Hermann Rudolf Meyer (Schiff)

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Hermann Rudolf Meyer
SK HRM.jpg
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Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Seenotkreuzer
Klasse 23,1-m-Klasse
Bauwerft Schweers, Bardenfleth
Baunummer 6490
Stapellauf 1996
Indienststellung Juli 1996
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
23,1 m (Lüa)
Breite 6,0 m
Tiefgang max. 1,6 m
Verdrängung 80 t
 
Besatzung 4 Mann
Maschine
Maschine 2 Dieselmotoren
Maschinen-
leistung
2.700 PS (1.986 kW)
Geschwindigkeit max. 24 kn (44 km/h)
Propeller 2
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Christian
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Schiffsdaten
Schiffstyp Tochterboot
Baunummer 6491
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
7,0 m (Lüa)
Breite 2,6 m
Tiefgang max. 0,6 m
Maschine
Maschinen-
leistung
180 PS (132 kW)
Geschwindigkeit max. 18 kn (33 km/h)

Die Hermann Rudolf Meyer ist ein Seenotkreuzer (SK) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Das Schiff ist das Typschiff der 23,1-m-Klasse, die daher auch als Meyer-Klasse bekannt ist.

Die Meyer, wie das Schiff von Insidern genannt wird, wurde 1996 von der Schweers-Werft in Bardenfleth unter Werft-Nr. 6490 gebaut. Die DGzRS-interne Bezeichnung lautet SK 25.

Das Tochterboot Christian (Baunummer 6491) hat die interne Bezeichnung TB 27.

Namensgebung[Bearbeiten]

Erwähnenswert ist, dass der Kreuzer bereits im Juli 1996 in Dienst gestellt wurde, die Taufe jedoch erst im Oktober 1996 stattfand; es war eine Doppeltaufe zusammen mit dem Schwesterschiff Hans Hackmack.

Getauft wurde das Schiff in Bremen-Vegesack am 11. Oktober 1996 zu Ehren des 1979 verstorbenen Bremer Verlegers (Weser-Kurier) Hermann Rudolf Meyer, ein Förderer der DGzRS. Das Tochterboot erhielt den Vornamen von Meyers Enkelsohn.

Technische Daten[Bearbeiten]

Die Kreuzer dieser Klasse sind mit der Möglichkeit für den sogenannten Gasschutzbetrieb versehen. Dazu werden dann alle Schotts geschlossen und im Schiffsinneren ein geringer Überdruck erzeugt, der dann das Eindringen von schädlichen Gasen verhindert. Außerdem wird die Luftansaugung für die Maschinen durch Filter umgestellt und die Abgase auf eine geringere Temperatur herunter gekühlt, um zu verhindern, dass die heißen Abgase z.B. in einem explosiven Luftgemisch eine Verpuffung verursachen. Die obere Nasszelle dient dabei dann als Schleuse, in der in auch in einem gewissen Grad die Dekontamination erfolgt.

Als Besonderheit ist dieser Kreuzer mit einem sogenannten Schwarzlichtscheinwerfer ausgerüstet. Er ersetzt einen der beiden großen Suchscheinwerfer unter dem Fahrstand. Dieser erzeugt keinen Lichtstrahl, sondern hebt Leuchtfarben bei starkem Regen, Nebel und Schneefall hervor. Dieser Scheinwerfer befindet sich allerdings noch in einer Testphase und es ist noch nicht klar, ob er dauerhaft an Bord der Hermann Rudolf Meyer bleibt und ob er in der Seenotrettung zu gebrauchen ist.

Stationierung[Bearbeiten]

Seit dem 20. Juli 1996 ist die Hermann Rudolf Meyer in Bremerhaven stationiert.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Schwesterschiffe[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]