Heinz Volpert

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Heinz Volpert (geboren 21. Dezember 1932 in Rastenberg; gestorben 15. Februar 1986) war Leiter des Sonderaufgabenbereichs Devisenbeschaffung/Häftlingsfreikauf im Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Volpert besuchte die Volksschule und absolvierte in den Jahren 1947 bis 1950 eine Lehre als landwirtschaftlicher Gehilfe. Im Jahre 1948 trat Volpert in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ein. Im Jahre 1950 wurde er in die Volkspolizei (Schutzpolizei Weimar) eingestellt und wechselte 1951 zum Ministerium für Staatssicherheit, Landesverwaltung Thüringen, wo er als Kraftfahrer seinen Dienst verrichtete.

In den Jahren 1951 und 1952 absolvierte Volpert einen Lehrgang an der Schule des MfS in Potsdam-Eiche und wechselte im Anschluss zur damaligen Kreisdirektion Rudolstadt. Dann wurde Volpert stellvertretender Leiter der Abteilung V, zuständig für die Bekämpfung von Untergrundbewegungen,[1] in der Bezirksverwaltung Gera. Im Jahre 1954 wurde Volpert stellvertretender Abteilungsleiter in der Hauptabteilung V, bei der Zentrale des MfS in Berlin, welche zuständig war für die Abwehr gegen Zentren der Politischen Untergrundtätigkeit,[2] wo er 1956 Abteilungsleiter wurde. In den Jahren 1960 bis 1965 absolvierte Volpert ein Fernstudium an der Hochschule des MfS in Potsdam-Eiche und schloss dieses als Diplom-Jurist ab. Im Jahre 1964 wurde er stellvertretender Leiter in seiner Hauptabteilung, welche im März 1964 umbenannt wurde von Hauptabteilung V in Hauptabteilung XX.[3]

Im Jahre 1969 erfolgte die Versetzung Volperts zum Büro der Leitung, aus welchem 1971 das Sekretariat des Ministers gebildet wurde,[4] zur Durchführung von Sonderaufgaben, wo er als Sonderbeauftragter zuständig war für Devisenbeschaffung und Häftlingsfreikauf. Im Jahre 1970 erfolgte die Promotion zum Dr. jur. gemeinsam mit Alexander Schalck-Golodkowski. (Titel der Dissertation Zur Bekämpfung der imperialistischen Störtätigkeit auf dem Gebiet des Außenhandels.) Im Jahre 1972 wurde er zum Oberst befördert und erhielt 1975 den Vaterländischen Verdienstorden in Gold.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit. (MfS-Handbuch). Berlin: BStU 2012. ISBN 978-3-942130-30-1. (Eintrag Volpert, Heinz. S. 77f.)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roland Wiedmann: Die Diensteinheiten des MfS 1950–1989. Eine organisatorische Übersicht (MfS-Handbuch). Berlin: BStU 2012. ISBN 978-3-942130-28-8. S. 46.
  2. Roland Wiedmann: Die Diensteinheiten des MfS 1950–1989. Eine organisatorische Übersicht (MfS-Handbuch). Berlin: BStU 2012. ISBN 978-3-942130-28-8. S. 272.
  3. Roland Wiedmann: Die Diensteinheiten des MfS 1950–1989. Eine organisatorische Übersicht (MfS-Handbuch). Berlin: BStU 2012. ISBN 978-3-942130-28-8. S. 319.
  4. Roland Wiedmann: Die Diensteinheiten des MfS 1950–1989. Eine organisatorische Übersicht (MfS-Handbuch). Berlin: BStU 2012. ISBN 978-3-942130-28-8. S. 438.