Horburg-Maßlau

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Horburg-Maßlau
Stadt Leuna
Wappen von Horburg-Maßlau
Koordinaten: 51° 21′ 57″ N, 12° 10′ 21″ O
Höhe: 90 m ü. NN
Fläche: 3,97 km²
Einwohner: 537 (30. Jun. 2017)
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2009
Postleitzahl: 06237
Vorwahl: 034204
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Über dieses Bild
Lage von Horburg-Maßlau in Leuna
Kirche in Horburg

Horburg-Maßlau ist ein Ortsteil der Stadt Leuna im Saalekreis in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luppe bei Horburg

Horburg-Maßlau liegt zwischen Merseburg und Leipzig. Im Osten grenzt der Ortsteil an den Ortsteil Dölzig der Stadt Schkeuditz im Landkreis Nordsachsen.

Die Orte Horburg und Maßlau sind durch den Fluss Luppe getrennt. Im Norden fließt die Weiße Elster. Südlich von Horburg fließt der Augraben, ein ehemaliger Nebenarm des Zschampert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1124 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Horburgs. Der Ort gehörte wie Maßlau bis 1815 zum hochstiftlich-merseburgischen Amt Schkeuditz, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte.[1] Die Kirche in Horburg brannte am 22. November 1773 durch Unachtsamkeit bei der Benutzung eines halbfertigen Backofens nieder.

Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurden Horburg und Maßlau mit dem Westteil des Amts Schkeuditz im Jahr 1815 an Preußen abgetreten. Bei der politischen Neuordnung Preußens wurden sie 1816 dem Kreis Merseburg[2] im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1952 gehörten. Am 1. Juli 1950 wurde Maßlau nach Horburg eingemeindet.[3] Bei der Kreisreform in der DDR wurde Horburg mit Maßlau im Jahr 1952 dem Kreis Merseburg im Bezirk Halle zugeteilt, der 1994 im Landkreis Merseburg-Querfurt und 2007 zum Saalekreis kam.

Am 1. Oktober 1965 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Horburg und Maßlau nach Kötschlitz eingemeindet. Am 6. Mai 1990 wurden sie als Gemeinde Horburg-Maßlau wieder in die Selbstständigkeit entlassen.[4] Zum 31. Dezember 2009 erfolgte die Eingemeindung nach Leuna.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung „In Blau über einer silbernen, schwarz gefugten, gezinnten Burg mit offenem Tor und zwei gezinnten Türmen mit je einer blauen Fensteröffnung eine silberne Lilie.“

Die Farben Horburg-Maßlaus sind Weiß-Blau.

Horburg-Maßlau führt eine Flagge. Diese ist blau-weiß-blau gestreift und mittig mit dem Wappen belegt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Horburger Zwiebelmarkt findet jedes Jahr Anfang September statt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Horburg verläuft die Bundesstraße 181 von Merseburg nach Leipzig, unmittelbar östlich von Maßlau die Bundesautobahn 9. Die nächste Anschlussstelle Leipzig-West auf die A 9 ist von Horburg gut 3 km entfernt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Horburger Madonna aus dem 13. Jahrhundert wird dem Naumburger Meister zugeschrieben.[5] Sie war der Grund, dass Horburg bis zur Reformationszeit Wallfahrtsort war.

Horburg liegt am Ökumenischen Pilgerweg und der Salzstraße.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Horburg-Maßlau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 84 f.
  2. Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Maßlau auf gov.genealogy.net
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. Freundeskreis Horburger Madonna e.V.