The Hellacopters

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Hellacopters)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hellacopters
Nick royale and strings.jpg
Allgemeine Informationen
Herkunft Schweden
Genre(s) Sleaze Rock, Rock, Powerpop
Gründung 1994, 2016
Auflösung 2008
Website www.hellacopters.com
Gründungsmitglieder
Nicke Andersson
Gitarre, Gesang
Dregen (bis 1998)
Schlagzeug, Gesang
Robert Eriksson
Kenny Håkansson
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Nicke Andersson
Schlagzeug, Gesang
Robert Eriksson
Kenny Håkansson
Gitarre, Gesang
Dregen (1994–1998, seit 2016)
Keyboard, Gitarre
Anders Lindström (seit 1996, 97)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Gesang
Matias Hellberg (1997–1998)
Gitarre, Gesang
Danne Andersson (1997)
Gitarre
Robert Dahlqvist (1998–2017, † 2017)

The Hellacopters ist eine schwedische Band, die schnellen, melodischen Hard- und Sleazerock mit Rock 'n' Roll-Einflüssen spielt. Die Gruppe gilt als eine wichtige „neue“ Rock-Band Skandinaviens. Sie stellte neben Gluecifer, Turbonegro und den Backyard Babies den vierten Pfeiler des Mitte der 1990er Jahre losgebrochenen Skandinavien-Rocks dar. Nach der Auflösung im Jahr 2008 wurde im Jahr 2016 zunächst mit einem exklusiven Auftritt beim Sweden Rock Festival die Wiedervereinigung in Originalbesetzung begangen.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Originalgitarrist und Gründungsmitglied Dregen live

1994 wurden in Schweden die Hellacopters gegründet. Gründungsmitglieder waren der ehemalige Entombed-Schlagzeuger Nicke Andersson (Gitarre, Lead-Gesang) sowie die drei ehemaligen Entombed-Roadies Kenny Håkansson (Bass), Robert Erickson (Schlagzeug) und Andreas Tyrone Svensson (Gitarre, Gesang), der Leadgitarrist der schwedischen Band Backyard Babies ist. 1996 entstand das Debütalbum Supershitty to the Max!, das in nur drei Tagen aufgenommen und abgemischt wurde. Mit diesem Album konnte sich die Band erstmals in die Reihe skandinavischer Retro-Rocker etablieren. Mit dem Album Payin’ the Dues 1997 hatte die Band auch in den USA Erfolg. Nachdem die Hellacopters 1998 noch die EP Disappointment Blues aufgenommen hatten, verließ Gitarrist Dregen die Band, um sich ausschließlich seiner alten Band, den Backyard Babies, zu widmen. Nach einer kurzen Phase der Besetzungswechsel auf der nun freien Position des Gitarristen (unter anderem durch den Keyboarder Anders Lindström) bekam Robert Dahlqvist (u. a. Thunder Express) den Job. Mit ihm nahmen die Hellacopters die Alben Grande Rock, High Visibility, By the Grace of God und Rock & Roll Is Dead auf. Nach dem Weggang Svenssons orientierte sich Bandleader Nicke Andersson zunehmend an bluesigem, souligem Retro-Sound, der auf dem Album Rock & Roll Is Dead am deutlichsten verarbeitet wurde und den rauen, ungeschliffenen Punksound der Anfangstage ablöste.

Die Hellacopters machten sich weltweit einen Namen und spielten unter anderem im Vorprogramm der Rolling Stones und KISS.

Am 26. Juni 2007 erschien ihre Single The Same Lame Story exklusiv als CD-Beilage der schwedischen Musikzeitschrift Denimzine auf dem schwedischen Markt.[1] Im Juli wurde diese Single auch als 7"-Schallplatte bei Bootleg Booze Records veröffentlicht.[2]

Am 13. Oktober 2007 gab die Band bekannt, dass sie sich nach Veröffentlichung des siebten regulären Studioalbums und einer Europa-Tour auflösen werde. Das Album erschien im April 2008 und trägt den Namen Head Off. Die Abschiedstournee folgte im September und Oktober 2008.[3]

Der Abschiedskonzertmarathon, der insgesamt vier Konzerte in zwei Tagen umfasste, wurde als Livestream auf Myspace übertragen.

Am 3. November 2015 gab die Band auf Ihrer Facebookseite bekannt, dass sich die Originalbesetzung zum 20-jährigen Jubiläum des ersten Albums "Supershitty to the Max!" für einen einmaligen Auftritt auf dem Sweden Rock Festival im Juni 2016 reformieren wird.[4][5] Am 3. Februar 2017 verstarb Gitarrist Robert Dahlqvist im Alter von 40 Jahren.[6]

Am 28. Juni 2017 trat die Band beim Roskilde-Festival in Dänemark auf, wo Gründungsmitglied Dregen wieder den Platz des verstorbenen Dahlqvist an der Gitarre einnahm.[7] Es folgten weitere Konzerte, unter anderem im Vorprogramm der Rolling Stones am 12. Oktober in Stockholm.[8] Weitere Termine für 2017 und 2018 wurden bereits auf der Facebookseite der Band angekündigt.[9]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Musik wurde unter anderem von Rock-, Soul-, Garagen- und Rock-’n’-Roll-Bands der 1960er und 70er wie beispielsweise Kiss und MC5 inspiriert. Die Songs wurden größtenteils von Nicke Andersson geschrieben, aber auch von Eriksson, Dahlqvist, Lindström und Håkansson.

Nebenprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicke Andersson während eines Auftritts mit Imperial State Electric

Einige der Bandmitglieder gründeten eine Vielzahl anderer Bands und Nebenprojekte, wieder verlassen oder teilweise „mitbetreut“. Nicke Andersson spielte bereits mit Scott Morgan, dem ehemaligen Sänger der Sonic’s Rendezvous Band, zusammen bei den Hydromatics, und nun bei „The Solution“, wo er wie bei der Metalband „Death Breath“ wieder selbst hinter dem Schlagzeug sitzt. Ebenfalls ist Nicke Andersson auf dem Album von Boozed One Mile mit einem Gastbeitrag zu hören. Schlagzeuger Robert Erickson gründete die schwedische Garagenband "The Sewergrooves". Gitarrist Robert Dahlqvist spielte in der Gitarrenband „Thunder Express“. Keyboarder Anders Lindström tritt gelegentlich als Gitarrist der Glamrock-Band „Diamond Dogs“, die ebenfalls immer noch Alben veröffentlicht, in Erscheinung.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[10] Anmerkungen
SchwedenSchweden SE
1996 Supershitty to the Max!
32
(7 Wo.)
1997 Payin’ the Dues
19
(6 Wo.)
1999 Grande Rock
10
(5 Wo.)
2000 High Visibility
5
(12 Wo.)
2002 By the Grace of God
2
(12 Wo.)
2005 Rock & Roll Is Dead
3
(12 Wo.)
2008 Head Off
4
(11 Wo.)

Splitalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Charts[10] Anmerkungen
SchwedenSchweden SE
1997 Respect The Rock
49
(1 Wo.)
mit Gluecifer

Weitere Splitalben

  • 1999: Respekt the Rock America (mit Gluecifer)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[10] Anmerkungen
SchwedenSchweden SE
2003 Cream of the Crap Vol. I
31
(3 Wo.)
2004 Cream of the Crap Vol. II
31
(2 Wo.)
2006 Air Raid Serenades
13
(4 Wo.)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 – Disappointment Blues
  • 2001 – Geekstreak (nur in Japan veröffentlicht)
  • 2004 – Strikes Like Lightning

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Charts[10] Anmerkungen
SchwedenSchweden SE
1997 Soulseller
Payin’ the Dues
36
(4 Wo.)
1998 Hey!
Payin’ the Dues
53
(1 Wo.)
1999 The Devil Stole the Beat From the Lord
Grande Rock
50
(1 Wo.)
Move Right Out of Here
Grande Rock
49
(1 Wo.)
2000 Toys and Flavors
High Visibility
36
(4 Wo.)
2001 No Song Unheard
High Visibility
40
(2 Wo.)
2002 By the Grace of God
By the Grace of God
13
(7 Wo.)
2005 Everything’s On T.V.
Rock & Roll Is Dead
33
(7 Wo.)
I’m in the Band
Rock & Roll Is Dead
32
(1 Wo.)
2007 The Same Lame Story
Head Off
16
(1 Wo.)
2008 In the Sign of the Octopus
Head Off
57
(1 Wo.)
Darling, Darling
Head Off
42
(3 Wo.)

Weitere Singles

  • 1995: Killing Allan
  • 1995: 1995
  • 1996: What Are You
  • 1996: (Gotta Get Some Action) Now!
  • 1996: Misanthropic High
  • 1997: Riot on the Rocks
  • 1997: City Slang
  • 1997: Like No Other Man
  • 1997: Looking at Me
  • 1999: Dirty Women
  • 1999: Twist Action
  • 1999: Doggone Your Bad Luck Soul
  • 1999: Down Right Blue
  • 1999: Scott Morgan & The Hellacopters
  • 2000: It’s Not a Long Way Down
  • 2000: Hopeless Case of a Kid in Denial
  • 2000: Geekstreak
  • 2002: Carry Me Home

Sampler/Kompilation-Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Crimson Ballroom Single im Gearhead Magazine
  • 1997 – Ferrytale auf Swedish Sins
  • 1998 – Hey (Live) auf Gearfest! - 100% Live Scandinavian Rock ’n’ Roll
  • 1999 – Venus in Force auf Up in Flames
  • 2000 – Bullet auf Hell on Earth - A Tribute to the Misfits
  • 2001 - Toys And Flavors auf Lords Of The Boards 2001
  • 2003 – You Are Nothin’ auf Offroad Tracks Vol. 5
  • 2003 – What’d Ya Do auf The Song Ramones the Same (Tribute)
  • 2005 – By the Grace of God auf Liquor and Poker (Label-Sampler)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Hellacopters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DENIMZINE Webseite (Memento des Originals vom 28. Juli 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.denimzine.com
  2. Hellacopters Webseite (Memento des Originals vom 10. Juni 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hellacopters.com
  3. [1]
  4. The Hellacopters. In: www.facebook.com. Abgerufen am 12. April 2016.
  5. Sweden Rock Festival 8-11 juni 2016. In: swedenrock.com. Abgerufen am 12. April 2016.
  6. http://www.visions.de/news/26216/Robert-Straengen-Dahlqvist-The-Hellacopters-ist-tot
  7. [2]
  8. Klart: Hellacopters förband till Rolling Stones. In: Expressen. (expressen.se [abgerufen am 7. Dezember 2017]).
  9. The Hellacopters. Abgerufen am 7. Dezember 2017.
  10. a b c d Chartquellen: SE