Leuna

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Leuna in Sachsen-Anhalt. Zum synthetischen Benzin der Marke Leuna, hergestellt von der I. G. Farben und vertrieben durch die Deutsche Gasolin siehe: Gasolin/Produkte.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Leuna
Leuna
Deutschlandkarte, Position der Stadt Leuna hervorgehoben
Koordinaten: 51° 19′ N, 12° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Saalekreis
Höhe: 99 m ü. NHN
Fläche: 87,71 km2
Einwohner: 13.832 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 158 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06237
Vorwahlen: 034204, 03461, 03462, 034638, 034639, 034446, 03638
Kfz-Kennzeichen: SK, MER, MQ, QFT
Gemeindeschlüssel: 15 0 88 205
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 1
06237 Leuna
Webpräsenz: leuna-stadt.de
Bürgermeisterin: Dietlind Hagenau (parteilos)
Lage der Stadt Leuna im Saalekreis
Sachsen Thüringen Burgenlandkreis Halle (Saale) Landkreis Anhalt-Bitterfeld Landkreis Mansfeld-Südharz Salzlandkreis Bad Dürrenberg Bad Lauchstädt Barnstädt Braunsbedra Farnstädt Kabelsketal Landsberg (Saalekreis) Leuna Wettin-Löbejün Merseburg Mücheln (Geiseltal) Nemsdorf-Göhrendorf Obhausen Petersberg (Saalekreis) Querfurt Salzatal Schkopau Schraplau Steigra TeutschenthalKarte
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Leuna ist eine Stadt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Bekannt ist der Ort vor allem durch seine Chemieindustrie.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Leuna liegt an der Saale, 5 km südlich von Merseburg sowie 20 km südlich von Halle (Saale) und 30 km westlich von Leipzig.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leuna grenzt im Norden an Schkopau, im Osten an Schkeuditz in Nordsachsen, im Süden an Markranstädt im Landkreis Leipzig, Bad Dürrenberg und Weißenfels im Burgenlandkreis, Braunsbedra im Westen und Merseburg im Nordwesten.

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaft Fläche
km²
Einwohner Ortsteile
Friedensdorf Günthersdorf Horburg-Maßlau Kötschlitz Kötzschau Kreypau Rodden Spergau Zöschen Zweimen Leuna SaalekreisDistricts of Leuna.svg
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Die Ortschaften von Leuna
(anklickbare Karte)
Friedensdorf 3,29 311 Friedensdorf
Günthersdorf 3,29 1245 Günthersdorf
Horburg-Maßlau 3,97 543 Horburg und Maßlau
Kötschlitz 5,40 927 Kötschlitz, Möritzsch und Zschöchergen
Kötzschau 16,77 331 Kötzschau, Rampitz, Schladebach, Thalschütz und Witzschersdorf
Kreypau 12,38 331 Kreypau, Wölkau und Wüsteneutzsch
Leuna 12,68 8289 Daspig, Göhlitzsch, Kröllwitz, Leuna, Ockendorf, Rössen
Rodden 3,61 248 Rodden und Pissen
Spergau 10,80 1119 Spergau
Zöschen 7,20 1004 Zöschen und Zscherneddel
Zweimen 7,31 305 Dölkau, Göhren und Zweimen
Leuna 86,70 14653  

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember 2008

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leuna-Benzin-Logo der Deutschen Gasolin AG

Das sich im Norden der Stadt befindliche Dorf Leuna war Namensgeber für die Stadt. Dieses gehörte wie seine Nachbarorte Ockendorf, Rössen und Göhlitzsch bis 1815 zum hochstiftlich-merseburgischen Amt Merseburg, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte.[2] Kröllwitz und Daspig waren stiftmerseburgische Lehen, die als Exklaven im Amt Merseburg in das kursächsische Amt Weißenfels (Burgwerbener Gerichtsstuhl)[3] schriftsässig waren.[4] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen die Dörfer Leuna, Ockendorf, Rössen, Göhlitzsch, Daspig und Kröllwitz im Jahr 1815 zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Merseburg[5] im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt.

