Horst Haider Munske

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Horst Haider Munske (* 5. Mai 1935 in Görlitz) ist ein deutscher Sprachwissenschaftler und emeritierter Professor für Germanische und Deutsche Sprachwissenschaft und Mundartkunde. Er lebt und arbeitet in Erlangen und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Vereins Deutsche Sprache.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1941 wurde Horst Haider Munske in Boxberg/Oberlausitz eingeschult. Bis 1945 besuchte er die Schule in Blankenhain und danach in Wuppertal-Barmen, wo er 1955 das Abitur ablegte. Danach, von 1955 bis 1956, studierte Munske Germanistik, Nordistik, Philosophie, Anglistik, Allgemeine Sprachwissenschaft und Keltologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1956 wechselte er an die Freie Universität Berlin und studierte von 1957 bis 1962 an der Philipps-Universität Marburg. Von 1957 bis 1962 arbeitete er als studentische Hilfskraft am DFG-Projekt „Schlesisches Wörterbuch“ bei Walther Mitzka und am Forschungsinstitut für deutsche Sprache „Deutscher Sprachatlas“ bei Ludwig Erich Schmitt. 1962 promovierte Munske in Marburg mit einer Dissertation über „Das Suffix -inga/-unga in den germanischen Sprachen“ zum Dr. phil.

Wissenschaftler, Forscher und Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1962 bis 1963 war Munske Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für deutsche Sprache „Deutscher Sprachatlas“. Anschließend unterrichtete er bis 1965 als Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Uppsala in Schweden.

Dann erhielt er von 1965 bis 1969 ein Habilitandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und war von 1969 bis 1970 Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Germanische Sprachen und Literaturen der Universität Marburg. 1970 habilitierte Munske sich mit einer Arbeit über den „germanischen Rechtswortschatz im Bereich der Missetaten“ und wurde zum beamteten Dozenten ernannt. 1971 wurde er an der Universität Marburg zum Professor (C-2) ernannt, wo er von 1972 bis 1973 Dekan des Fachbereichs „Allgemeine und Germanistische Linguistik und Philologie“ war.

1975 wurde er auf den Lehrstuhl für „Germanische und Deutsche Sprachwissenschaft und Mundartkunde“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berufen, wo er von 1982 bis 1986 Prodekan und Dekan der Philosophischen Fakultät II (Sprach- und Literaturwissenschaften) war. 2002 gründete er das „Interdisziplinäre Zentrum für Dialektforschung“ (IZD) an der Universität Erlangen-Nürnberg und ist dessen Vorstandssprecher.

Munskes wissenschaftliche Arbeiten reichen von der germanischen und deutschen Sprachgeschichte einschließlich Frisistik, z. B. der germanischen Rechtssprache bis zur Orthographie, Lexikologie und modernen Dialektologie. Jüngste von Munske herausgegebene Werke sind das „Handbuch des Friesischen“ (2001), „Historische Wortbildung des Deutschen“ (2002), „Sprachatlas von Mittelfranken“ (2002 ff.) und „Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen“ (2004).

2004 wurde Munske emeritiert. Seitdem arbeitet er im Institut für Germanistik weiter, u. a. am „Sprachatlas von Mittelfranken“.

Der Rechtschreibreformer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit Munskes gehören seit 1984 die Orthographie und die Rechtschreibreform. Er wurde zunächst Wissenschaftlicher Rat des Instituts für deutsche Sprache (IdS), Mannheim, und gehörte ab 1987 der Kommission für Rechtschreibfragen des IdS an (vgl. den Sammelband: „Orthographie als Sprachkultur“, 1997). Munske war zuständig für die Fremdwortschreibung, später für die Groß- und Kleinschreibung.

