerk, das als Träger kirchlicher Schulen in der Diözese fungiert. Dem Schulwerk der Diözese Augsburg gehören zehn Gymnasien, 20 Realschulen, eine Grundschule, fünf Fachakademien für Sozialpädagogik, eine Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung sowie eine Berufsfachschule für Kinderpflege an. Zwei weitere Bildungsinstitutionen sind ihm verwaltungsmäßig zugeordnet: die Augsburger Domsingknaben und die Franz-von-Assisi-Schule, eine Katholische Freie Grund- und Mittelschule in Augsburg.

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulseelsorge und Hochschulgemeinden bietet das Bistum an den Augsburger Hochschulen, an der Fachhochschule Kempten und an der Abteilung Benediktbeuern der Kath. Stiftungsfachhochschule München an.

Kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archiv des Bistums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Archiv des Bistums befindet sich in der Pfarrhausstraße 4, Augsburg-Oberhausen.

Exerzitienhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem gibt es geistliche Angebote in klösterlichen Häusern und Häusern Geistlicher Gemeinschaften:

  • Bildungshaus der Comboni-Missionare in Mellatz
  • Haus Maria Begegnung der Maria-Ward-Schwestern in Neuburg
  • Kloster und Bildungshaus St. Martin Bernried der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing
  • Gästehaus Maria-Hilf der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing
  • Oase Steinerskirchen der Herz Jesu Missionare
  • Provinzialat der Dillinger Franziskanerinnen in den Regens-Wagner-Stiftungen
  • Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld
  • Dominikanerinnenkloster Wettenhausen
  • Exerzitienhaus St. Ulrich in Fremdingen-Hochaltingen
  • Haus der Familie in Schönstatt auf'm Berg
  • Kloster Maihingen der Gemeinschaft Lumen Christi

Stiftungen der Behindertenhilfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diözesanmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte 2000 gibt es das Diözesanmuseum St. Afra, in dem Exponate aus der Geschichte des Bistums gezeigt werden. Es befindet sich an der Nordseite des Hohen Doms zu Augsburg.

Klöster und Ordensgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bistum Augsburg gibt es mehrere Klöster und Ordensniederlassungen, die zum Teil nicht mehr von Ordensgemeinschaften bewirtschaftet werden. Zu den bekanntesten Klöstern gehören:

Priesterausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Bistum Augsburg steht das diözesane Priesterseminar Augsburg zur Verfügung, das vormals als Collegium St. Hieronymi in Dillingen ansässig war. Es wurde 1549 errichtet und 1970 durch Bischof Josef Stimpfle im Zusammenhang mit der Gründung der Universität nach Augsburg verlegt. Die feierliche Segnung des Seminarneubaus erfolgte durch den damaligen Papst Johannes Paul II. im Jahre 1987.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptseite: Hauptübersicht

Wallfahrtsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebetsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diözesankalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bistum Augsburg gibt es zusätzlich zum gebotenen Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet eigene diözesane Feiern.

Abkürzungen:
H = Hochfest, F = Fest, G = gebotener Gedenktag, g = nicht gebotener Gedenktag

Datum Eigenfeier Beschreibung Rang lit. Farbe Todestag
5. Januar Hl. Johannes Nepomuk Neumann Bischof g weiß 05. Januar 1860
22. Januar Hl. Vinzenz Pallotti Priester g weiß 22. Januar 1850
5. April Hl. Crescentia Höß Jungfrau G weiß 05. April 1744
19. April Sel. Marcel Callo Märtyrer g rot 19. März 1945
27. April Hl. Petrus Kanisius Priester, Kirchenlehrer G weiß 21. Dezember 1597
1. Mai Hl. Maria Patronin Bayerns H weiß
9. Mai Sel. Maria Theresia von Jesu Gerhardinger Jungfrau g weiß 09. Mai 1879
5. Juni Hl. Bonifatius Bischof, Glaubensbote in Deutschland, Märtyrer F rot 05. Juni 754
20. Juni Sel. Margarete Ebner Jungfrau g weiß 20. Juni 1351
26. Juni Hl. Josefmaria Escrivá de Balaguer Priester g weiß 26. Juni 1975
1. Juli Hl. Radegund von Wellenburg Jungfrau g grün 01. Juli 1290
2. Juli Mariä Heimsuchung H nur im Dom (Patrozinium), im Bistum F H/F weiß
4. Juli Hl. Ulrich Bischof von Augsburg, Bistumspatron H weiß 04. Juli 973
7. August Hl. Afra Märtyrerin, Bistumspatronin H rot 304
9. August Hl. Theresia Benedicta v. Kreuz (Edith Stein) Jungfrau, Märtyrerin und Patronin Europas F rot 09. August 1942
6. September Hl. Magnus Mönch, Glaubensbote im Allgäu G weiß 06. September 772
28. September Jahrestag der Domweihe Hochfest nur im Dom, Fest im Bistum H/F weiß
5. Oktober Sel. Franz Xaver Seelos Priester (g nur in der Stadt Füssen) g weiß 04. Oktober 1867
13. Oktober Hl. Simpert Bischof von Augsburg, Nebenpatrorn, Patron der Kinder und Jugendlichen G weiß 13. Oktober 807
16. Oktober I Hl. Hedwig von Andechs Herzogin von Schlesien g weiß 15. Oktober 1243
16. Oktober II Hl. Gallus Mönch, Einsiedler, Glaubensbote am Bodensee g weiß 16. Oktober 640
3. Sonntag im Oktober Jahrestag der Weihe der Kirchen, die ihren Weihetag nicht kennen H weiß
21. Oktober Hl. Kaspar del Bufalo Priester und Ordensgründer g weiß 28. Dezember 1837
27. Oktober Hl. Wolfhard (Gualfardus) von Augsburg Einsiedler bei Verona g weiß 30. April 1127
31. Oktober Hl. Wolfgang Bischof von Regensburg g weiß 31. Oktober 994
3. November Sel. Rupert Mayer Ordenspriester g weiß 01. November 1945
13. November Hl. Stánislaus Kostka Novize g weiß 15. August 1568
15. November Hl. Albert der Große Ordensmann, Kirchenlehrer, Bischof von Regensburg G weiß 15. November 1280
26. November I Hl. Konrad Bischof von Konstanz g weiß 26. November 975
26. November II Hl. Gebhard Bischof von Konstanz g weiß 27. August 995
16. Dezember Hl. Adelheid Kaiserin, Gemahlin Ottos I. g violett 16. Dezember 999