1917 wurde durch Zusammenschluss der Landgemeinden Leuna-Ockendorf, Rössen, Göhlitzsch, Daspig und Kröllwitz ein Zweckverband gebildet, am 1. Juli 1930 die Großgemeinde Leuna.[6] In Leuna befand sich seit 1917 mit dem Ammoniakwerk Merseburg, den Leunawerken der BASF, seit 1926 der I.G. Farben, das größte Hydrierwerk Deutschlands. Die Anlage erzeugte aus Kohle Leuna-Benzin und deckte unter anderem einen Teil des Treibstoffbedarfs der Wehrmacht und war Quelle des Flugbenzins für die Luftwaffe.

Die Leunawerke hatten Ende 1944 eine Belegschaft von 27.000, davon 16.500 ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene.[7] Von den heftigen Luftangriffen auf die benachbarten Leunawerke ab 12. Mai 1944 bis 5. April 1945 war auch die Stadt Leuna regelmäßig betroffen. Es gab in Leuna-Ort drei Hochbunker (20 m hoch), zwei Flachbunker, weitere kleinere Bunker und im Saale-Hang zwei Luftschutzstollen für "Fremdarbeiter".

"Es gab kaum Wohnungen, Straßen, Plätze und öffentliche Gebäude, die nicht von der Zerstörung betroffen waren".[8] Die Zerstörungsbilanz für Leuna-Ort bei Kriegsende: 525 Wohnungen waren völlig zerstört, 453 schwer beschädigt, 1467 mäßig bis leichter beschädigt. Die Infrastruktur (Straßen, Abwasser, Elektroenergie-, Gas- und Wasserversorgung, Straßenbahn- und Eisenbahnnetz) war weitgehend zerstört. Ein Wiederaufbauamt der Stadt organisierte Enttrümmerung und Baumaßnahmen. 80.000 Kubikmeter Trümmer mussten beseitigt werden.[9]

Am 1. November 1945 erhielt Leuna das Stadtrecht.

Der heutige Ortsteil Ockendorf ist germanischen Ursprungs und feierte 1999 sein 1100-jähriges Bestehen. In Ockendorf selbst befindet sich die barocke Gnadenkirche. Sie wurde um 1710–1714 erbaut und gilt als wahres Kleinod unter den Kirchen der Stadt.[10]

1936 wurde die Saale bei Leuna begradigt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der flächendeckenden Einführung von Einheitsgemeinden in Sachsen-Anhalt wurde die Verwaltungsgemeinschaft Leuna-Kötzschau gegründet, um die Eingemeindung nach Merseburg zu vermeiden. Am 31. Dezember 2009 wurde die Einheitsgemeinde Leuna aus den bisher selbständigen Gemeinden Friedensdorf, Günthersdorf, Horburg-Maßlau, Kötschlitz, Kötzschau, Stadt Leuna, Kreypau, Rodden, Spergau, Zöschen und Zweimen gebildet.[11] Die Einwohnerzahl Leunas hat sich dadurch mehr als verdoppelt, die Fläche hat sich versechsfacht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Der Stadtrat besteht seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aus 28 Ratsmitgliedern und der Bürgermeisterin.

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 10 Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 5 Sitze
Die Linke 5 Sitze
Freie Demokratische Partei (FDP) 1 Sitz
STATT Partei 2 Sitze
Bündnis für Leuna (BfL) 5 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2015 wurde Dietlind Hagenau mit 73 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Stadt Leuna

Blasonierung: „In Silber über einer mit einer silbernen Pflugschar belegten schwarzgefugten grünen Mauer ein schwarzgefugter roter Schornstein, begleitet pfahlweise von je drei sechsstrahligen grünen Sternen.“

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist grün-silber (weiß) längsgestreift mit aufgelegtem Wappen in der Mitte.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wesseling aus Nordrhein-Westfalen ist die Partnerstadt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gnadenkirche

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der "Gartenstadt Leuna" entstanden bis Ende der 1930er Jahre: 102 Arbeiterhäuser, 153 Meisterhäuser, 165 Angestelltenhäuser und 102 Beamtenhäuser.[13]

Gnadenkirche zu Leuna

In Ockendorf befindet sich die barocke Gnadenkirche. Sie wurde von 1710 bis 1714 erbaut und gilt als wahres Kleinod unter den Kirchen der Stadt Leuna.