Von 1986 bis 1996 war Munske auch Mitglied des Internationalen Arbeitskreises für Orthographie und 1997 der neuen zwölfköpfigen Zwischenstaatlichen Kommission für die deutsche Rechtschreibung mit sechs deutschen, drei Schweizer und drei österreichischen Fachleuten. Etliche Streitgespräche mit Karl Korn von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und bei einer Frühjahrstagung der Studiengruppe „Geschriebene Sprache“ (Bad Homburg, 11. bis 13. Mai 1989) mit dessen Nachfolger Kurt Reumann von der FAZ[2] bewegten Munske zum vertieften Nachdenken über die Gründe des Widerstandes. Je mehr Munske sich mit der Problematik befasste, desto kritischer wurde er gegenüber allen reformerischen Eingriffen in die traditionelle Schreibung. Allmählich verlor Munske den Glauben an die Reformierbarkeit der Rechtschreibung. Dies zeigte sich erstmals 1993 in seinem Aufsatz „Läßt sich die deutsche Orthographie überhaupt reformieren?“

Deutlicher zeigte sich Munskes Umdenken in seinem Sammelband „Orthographie als Sprachkultur“ (Juli 1997) und in seinem Aufsatz: „Wie wesentlich ist die Rechtschreibreform?“ in seinem Sammelband „Die Rechtschreibreform. Pro und Kontra“, Herbst 1997. Mit diesem Band versuchte Munske, gegen die von ihm beklagte Geheimhaltung, Zensur und Desinformation der Kultusminister und Reformer anzugehen.

Kritiker der Rechtschreibreform und Sprachpfleger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Munske wurde über die Fachkreise hinaus bekannt, als er im September 1997 unter Protest aus der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung austrat.[3]

Als prominenter Augen- und Ohrenzeuge des Entstehens der Rechtschreibreform begründete Munske gegenüber dem „Spiegel“ seinen Austritt, er habe immer nur eine behutsame „Sprachpflege“ gewollt. Er verurteilte die „Sprachplanung“, die im „Vereinfachungswahn“ der Reformer und Kultusminister wurzele. Die „Überrumpelungsaktion“ der Kultusminister lehnte er ab.[4] Bei diesem Wahn handele es sich um den Irrglauben, dass die Orthographie das „Herrschaftsinstrument“ [5] einer „elitären Bildungsschicht“ sei und dass sich die Orthographie zugunsten einer „Unterschicht“ so verändern lasse, dass diese „elitäre Bildungshürde“ abgebaut werde, so dass Rechtschreibschwache weniger Fehler machten. Den Nürnberger Nachrichten sagte Munske: „Was ich nicht für richtig halte, will ich nicht mitverantworten.“ [6]

In seiner Haltung bestärkt wurde Munske während der zweiten Nürnberger Autorengespräche im Oktober 1997 durch den Vortrag des Linguisten Harald Weinrich über „Verantwortung für die Sprache“. Damit bestätigte Weinrich die Notwendigkeit des Austritts Munskes aus der Kommission für die deutsche Rechtschreibung.

Munske konnte es auch nicht beruhigen, dass die Kultusminister anfangs erklärten, es ginge nur um die Rechtschreibung in den Schulen und Behörden. Im Übrigen könne jeder schreiben, wie er wolle. Das Bundesverfassungsgericht war dieser Meinung der Kultusminister gefolgt und hatte am 14. Juli 1998 erklärt, dass außerhalb der Schulen jeder so weiterschreiben könne wie bisher. Dagegen wandte Munske ein, dass die Rechtschreibung zwar der Besitz der gesamten Sprachgemeinschaft, aber die Schulorthographie dennoch über deren Köpfe hinweg beschlossen worden sei, dass die Schulschreibung als Trojanisches Pferd für eine allgemeine Rechtschreibreform diene, aber dass sich z. B. Verlage dennoch der Reform verweigern könnten und somit die Einheit der Orthographie zerstört werden könne.[7]

Wie der Duden-Chef Günther Drosdowski gehört Munske damit zu den Reformern, die sich von ihrem Projekt lossagten und als Insider vor einem weiteren Betreiben der Rechtschreibreform öffentlich warnten. Seit September 1997 nahm Munske in zahlreichen publizistischen Beiträgen gegen die Schreibreform der Kultusminister, die „angebliche Rechtschreibreform“ (so Munske), Stellung. Er kommentierte u. a. den Widerstand der Schriftsteller und Sprachprofessoren, den schleswig-holsteinischen Volksentscheid gegen die Reform, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, die Berichte der Rechtschreibkommission und die Pressemitteilungen der KMK, aber ohne dass die Kultusminister seine Warnungen ernst nahmen.

