Historischer Verein für Ermland

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Ermland (altpreußische Landschaften im 13. Jahrhundert)

Der Historische Verein für Ermland (HVE) (Ermland: prußisch, polnisch und lateinisch Warmia) ist eine historische Gesellschaft, die 1856 in Frauenburg (poln. Frombork) am Frischen Haff, dem Sitz der Diözese Ermland[1], gegründet wurde. Die Stadt liegt heute in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren

Der Verein wurde von Gelehrten der Braunsberger Bildungsanstalten[2] und der ermländischen Kurie gegründet, seit 1955 hat der Verein seinen Sitz in Münster i. W., der Patenstadt von Braunsberg.[3]

Langjähriger Vorsitzender des Vereins war Hans Schmauch. Im Jahr 1989 übernahm Hans-Jürgen Karp, in der Nachfolge von Brigitte Poschmann (1932–2008), den Vorsitz. Seit Herbst 2009 ist der Historiker Hans-Jürgen Bömelburg Vorsitzender des HVE.

Der Verein gibt die Monumenta historiae Warmiensis (oder Quellensammlung zur Geschichte Ermlands) und die Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands (ZGAE) heraus.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands (Digitalisate)
  • Monumenta historiae Warmiensis (oder Quellensammlung zur Geschichte Ermlands)
    • Codex diplomaticus Warmiensis (Regesten und Urkunden zur Geschichte Ermlandes)

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe auch Frauenburger Dom.
  2. Zum Lyceum Hosianum in Braunsberg und anderen Bildungseinrichtungen im Preussischen Staate, vgl. Karl Dieterici: Geschichtliche und statistische Nachrichten über die Universitäten im Preussischen Staate. Berlin 1836 (Online-Auszug)
  3. visitator-ermland.de

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karolina Lang: Identität, Heimat und Vernetzung unter dem Schirm Gottes. Die ermländische Glaubensgemeinschaft in den ersten Jahren Nachkriegsdeutschlands. In: Rainer Bendel (Hrsg.): Vertriebene finden Heimat in der Kirche. Integrationsprozesse im geteilten Deutschland nach 1945, Köln u. a. 2008 (Forschungen und Quellen zur Kirchen- und Kulturgeschichte Ostdeutschlands), S. 163–174 (Online-Auszug)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]