Rathaus

Altes Postgebäude

Kulturhaus Leuna

Kulturhaus Leuna
Friedenskirche

Erbaut 1927/28 von der BASF als Gesellschaftshaus der Ammoniakwerke Merseburg GmbH erlitt das Haus im April 1945 schwere Beschädigungen.

Mit seiner Wiedereröffnung im Jahre 1946 als "Klubhaus der Werktätigen" bot es der Belegschaft des VEB Leuna-Werke vielfältige Möglichkeiten für kulturellen Aktivitäten. Seit Mitte 1998 trägt das Haus den Namen cCe Kulturhaus Leuna.

Handwerkersiedlung Leuna-Nord, eine Arbeitersiedlung

Kurz vor der nördlichen Stadtgrenze liegt an der Ausfallstraße in Richtung Merseburg die Handwerkersiedlung. Sie ist begrenzt von den Straßen „Industrietor“ und „Leunatorstraße“, welche durch ihre Namensgebung die unmittelbare räumliche Nähe zum Werk und ihre Entstehung durch die Industrie wiedergeben. Die Straßen innerhalb der Siedlung tragen sämtlich Namen von handwerklichen Gewerken, die zu ihrer Entstehung beigetragen haben.

Die „Handwerkersiedlung Leuna-Nord“ ist eine typische Arbeitersiedlung aus den 1920er Jahren. Sie wurde zum größten Teil von privaten Bauherren in Reihenbauweise nach einem Konzept von Karl Barth, dem Architekten der Gartenstadt Leuna, errichtet. Bauherren mit wenig Eigenkapital konnten hier die Baukosten durch das Erbringen von Eigenleistungen senken. Nur hier in der Handwerkersiedlung konnte Karl Barth sein Gartenstadtkonzept ungehindert umsetzen. So entstand durch die private Initiative der Bauherren eine dicht gestreute Vielfalt an kleinen Krämerläden und Handwerksbetrieben auf engstem Raum. Hier waren die meisten selbstständigen Einzelhändler Leunas ansässig. Dieser kleine Ortsteil ist immer der Bereich der Stadt gewesen, in dem private Initiative und Selbständigkeit kleiner Unternehmen und Betriebe den Vorrang hatte und genau das gibt der Siedlung auch heute noch ihren spröden Charme, der durch die Enge ihrer sehr schmalen Straßen verstärkt wirkt. Auch in heutiger Zeit strahlt diese Siedlung etwas von ihrer Ursprünglichkeit aus und unterscheidet sich damit durch ihre einfache Individualität wohltuend von der größeren „Gartenstadt-Siedlung Neu-Rössen“.

Im Norden der Stadt lag vor der Industrialisierung das kleine Dorf Leuna, das in Teilen noch im Ortsteil Leuna-Ockendorf existiert. Nach ihm wurde zunächst der Zweckverband und schließlich die Stadt Leuna benannt.

Neu-Rössen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nikolaikirche in Rössen
Katholische Christkönigskirche in Leuna
Gesundheitszentrum in Neu-Rössen

Oberhalb des Saaleufers befindet sich das Villen-Viertel der Stadt Leuna in der in den 1920er-Jahren gebauten Gartenstadt-Siedlung Neu-Rössen. In dieser Gegend wohnen noch bis heute Doktoren und Direktoren. Das Zentrum des Viertels ist die evangelische Friedenskirche.

Die katholische Kirche Christkönig steht südlich der evangelischen am Saaleufer. Sie wurde von 1929 bis 1930 erbaut. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, bei der Restaurierung erhielt die Kirche eine neue Deckenkonstruktion.

