Heizwerk

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Biomasseheizwerk mit dem Hackgutlager im Vordergrund ca. 1000 kW Heizleistung
Biomasseheizwerk Maria Gugging für die Fernwärmeversorgung mit ca. 6000 kW Heizleistung
Fernheizwerk Mödling, errichtet 1960, Reserve- und Spitzenlastheizwerk mit ca. 30.000 kW Heizleistung
Fernwärme Wien betreibt das größte österreichische fossil beheizte Fernheizwerk Österreich mit einer thermischen Leistung von 358.000 kW.

Ein Heizwerk ist eine Einrichtung zur zentralen Erzeugung von Wärme für die Warmwasserversorgung, Raumbeheizung und industrielle Prozesse. Es liefert keinen Strom. Die Wärme wird in der Regel über Fernwärme- oder Nahwärmenetze zu den Verbrauchern geführt. Als Übertragungsmedium dienen meist Wasser oder Dampf. Das Aufheizen des Wassers oder die Dampferzeugung erfolgen in Kesselanlagen (Dampfkessel, Heizkessel) oder durch Wärmeübertrager, in denen die Abwärme aus anderen Prozessen genutzt wird.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Heizwerk setzt sich im Allgemeinen aus folgenden Teilsystemen zusammen:

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reine fossil befeuerte Heizwerke werden heute nur noch zur Reserve- und Spitzenlastabdeckung oder für kleine Versorgungsnetze gebaut. Nach Möglichkeit wird versucht, die Wärmeerzeugung mit der Stromerzeugung in sogenannten Heizkraftwerken zu verknüpfen (Kraft-Wärme-Kopplung), bzw. biogen befeuerte Heizwerke sogenannte Biomasseheizwerke zu errichten.

Als Brennstoff für Heizwerke dient:

Heizwerke versorgen größere Wohneinheiten, Verwaltungsgebäude oder ganze Stadtteile mit Wärme. Sie tragen, weil die Einzelfeuerungen entfallen, zur Verbesserung der innerstädtischen Luftqualität bei. Im Heizwerk lassen sich die anfallenden Schadstoffe durch entsprechende Abgasreinigung leichter verringern als bei kleinen dezentralen Heizungsanlagen. Durch Nutzung unterschiedlicher Brennstoffe in verschiedenen Heizwerken lässt sich die Abhängigkeit von einem Energieträger vermeiden. Üblicherweise liegt der Wirkungsgrad großer Kessel in Heizwerken auch etwas höher als bei Einzelfeuerungen in Wohngebäuden. Allerdings entstehen über die Verteilungsleitungen trotz guter Wärmedämmung Wärmeverluste, die den Gesamtnutzungsgrad des Systems Heizwerk-Fernwärme reduzieren.[1] In besonderen Fällen können Brennwertkessel in Heizwerken zur Verbesserung des Nutzungsgrades eingesetzt werden.

Heizwerke wurden in der DDR zur zentralen Versorgung von Plattenbausiedlungen errichtet. Die Versorgung der Verbraucher erfolgte über- und unterirdisch durch Fernwärmeleitungen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Volker Quaschning, Erneuerbare Energien und Klimaschutz. München 2013, S. 304.