Holding Graz

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Holding Graz - Kommunale Dienstleistungen GmbH
Logo GRAZ AG
Rechtsform GmbH
Gründung 2010 (1960)
Sitz Andreas Hofer Platz 15, 8010 Graz
Leitung Wolfgang Malik
Mitarbeiter rd. 2.500
Umsatz 148,9676 Mio. EUR (GB 2014)[1]
Branche Infrastrukturdienstleistung
Website www.holding-graz.at
Logo der ehemaligen Graz AG

Die Holding Graz - Kommunale Dienstleistungen GmbH (früher: Grazer Stadtwerke AG bzw. Graz AG) ist eine Holdinggesellschaft, in der mehrere grazer kommunale Dienstleistungsunternehmen gebündelt sind. Die Stadt Graz ist mit 99,84 %, die GBG Gebäude- und Baumanagement

Graz GmbH mit 0,16 % an der Holding Graz beteiligt[2]. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Holding Graz gliedert ihre Geschäftsfelder in 3 Teilbereiche.

Management/Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparte Management/Beteiligungen steht unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Dipl.-Ing. Wolfgang Malik und

umfasst dabei neben den hausinternen Abteilungen und Stabsstellen auch die großen Unternehmen Flughafen Graz, Bestattung Graz, Freizeit GrazSchöckl Seilbahn, Ankünder, Citycom Telekommunikation und die Werbeagentur achtzigzehn. Sitz der Sparte „Management/Beteiligungen“ ist das Headquarter am Andreas-Hofer-Platz.

Linien/Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparte Linien/Energie steht unter der Leitung von Vorstandsdirektorin Mag.a Barbara Muhr und darin enthalten sind unter anderem 83 Straßenbahnen und 159 Autobusse, die unter dem Namen Holding Graz Linien (HGL) für mehr als 107 Millionen jährliche Fahrgäste im Einsatz sind. Parallel dazu werden in Zusammenarbeit mit dem Tochterunternehmen e-mobility Graz GmbH neue umweltfreundliche Mobilitätsformen entwickelt und mit der Energie Graz Maßnahmen für eine saubere Energieversorgung im Raum Graz erarbeitet.

Services[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparte Services unter der Leitung von Vorstandsdirektor Mag. Dr. Gert Heigl stellt mit über 12 Standorten und Stützpunkten in Graz den dritten Teilbereich dar. Der Arbeitsplatz ist die gesamte Stadt. Dabei werden die Serviceleistungen von den drei Spartenbereichen Wasserwirtschaft mit Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft mit Abfallentsorgung und -verwertung sowie Stadtraum mit Straßenerhaltung, Winterdienst und Grünraumpflege erbracht.

Geschichte des Unternehmens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960 wurde die Aktiengesellschaft Grazer Stadtwerke AG mit den Geschäftsbereichen "Verkehrsbetriebe", "Strom", "Gas", "Fernwärme" und "Wasser" gegründet. Erstmals wurde Stadtgas mittels einer eigenen Ölspaltanlage produziert. Drei Jahre später wurde die Fernwärmeversorgung für Graz aufgenommen, wobei das Fernheizkraftwerk in der Grazer Puchstraße die ersten Kunden mit Wärme versorgte.

Im Jahre 1978 wurde die Gasversorgung vom bisher verwendeten Stadtgas auf eine Direktversorgung mit Erdgas umgestellt.

1985 wurden dem Unternehmen die Geschäftsbereiche "Bestattung", "Sport-, Freizeitanlagen und Gastronomiebetriebe" eingegliedert. Im selben Jahr übernahm die Grazer Stadtwerke AG die Firma "Ankünder", die "Steiermärkische Ankündigungsgesellschaft m.b.H.".

1990 nimmt das Umspannwerk "Keplerbrücke" seinen Betrieb auf.