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weihrauchfass – unter dem Torbogen von Türkheim

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte transportable Weihrauchfass der Welt ist im Besitz des Bistums Augsburg und wird meist in der Kreisstadt Mindelheim aufbewahrt. Es wurde von Papst Johannes Paul II. gesegnet.

Höhe: 2,60 Meter Material: Edelstahl
Durchmesser: 1,50 Meter Bauzeit: Mai bis Juni 1998
Gewicht: 180 Kilogramm Arbeitszeit: zirka 280 Arbeitsstunden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antonius von Steichele (Bd. 2–5), Alfred Schröder (Bd. 6–8), Friedrich Zoepfl (Bd. 9–10): Das Bistum Augsburg. historisch und statistisch beschrieben. Augsburg 1864–1940 (Band 1 ist nicht erschienen.)
  • Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte. Augsburg 1967 ff., ISSN 0341-9916.
  • Schulreferat des Bischöflichen Ordinariats (Hrsg.): Das Bistum des heiligen Ulrich. Epochen – Gestalten – Probleme. Eine kleine Geschichte des Bistums Augsburg. Augsburg 1983, DNB 850050553.
  • Wolfgang Wüst: Geistlicher Staat und Altes Reich: Frühneuzeitliche Herrschaftsformen, Administration und Hofhaltung im Augsburger Fürstbistum (Studien zur Bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte XIX/1 und XIX/2), München (Kommission für Bayerische Landesgeschichte) 2001, 2 Bde., ISBN 3-7696-9709-X.
  • Christoph Goldt: Die Diözese. Geschichte, Strukturen, Ämter. Kirche kurz und bündig (Band 2). Bischöfliche Pressestelle, Augsburg 2005, 22 S.
  • Peter Christoph Düren (Hrsg.): Märtyrer des Bistums Augsburg im 20. Jahrhundert. Katalog zur Ausstellung der Referate für Glaubenslehre und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariates Augsburg. Dominus-Verlag, Augsburg 2006, ISBN 3-00-018072-9.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bistum Augsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage von Bistum Augsburg, abgerufen am 5. August 2015
  2. a b Helmut Moll (Hrsg.): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. 1. Auflage. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 978-3-506-78080-5.
  3. Bischof Walter Mixa – Provokateur mit wenig Geschick faz.net vom 14. April 2010
  4. Papst-Akte belastet Ex-Bischof Mixa schwer - Artikel in ZEIT ONLINE vom 21. Juni 2010
  5. Amtseinführung von Bischof Zsarsa, auf Homepage des Bistums, abgerufen am 5. August 2015
  6. Neue Dekane für das Bistum Augsburg. Bistum Augsburg. Abgerufen am 23. Dezember 2012.
  7. Neue Dekanatsstruktur zum 01.12.2012 (PDF; 16 kB) PDF, Bistum Augsburg. Abgerufen am 23. Dezember 2012.
  8. Homepage Bistum Augsburg: Diözese Augsburg legt Jahresabschlüsse 2015 offen. In: bistum-augsburg.de. 22. Juni 2016, abgerufen am 15. Juli 2016.
  9. Daniel Wirsching: Augsburger Allgemeine: So reich ist das Bistum Augsburg. In: Augsburger Allgemeine. 22. Juni 2016, abgerufen am 15. Juli 2016.