Unweit von der Friedenskirche befindet sich die „Sekundarschule August Bebel“. Diese Schule wurde um 1920 erbaut. In den 1930er-Jahren wurde diese am Südflügel des Hauses um weitere 4 Räume erweitert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die heutige Turnhalle, ehemals Schulschwimmhalle, von einer Fliegerbombe getroffen. Am Hintereingang der Turnhalle sind leichte Merkmale der Barockbaukunst zu erkennen. Die Schule wurde um 2001 aufwändig restauriert und modernisiert. Allerdings waren von diesen Bauarbeiten nur der gesamte Südflügel, der Schulhof und die Turnhalle betroffen. Der Nordflügel, in dem bis zum Jahr 2006 die fünften und sechsten Klassen untergebracht waren, verfällt allmählich und steht derzeit leer.

Nach Norden gelangt man in den alten, bäuerlich geprägten Ortsteil Rössen mit der romanischen Nikolaikirche. Die Wehrkirche wurde in den 1970er Jahren zugunsten der größeren Friedenskirche aufgegeben und verfiel. 2004 wurde die Ruine gesichert, so dass dort auch wieder Gottesdienste stattfinden konnten.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Chemiewerker" von Heinz Beberniß im Plastik-Park

Weitere Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl in den schon länger zu Leuna gehörenden Ortsteilen gibt es ältere Kirchen als auch in den 2009 eingemeindeten Dörfern.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grabstätten auf dem Stadtfriedhof für 141 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern, die während des Zweiten Weltkrieges nach Leuna verschleppt und im IG Farben-Konzern Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Denkmal der Märzgefallenen zur Erinnerung an die in den Märzkämpfen von 1921 gefallenen Arbeiter der Leuna-Werke in Kröllwitz
  • Kriegerdenkmal Leuna

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ortsteil Rössen wurde ein Gräberfeld aus der Jungsteinzeit entdeckt, nach dem die Rössener Kultur benannt worden ist.
  • In Leuna wurde ein Bestattungsplatz der spätkaiserzeitlichen Haßleben-Leuna-Gruppe aus dem 3. bis 4. Jahrhundert nach Christus gefunden. Unter den Beigaben der teils reich ausgestatteten Bestattungen befinden sich Importe aus dem Römischen Reich (Bronzegeschirr, Glas, Goldmünzen etc.), aber auch einheimische Produkte.

Museum zur Eisenbahngeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupttorplatz mit Straßenbahnhaltestelle
Eisenbahnbrücke über die Saale
Stillgelegter Bhf Leuna, dahinter Linde

Auf dem Gebiet der Stadt Leuna befinden sich die Haltepunkte Leuna Werke Nord und Leuna Werke Süd an der 1846 eröffneten Bahnstrecke Halle–Bebra, von denen ein direkter Zugang zur Stadt jedoch nicht möglich ist.

Bis 1998 verkehrten am Bahnhof Leuna Züge der Bahnstrecke Merseburg–Leipzig; der Verkehr wurde jedoch am 23. Mai 1998 eingestellt und somit der Bahnhof Leuna nicht mehr bedient. Die zugehörige Eisenbahnbrücke über die Saale kann von Fußgängern und Radfahrern zum Überqueren des Flusses genutzt werden. Eine weitere Querungsmöglichkeit für Fußgänger ist die Brücke am Freibad. Schließlich gab es noch in Göhlitzsch eine Fähre über die Saale nach Kreypau.

Leuna besitzt keine Autobrücke über die Saale, die nächsten Querungsmöglichkeiten befinden sich flussaufwärts in Bad Dürrenberg und flussabwärts in Merseburg, beides im Abstand von ca. 5 bis 6 km.

Zudem verfügt Leuna über einen Straßenbahnanschluss an der Linie 5 der HAVAG (Straßenbahnstrecke Halle-Ammendorf–Bad Dürrenberg).

Südlich von Leuna verläuft die Bundesautobahn 38 mit der Anschlussstelle 26 Leuna. Westlich neben den Leunawerken befindet sich die Bundesstraße 91, welche Halle (Saale), Merseburg, Leuna, Weißenfels sowie Zeitz miteinander verbindet.

Chemische Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leuna Werke – Haupttor

In Leuna befinden sich die Leuna-Werke, einer der größten Standorte der chemischen Industrie in Deutschland.

