Hermann Aichmair

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Hermann Aichmair (* 21. Jänner 1924 in Ansfelden) ist ein österreichischer Hochschullehrer, Autor, Maler, Bildhauer und Sammler afrikanischer Kunst.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aichmair besuchte das humanistische Gymnasium in Linz von 1934 bis 1942 und studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Innsbruck und Wien Medizin. Er promovierte 1951 in Wien und wurde 1983 an der Universität Wien a.o. Universitätsprofessor für Augenheilkunde.

Autor, Maler und Zeichner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten Gedichte und Zeichnungen entstanden während des Zweiten Weltkrieges. Die erste Veröffentlichung erfolgte 1989 mit dem Titel „Stimmen und Schwingungen“, wo Zeichnungen und Gedichte aus den Jahren 1943 bis 1984 enthalten waren. Der 1991 erschienene Gedichtband „Liebe das Leben, denn Tränen verfliegen zu rasch“ enthielt neben Tuschzeichnungen auch Ölbilder.

Seine Malkunst wurde ab 1981 durch jährliche Kurse in Salzburg bei Karl Hittmann, in Wien bei Günther Bauer und in Deggendorf bei Ellert weiterentwickelt.

Bildhauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 wandte er sich der Schnitzerei zu, zunächst in Kerbschnitttechnik, später auch in Form von Holzschnitten und Holzfiguren. Unter der Anleitung von Edith Dallner fertigte er auch Holzgebilde, die für den Bronzeguss geeignet sind.

Sammler afrikanischer Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aichmair ist Gründer der Akademie für den orthoptischen Dienst und bereiste als Augenarzt mehrere Länder Afrikas.

Er ist Inhaber einer volkskundlichen Sammlung u. a. mit zahlreichen Objekten aus Afrika (Kleinplastiken, Skulpturen, Stammessymbole, Masken und Fruchtbarkeits-Fetische aus verschiedensten Materialien wie Metall, Holz und Elfenbein), die er 2010 im Bezirksmuseum Meidling auch der Öffentlichkeit präsentierte. Als besondere Prunkstücke gelten eine beschnitzte Truhe aus Nigeria und Malereien auf Ziegenleder.[1][2] Gerti und Hermann Aichmaier stellten dem Landesmuseum Linz Krippenkunstwerke aus aller Welt zur Verfügung. Während 2006 Krippen von Äthiopien bis Zypern ausgestellt wurden, waren 2007 150 weitere Krippen ausgestellt.[3][4]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Künstler ist Mitglied im Österreichischen Ärztekunstverein und seit 2002 bei der Innviertler Künstlergilde.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Geschichte der Brille. In: Amt der NÖ. Landesabteilung (Hrsg.): Kunst des Heilens. Aus der Geschichte der Medizin und Pharmazie. Niederösterreichische Landesausstellung, Kartause Gaming, 1991. Wien 1991, S. 712–717.
  • Gedanken eines im Herzen jung gebliebenen Alten. St. Georgs-Presse, in St. Georgen an der Gusen 1982.
  • Holzschnitte und Bronzen. Wien 1994.
  • Liebe das Leben, denn Träume verfliegen zu rasch! Lyrik und Malerei. Wien 1991, ISBN 3-85374-212-2.
  • Stimmen und Schwingungen, Zeichnungen und Gedichte aus den Jahren 1943 bis 1984. Wien 1989.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Afrikanische Kunst im Bezirksmuseum Meidling, in: Webpräsenz von Radio Afrika TV
  2. Afrikanische Kunst im Bezirksmuseum Meidling, in: Webpräsenz der Stadt Wien
  3. Abteilung Volkskunde der OÖ. Landesmuseen, Ausstellungen, in: Jahresbericht 2007 (PDF; 235 kB)
  4. Presseinformation Krippenkunst, Ausstellung im Schlossmuseum Linz, 2007/2008@1@2Vorlage:Toter Link/www.landesmuseum.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 271 kB)