Henning Höppe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Henning Alfred Höppe[1] (* 7. Oktober 1972 in Nürnberg) ist ein deutscher Chemiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henning Höppe legte 1992 das Abitur am Rottmayr-Gymnasium Laufen ab und nahm nach dem Wehrdienst 1993 sein Studium der Chemie an der Universität Bayreuth auf. Seine Dissertation über Leuchtstoffe auf der Basis Europium-dotierter Nitridosilicate und Oxonitridosilicate sowie Carbidonitridosilicate schloss er 2003 bei Wolfgang Schnick an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab.[2]

Als Postdoktorand ging er an die University of Oxford in die Arbeitsgruppe von Professor Malcolm L. H. Green, wo er sich mit Kohlenstoffnanoröhrchen beschäftigte. Seine Habilitation im Fach Anorganische Chemie erfolgte 2010 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg auf seinem jetzigen Hauptarbeitsgebiet.

Höppe folgte 2010 einem Ruf als Professor für Festkörperchemie und Materialwissenschaft an die Universität Augsburg.

Henning Höppe engagiert sich auch politisch im Forum DL21 der SPD.[3]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeitsgruppe von Höppe forscht in der Festkörperchemie und Materialwissenschaft an neuartigen Leuchtstoffen für optische Anwendungen, beispielsweise in phosphorkonvertierten (pc)-Leuchtdioden. Hierbei interessieren die Arbeitsgruppe insbesondere Phosphate und verwandte Verbindungen als Wirtsstrukturen. Diese enthalten meist Erdalkalimetalle oder Lanthanoide, die mit den interessierenden Aktivatoren wie Seltenerdmetallen dotiert werden. Seit 2012 untersucht die Arbeitsgruppe verstärkt neue Verbindungsklassen wie die der sog. Borosulfate oder Boratosulfate,[4] neuerdings (seit 2017) auch Fluorooxoborate, die insbesondere für nicht-linear optische Eigenschaften interessant sind.[5] Auch diese zählen zu den silicatanalogen Verbindungen, weil sie Tetraeder-Grundbaueinheiten aufweisen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henning A. Höppe: Struktur-Eigenschaftsbeziehungen seltenerddotierter Phosphate und Borate. Habilitation Uni Freiburg im Breisgau 2009, S. 203.
  2. Henning A. Höppe: Optische, magnetische und strukturelle Eigenschaften von Nitridosilicaten, Oxonitridosilicaten und Carbidonitridosilicaten. Dissertation, Uni München, 2003.
  3. dl21-bayern.de: Keine Koalition mit der CSU in Bayern, abgerufen am 7. Juli 2018.
  4. analytik.de: Borosulfate: eine neue Materialklasse, abgerufen am 7. Juli 2018.
  5. Klaus P. Prem: TFB macht unsichtbares Licht sichtbar. Universität Augsburg, Pressemitteilung vom 6. Juli 2018 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 7. Juli 2018.
  6. Liebig-Stipendium - Beschreibung Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der chemischen Industrie e. V. Frankfurt am Main
  7. Eugen Graetz, Ehrensenator der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  8. Beschreibung Universität Augsburg