Hermannsdorf (Elterlein)

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Hermannsdorf
Stadt Elterlein
Koordinaten: 50° 35′ 19″ N, 12° 55′ 41″ O
Höhe: 574 m
Fläche: 12,38 km²
Einwohner: 764 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 09481
Vorwahl: 03733
Hermannsdorf (Sachsen)
Hermannsdorf

Lage von Hermannsdorf in Sachsen

St. Michaeliskirche Hermannsdorf

Hermannsdorf ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Elterlein im Erzgebirgskreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermannsdorf liegt etwa 7 Kilometer westlich von Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Die Ortslage erstreckt sich vom Tal der Zschopau im Osten etwa 3,0 Kilometer nach Westen durch das Tal eines zur Zschopau fließenden Baches hinauf.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geyer Tannenberg
Elterlein Nachbargemeinden Dörfel
Scheibenberg Schlettau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das doppelreihige Waldhufendorf Hermannsdorf wurde um 1200 vermutlich durch den namensgebenden Lokator Burggraf Hermann I. von Meißen gegründet. Die Ersterwähnung ist jedoch erst für 1495 nachweisbar.

Hermannsdorf ist Pfarrdorf. Die St. Michaelis-Kirche wurde 1542 erbaut und versorgt bis heute auch die Einwohner des benachbarten Dörfel. Bei einem Umbau 1842 wurde durch den Schönheider Karl Heinrich Poller eine neue Orgel eingebaut.[1] Von 2002 bis 2006 bestand ein Schwesternkirchverhältnis mit Tannenberg, seit 2007 besteht ein Schwesternkirchverhältnis mit Elterlein und Schwarzbach.

Am 1. Januar 1999 wurde Hermannsdorf nach Elterlein eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[3]
1548/51 42 besessene Mann, 10 Inwohner, 41 Hufen
1764 51 besessene Mann, 21 Häusler, 20½ Hufen
1834 92
1855[4] 1093
Jahr Einwohnerzahl
1871 1095
1890 1231
1910 1197
1925 1228
Jahr Einwohnerzahl
1939 1162
1946 1139
1950 1499
1964 1109
Jahr Einwohnerzahl
1990 926
1998 868
2011 784

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Hermannsdorf (2016)

Hermannsdorf ist über eine Gemeindestraße mit dem westlich gelegenen Elterlein verbunden, östlich verläuft die Staatsstraße 267 TannenbergCrottendorf.

Mit der Bahnstrecke Zwönitz–Scheibenberg hatte Hermannsdorf ab 1900 auch einen Bahnanschluss. Der Haltepunkt Hermannsdorf lag jedoch einige Kilometer westlich des Ortes in Richtung Elterlein. Nach dem teilweisen Rückbau der Strecke im Jahr 1947 als Reparationsleistung an die Sowjetunion, wurde 1966 der Eisenbahnverkehr endgültig wieder eingestellt und die noch verbliebene Reststrecke zwischen Elterlein und Scheibenberg ebenfalls zurückgebaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermannsdorf. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 4. Band. Schumann, Zwickau 1817, S. 3 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermannsdorf (Elterlein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetseite der Kirchgemeinde, abgerufen am 19. März 2015
  2. Gebietsänderungen ab 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, S. 1, abgerufen am 2. Januar 2013 (PDF; 21 kB).
  3. vgl. Hermannsdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  4. C. F. T. Rudowsky: Verzeichniß der gesammten Ortschaften des Königreichs Sachsen ... nach der Zählung am 3. Dezember 1855. Ramming, Dresden 1857, S. 26.