Ansässige Unternehmen und Forschungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Chemiestandort sind eine Vielzahl von Unternehmen vertreten, es gibt einen ausgeprägten stofflichen und energetischen Verbund zwischen den ansässigen Firmen. Die Vorhaltung der infrastrukturellen Einrichtungen erfolgt durch die InfraLeuna GmbH, die Standort-Servicegesellschaft. Sie versorgt den Standort Leuna mit Wasser (Brauchwasser und Trinkwasser), sowie die Stadt Leuna mit Trinkwasser aus dem eigenen Wasserwerk im Ortsteil Daspig, Dampf (HDD, MDD und NDD), Abwasserentsorgung und andere Dienstleistungen wie z. B. Werkschutz und Werkfeuerwehr.

Unternehmen am Standort sind unter anderem:

Total, Addinol, BASF Leuna GmbH, Linde AG, Cri Katalyst, Leuna Tenside, Domo, Dow, Innospec, Momentive, Rohde, Wepa Leuna, Weber Rohrleitungsbau,Wisag, TÜV NORD MPA, Land- und Forstgüter Höhe 18, Leuna Harze.

Seit Februar 2012 hat das Spitzencluster Bioeconomy seinen Sitz in Leuna. Im Oktober 2012 eröffnete Bundeskanzlerin Merkel das neue Fraunhofer-Zentrum für chemisch-biotechnologische Prozesse CBP, das Teil des Spitzenclusters ist.[14] [15]

Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie betreibt in Leuna ihr chemisches und analytisches Laboratorium seit 1993.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bildungsakademie Leuna

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sebastian Kranich: Erst auf Christus hören, dann auf die Genossen. Bausoldatenbriefe: Merseburg, Wolfen, Welzow 1988/89, Projekte-Verlag 188, Halle 2006. ISBN 3-86634-125-3.
  • Jana Lehmann und Marion Schatz: Leuna. Arbeitswelten zwischen Wiederaufbau und Wendezeit 1945-1990 (Reihe Arbeitswelten), Sutton 2006. ISBN 978-3-89702-650-6.
  • Jana Lehmann und Marion Schatz: Leuna. Leben zwischen Werk und Gartenstadt 1916-1945 (Reihe Arbeitswelten), Sutton-Verlag Erfurt, 2004. ISBN 3-89702-650-3.
  • Jürgen Dassler: Leuna – Metamorphosen eines Chemiewerkes. Verlag Janos Stekovics, 1997, ISBN 3-929330-99-7.
  • Rainer Karlsch: Leuna - 100 Jahre Chemie. Verlag Janos Stekovics, 2016, ISBN 978-3-89923-355-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leuna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0;S. 84 f.
  3. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0;S. 36 f.
  4. Geographie für alle Stände, S. 377
  5. Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Leuna auf gov.genealogy.net
  7. Martin Pabst: Die Luftangriffe auf Leuna und Merseburg am Ende des Zweiten Weltkrieges. Cuxhaven 1995. Neuauflage Leuna, 2009
  8. Jana Lehmann und Marion Schatz: Leuna - Leben zwischen Werk und Gartenstadt 1916-1945. Sutton 2004
  9. Heinz Rehmann: Die angloamerikanischen Bombenangriffe während des II. Weltkrieges auf Ziele im Raum Merseburg. In: Merseburger Beiträge zur Geschichte der chemischen Industrie Mitteldeutschlands. Hrsg. Sachzeugen der Chemischen Industrie. Merseburg 2002. S. 26–27
  10. Hintergrundinfos zu Leuna-Ockendorf
  11. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  12. https://www.supersonntag-web.de/wisl_s-cms/_supersonntag/7244/Merseburg/26285/Buergermeisterwahl__In_Merseburg__Leuna_und_Braunsbedra_stehen_die_Sieger_fest.html
  13. Festschrift 50 Jahre Leuna. Leuna 1995
  14. http://www.cleanthinking.de/bioeconomy-merkel-eroffnet-neues-fraunhofer-zentrum-in-leuna/30412/
  15. http://www.cbp.fraunhofer.de/ Fraunhofer CBP