Hermann Wilhelm Thywissen

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Hermann Wilhelm Thywissen (* 10. April 1917 in Düsseldorf; † 18. August 2008 in Neuss) war ein deutscher Unternehmer und Oberbürgermeister von Neuss.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Neusser Münsterschule und des Quirinus-Gymnasiums Neuss studierte Thywissen Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Albertina in Königsberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neben seiner Anwaltstätigkeit war er für die Ölmühle C. Thywissen tätig, deren persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer er 1953 wurde. Er war von 1946 bis 1994 Aufsichtsratsvorsitzender der RheinLand Versicherung und hatte wesentlichen Anteil am Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Thywissen war 1945 Mitbegründer der Neusser CDU. Ab 1956 war er Bürgerschaftsvertreter im Schul- und Kulturausschuss und ab 1961 Stadtverordneter im Rat der Stadt. Er war in Nachfolge von Herbert Karrenberg von 1982 bis 1984 Oberbürgermeister und nach der Verwaltungsreform von 1984 bis 1987 Bürgermeister der Stadt Neuss.

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Am 7. November 1986 verteidigte Thywissen in einer Rede zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht 1938 seinen Amtskollegen und Parteifreund Graf von Spee und sprach, dass einige mit „Verbitterung“ sähen, „wie ein ansonsten hoch angesehener und korrekter Mann bis in die Familie hinein verfolgt wurde. Damit haben sich die jüdischen Repräsentanten, die glaubten, hier ein Exempel statuieren zu müssen, […] keinen Gefallen erwiesen“. Es lebten „hier in der überwiegenden Mehrheit Christen“, deren Prinzipien „Verzeihen, Nächstenliebe und gegenseitiges Verständnis“ seien. Demgegenüber erschwere der Grundsatz „Auge um Auge und Zahn um Zahn […] ein Zusammenleben“. Diese Äußerungen zu diesem Anlass wurden als antisemitisch und geschichtsrelativierend oder -verfälschend kritisiert.

Er engagierte sich vielfach in der Stadt Neuss, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg. Thywissen war unter anderem über 33 Jahre Präsident des Neusser Bürger-Schützenvereins (1961–1992) und der Bürgergesellschaft zu Neuss (1949–1999). Neben anderen Engagements war er auch Kuratoriumsmitglied der Schule Marienberg sowie ab 1982 Mitglied des Aufsichtsrates des Neusser Zeitungsverlages. Zudem war er Beirat der Commerzbank AG für Nordrhein-Westfalen und Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie.

Thywissen war seit 1948 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Staufia Bonn im CV.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]