Heinrich Moritz Chalybäus

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Heinrich Moritz Chalybäus (* 3. Juli 1796 in Pfaffroda, Kurfürstentum Sachsen; † 22. September 1862 in Dresden) war ein deutscher Philosoph. Als Hochschullehrer vertrat er den Hegelianismus und den Theismus.

Leben[Bearbeiten]

Chalybäus besuchte die Fürstenschule St. Afra in Meißen. Nach dem Abitur studierte er in Leipzig, wo er 1820 promoviert wurde, und arbeitete zunächst als Hauslehrer in Wien, dann als Lehrer an der Kreuzschule in Dresden, an der Fürstenschule St. Afra in Meißen und an der Militärakademie in Dresden.

Die Universität Kiel im Herzogtum Holstein berief ihn 1839 auf ihren Lehrstuhl für Philosophie. 1852 aber von der dänischen Regierung mit neun weiteren Kollegen wegen deutschnationaler Gesinnung des Amtes enthoben, 1854 jedoch wieder eingestellt. 1850/51 und 1858/59 war er Rektor der Universität.[1]

Chalybäus gehörte zum vermittelnden Hegelianismus. Bekannt wurde er vor allem durch das in seinen Vorlesungen entwickelte und 1837 gedruckte Werk Historische Entwicklung der spekulativen Philosophie von Kant bis Hegel (5. Aufl. 1860). Es wurde zweimal in die Englische Sprache übersetzt (1854 von Tulck und 1860 von Edersheim). In seinem Hauptwerk System der spekulativen Ethik (2 Bde.) 1850 vertrat Chalybäus einen eklektischen Theismus.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rektoratsreden (HKM).

Weblinks[Bearbeiten]