1993 gründet die Grazer Stadtwerke AG die "Freizeitbetriebe der Grazer Stadtwerke GmbH" und betreibt das Freizeitzentrum Eggenberg, ein Frei- und Hallenbad. Im selben Jahr wird erstmals Trinkwasser aus dem südlichen Hochschwab bei Friesach in das Grazer Wassernetz eingespeist.

Im Jahre 1997 wurde der Bereich "Sport-, Freizeitanlagen und Gastronomiebetriebe" in die "Freizeitbetriebe der Grazer Stadtwerke GmbH" eingebracht. Im selben Jahr werden "Bestattung der Grazer Stadtwerke GmbH", die "Citycom Telekommunikation GmbH", die "Grazer Energieagentur GmbH" und die "Citykom Austria Telekommunikation GmbH" eingegliedert.

1998 wird das Profitcenter "WDS Wärmedirektservice" zur Aufnahme in die "Energieanlagen-Planung und Service GmbH" abgespaltet und in "WDS Wärmedirektservice der Grazer Stadtwerke GmbH" umbenannt. Nach einer Bauzeit von 3 Jahren wird der neue Hochbehälter Rosenberg in Betrieb gesetzt. Die Speicherquote steigt dadurch von 45 auf 70 Prozent des durchschnittlichen täglichen Wasserbedarfes.

1999 feiert die elektrische Straßenbahn in Graz ihr 100-jähriges Jubiläum. Weiters wurde das Stromverteilnetz mit der Bereinigung der alten dreistufigen Struktur (20 kV, 10 kV, 380 V) auf zwei Spannungsebenen (20 kV, 400 V) auf modernen Standard gebracht. Mit der STEWEAG wurde, als Vorbereitung auf die Liberalisierung am Strommarkt, eine Vertriebspartnerschaft für Strom gegründet.

Durch die Liberalisierung des Strommarktes ab 1. Oktober 2001 wurden die Rahmenbedingungen für den Bereich Strom neu festgesetzt. Nach 2-jähriger Bauzeit wurde in der Kärntnerstraße die neue GVB-Autobuswerkstätte mit Waschstraße eröffnet. Im selben Jahr wurde auch "das Bad zur Sonne" in den Bäderbetrieb der "Grazer Freizeitbetriebe" aufgenommen.

Im Jahre 2002 wurde die Wasserdienstleistungsgesellschaft "Styrian Aqua Service GmbH" als Tochtergesellschaft der "Grazer Stadtwerke AG" gegründet. Vorausblickend auf die bevorstehende Abspaltung der Energiebereiche in die "Energie Graz GmbH" wurde die "Grazer Stadtwerke Energie Holding" gegründet. Die Abspaltung der Bereiche Strom, Erdgas und Fernwärme in die "Energie Graz GmbH" erfolgte am 1. August 2002. Durch die Abspaltung veränderte sich die Eigentümerstruktur dahin gehend, dass seither die Stadtgemeinde Graz 99,84 % und die "Grazer Bau- und Grünlandsicherungsgesellschaft" 0,16 % der Aktien hält.

Im Jahre 2004 erwarb die "Grazer Stadtwerke AG" den Flughafen Graz. Das Unternehmen wurde neu strukturiert und in folgende 5 Kernkompetenzen aufgeteilt.

  • Verkehr
  • Ökoservice
  • Energie
  • Kommunikation & Werbung
  • Kommunale Services

Am 21. Mai 2008 wurde die "Grazer Stadtwerke AG" in GRAZ AG - Stadtwerke für kommunale Dienste umbenannt. Bereits im Juni 2009 beschloss die Hauptversammlung die Graz AG in eine GmbH umzuwandeln. Seit 30. Oktober 2010 nennt sich das Unternehmen daher Holding Graz.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Holding Graz: Geschäftsbericht 2014
  2. Holding Graz - Geschäftsbericht 2014. In: www.holding-graz.at. Abgerufen am 31. März 2016.
  3. Chronik der Holding Graz