Hermann Schreyer

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Hermann Schreyer (* 1840 in Belgern; † 1907 in Schulpforte) war ein deutscher Philologe, Dramatiker und Literaturhistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schreyer war der Sohn eines Belgener Patrimonialrichters, der 1841 nach Torgau übersiedelte und dort das Amt des Kreisrichters ausübte. Schreyer besuchte zuerst das Gymnasium in Torgau und wechselte dann auf die Fürstenschule Pforta. Nach dem Abitur studierte er an der Universität Leipzig evangelische Theologie und Philologie. 1860 wurde er im Corps Guestphalia Leipzig aktiv.[1] Als Inaktiver wechselte er an die Friedrichs-Universität Halle und die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Danach erhielt Schreyer in Pforta eine Anstellung als Lehrer. Er wurde 1870 zum Oberlehrer ernannt und 1874 zum Dr. phil. promoviert.[2] 1876 wurde er zum Gymnasialprofessor ernannt. In Pforta wirkte er über 41 Jahre bis ans Ende seines Lebens.[3]

Schreyer war Mitherausgeber einer Ausgabe von Johann Wolfgang von Goethes Werken sowie von Literaturinterpretationen über Goethe, Homer, William Shakespeare und Hartmann von der Aue. Daneben trat er selbst als Verfasser dramatischer Werke in Erscheinung.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nausikaa (1884)
  • Boris (1888)
  • Die Hochzeit des Achileus (1891)
  • William Shakespeare (1895)
  • Die Wiedertäufer in Münster (1896)
  • Die Gleichberechtigten (1897)
  • Kaiser Wilhelm der Große und des Deutschen Reiches Erneuerung (1906)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Joachim Böttcher: Schreyer, Hermann, in: Bedeutende historische Persönlichkeiten der Dübener Heide, AMF – Nr. 237, 2012, S. 92.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 148/107
  2. Dissertation: Untersuchungen über das Leben und die Dichtungen Hartann's von Aue.
  3. Kösslers Lehrerlexikon