Helene Arnau

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Helene Arnau, (* 1870 in Wien; † 1958 ebenda) war eine österreichische Landschafts-, Porträt- und Kriegsmalerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biografische Daten über eine der wenigen Kriegsmalerinnen der Österreichisch-Ungarischen Armee im Ersten Weltkrieg sind bis dato wenig bekannt. Helene Arnau wurde als Tochter eines Wiener Hofschauspielers geboren, der in seiner Jugend Bildhauerei studierte. Sie entschied sich für den Künstlerberuf und studierte an der Wiener Akademie bei Julius von Payer sowie an der Akademie der bildenden Künste in München bei Hermann Groeber. Weitere Studien erfolgten an der Karlsruher Akademie unter Friedrich Fehr und in Paris bei Henri Caro-Delvaille. Studienreisen durch ganz Europa folgten. 1902 stellte sie in der Künstlervereinigung Hagenbund und 1913 in der Wiener Secession aus.

Neben Fritzi Ulreich und Stephanie Hollenstein war Helene Arnau eine der wenigen Kriegsmalerinnen im k.u.k. Kriegspressequartier, in welches sie 1917 aufgenommen wurde. An den Kommandanten des Kriegspressequartiers, Generalmajor Maximilian Ritter von Hoen schrieb sie am 6. Dezember 1917, dass sie es „als große Ehre und Auszeichnung empfindet, an die Front gehen zu dürfen.“[1] Unter anderem war sie an der Italienfront bei der 93. Infanterie-Division als Kriegsmalerin tätig.

Über ihren weiteren Lebenslauf ist nichts bekannt, zumal es kaum schriftliche Quellen gibt.[2] Auch sind nur wenige Werke Arnaus erhalten, fünf Ölgemälde in den Sammlungen des Wiener Heeresgeschichtlichen Museums sind gesichert.

Werke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liselotte Popelka: Die Musen schwiegen nicht, in: Adalbert-Stifter-Verein (Hg.): Musen an die Front. Schriftsteller und Künstler im Dienst der k.u.k. Kriegspropaganda 1914–1918, München, 2003, Teil 1 (Beiträge), S. 64–78.
  • Ilse Krumpöck: Suffragetten oder Flintenweiber? Kriegsmalerinnen im Ersten Weltkrieg, in: Heeresgeschichtliches Museum (Hrsg.): Viribus Unitis. Jahresbericht 1998 des Heeresgeschichtlichen Museums, Wien 1999, S. 44–53.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schreiben Helene Arnau an Generalmajor Max Ritter von Hoen, Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv, KPQ, Kart. 31, f. 13
  2. Ilse Krumpöck: Suffragetten oder Flintenweiber? Kriegsmalerinnen im Ersten Weltkrieg, in: Heeresgeschichtliches Museum (Hrsg.): Viribus Unitis. Jahresbericht 1998 des Heeresgeschichtlichen Museums, Wien, 1999, S. 50