Rosenhammer (Weidenberg)

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Hammerherrenhaus Rosenhammer in Weidenberg

Rosenhammer ist ein Ortsteil des Marktes Weidenberg im oberfränkischen Landkreis Bayreuth, an der Warmensteinacher Straße und der Staatsstraße 2177 gelegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde der Hammer erstmals im Jahr 1421 als „bey dem untern Hammer“ genannt. 1588 wurde als Hammermeister Fritz Holl erwähnt, 1615 folgte Andreas Franck und bis 1651 besaßen ihn die von Künßberg. Zwischenzeitlich waren 1625 die von Rothenhan Hammerwerksbesitzer. Von 1670 bis 1676 war es Johann Christoph Weller und bis 1746 hatten ihn die von Lindenfels. Dann wurde der Hammer markgräflicher Besitz. Das Hammergut an der Warmen Steinach bestand aus einem Hammerwerk mit dem noch vorhandenen schlossartigen Gebäude. Verarbeitet wurde Eisenerz aus den umliegenden Eisenerzgruben, vor allem das von der nahegelegenen Platte. Dort findet man noch Spuren des einstigen Erzabbaus. Der Hammer wurde im 19. Jahrhundert aufgelassen.[1]

Denkmalschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist in Rosenhammer das ehemalige Hammerherrenhaus aus dem 16./17. Jahrhundert. Es ist ein zweigeschossiger, rechteckig-gestreckter Bau aus verputztem Brockenmauerwerk mit Walmdach, zu sehen sind noch das Wappen derer von Rothenhan und die Jahreszahl 1625. Westlich führen zwei Rundbogentüren zu den erdgeschossigen Stall- und Wirtschaftsräumen. Langseitig ist an der Hoffront ein halbrund vorspringender Treppenturm mit Zwiebelhaube und Wendeltreppe angebaut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2.
  • Heinrich Kreisel/Adam Horn: Bayerische Kunstdenkmale Stadt- und Landkreis Bayreuth. 1959, S. 136
  • Georg Rieß: Aus der Geschichte der Hammerwerke im Fichtelgebirge. In: Der Siebenstern 1952, S. 10

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz Michael Ress: Bauten, Denkmäler und Stiftungen deutscher Eisenhüttenleute. Verfasst im Auftrage des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute. Verlag Stahleisen, Düsseldorf 1960, DNB 453998070, S. 172. .

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosenhammer (Weidenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 56′ N, 11° 44′ O