Munske gehörte – zusammen mit dem im Februar 1998 ebenfalls aus der Reformkommission ausgetretenen Peter Eisenberg – als ehemaliger Rechtschreibreformer zu den führenden Köpfen von rund 600 Sprachprofessoren, die im April/Mai 1998 das Bundesverfassungsgericht mit einer Resolution vor der Rechtschreibreform warnten. In Erinnerung an Harald Weinrich schrieb Munske: „Verantwortung für die Sprache wird zur öffentlichen Aufgabe, wenn die Sprache bedroht ist.“ Weil Schweigen fälschlich als Zustimmung gelten könne, hätten sich die Sprach- und Literaturwissenschaftler zu Wort gemeldet. Staatliche Sprachregelungen gebe es nur in Diktaturen, in denen man versuche, mit dem Mittel der Zensur Meinungen zu unterdrücken und eine bestimmte Wortwahl zu verlangen, z. B. den Hitler-Gruß: „Heil Hitler“. Schon dessen Vermeidung habe als subversiv gegolten. Die Sprache dürfe nicht wie im Dritten Reich und in der DDR zum Gegenstand politischer Reglementierung gemacht werden.[8][9] Dennoch stieß der bayerische Sprachprofessor Munske auch beim bayerischen Kultusminister Hans Zehetmair, einem der Hauptbetreiber der Rechtschreibreform, der die Reform 1996 vorzeitig eingeführt hatte, auf taube Ohren.[10] Im Jahre 2000 berichtete Munske in seinem Aufsatz „Von der Amtshilfe zum Protest“ ausführlich über seinen Weg vom Reformer zum Reformkritiker und über die Fehler der Reformer und der Kultusbürokratie.[11]

Im Jahr darauf empfahl Munske den Lehrern: „Alles Rotgedruckte ist falsch! Man vermeide die roten Giftpilze im Duden!“ [12]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lexikologie und Wortbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Suffix -inga/-unga in den germanischen Sprachen. Seine Erscheinungsweise, Funktion und Entwicklung, dargestellt an den appellativen Ableitungen. Dissertation vom 18. Juni 1962, Universität Marburg, Phil. Fakultät, Marburg: Elwert, 1964, XI, 159 S. (Marburger Beiträge zur Germanistik; Bd. 6)
  • Der germanische Rechtswortschatz im Bereich der Missetaten. Philologische und sprachgeographische Untersuchungen. I. Die Terminologie der älteren westgermanischen Rechtsquellen (Habilitationsschrift 1970). Berlin, New York: de Gruyter, 1973, XI, 335 S. (Studia Linguistica Germanica 8/1).
  • (Hrsg. mit Peter von Polenz /Oskar Reichmann /Reiner Hildebrandt): Deutscher Wortschatz. Lexikologische Studien. Ludwig Erich Schmitt zum 80. Geburtstag von seinen Marburger Schülern. Berlin; New York: de Gruyter, 1988, XXXI, 927 S., ISBN 3-11-010892-5
  • (Hrsg. mit Gaston van der Elst): Wortbildung des Nürnberger Frühneuhochdeutsch:
    • Band 1: Peter O. Müller: Substantiv-Derivation in den Schriften Albrecht Dürers. Ein Beitrag zur Methodik historisch-synchroner Wortbildungsanalysen. Zugleich: Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg, 1990. Berlin; New York: de Gruyter, 1993. XIX, 534 S., ISBN 3-11-012815-2 (Wortbildung des Nürnberger Frühneuhochdeutsch; Bd. 1)
    • Band 2: Mechthild Habermann: Verbale Wortbildung um 1500. Eine historisch-synchrone Untersuchung anhand von Texten Albrecht Dürers, Heinrich Deichslers und Veit Dietrichs. Zugleich: Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg, 1990. Berlin; New York: de Gruyter 1994. XX, 581 S., ISBN 3-11-013178-1 (Wortbildung des Nürnberger Frühneuhochdeutsch; Bd. 2)
    • Band 3: Barbara Thomas: Adjektivderivation im Nürnberger Frühneuhochdeutsch um 1500. Eine historisch-synchrone Analyse anhand von Texten Albrecht Dürers, Veit Dietrichs und Heinrich Deichslers. Zugleich: Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg., 2001. Berlin 2002. VI, 593 S., ISBN 3-11-017348-4 (Wortbildung des Nürnberger Frühneuhochdeutsch; Band 3)
  • (Hrsg. mit Mechthild Habermann und Peter O. Müller): Historische Wortbildung des Deutschen. Tübingen: Niemeyer, 2002, VII, 474 S., ISBN 3-484-31232-7 (Reihe germanistische Linguistik; 232)

Orthographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Läßt sich die deutsche Orthographie überhaupt reformieren? In: Sprachgeschichte und Sprachkritik. Festschrift für Peter von Polenz zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Hans Jürgen Heringer und Georg Stötzel. Berlin; New York: de Gruyter, 1993, VIII, 370 S., ISBN 3-11-013583-3, S. 129–156 (Wiederabdruck in: Orthographie als Sprachkultur, 1997, S. 177–205)
  • Über den Sinn der Großschreibung - ein Alternativvorschlag zur Neuregelung. In: Gerhard Augst; Karl Blüml; Dieter Nerius; Horst Sitta (Hrsg.): Zur Neuregelung der deutschen Orthographie. Begründung und Kritik. Tübingen: Niemeyer, 1997, VI, 495 S., ISBN 3-484-31179-7, S. 397–417
  • Orthographie als Sprachkultur. Peter-Lang-Verlag, Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, New York, Paris, Wien 1997, 336 Seiten, ISBN 3-631-31142-7 (darin u. a. neun Aufsätze von 1985 bis 1995).
  • Hans-Werner Eroms; Horst Haider Munske (Hrsg.): Die Rechtschreibreform. Pro und Kontra. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 1997, 264 S., ISBN 3-503-03786-1 [In diesem Sammelband sind Aufsätze von Befürwortern und Gegnern der Reform zusammengestellt. Als Gegner treten zwei der Reformer auf: Horst Haider Munske und Peter Eisenberg. Beide verließen unter Protest die Reformkommission wegen der Mängel der Reform und des Verhaltens der Kultusminister].
  • Wie wesentlich ist die Rechtschreibreform? In: Hans-Werner Eroms; Horst Haider (Hrsg.): Die Rechtschreibreform. Pro und Kontra. Berlin. 1997, S. 143–156
  • Goethe kann sich nicht mehr wehren. In: Der Tagesspiegel vom 5. Juli 1997 Grüne Schleife - Gegen die Rechtschreibreform
  • Rückblick auf die Rechtschreibreform. In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 45 Jg., H. 4 (1998), S. 442–446.
  • Was soll eine Orthographiereform leisten, was soll sie lassen? In: Sprachwissenschaft 23/4 (1998), S. 413–421.
  • Verfehlte Kulturpolitik - Rechtschreibreform: Wird die deutsche Sprache den Stempel der Europa-Untauglichkeit erhalten? In: Kunst + Kultur vom 23. Januar 1998
  • Rechtschreibreform I: Von der Amtshilfe zum Protest. In: Germanistische Linguistik in Erlangen. Eine Bilanz nach 50 Jahren. Hrsg.: Horst Haider Munske / Mechthild Habermann, Institut für Germanistik. Erlangen: Palm & Enke, 2000, 169 Seiten, ISBN 3-7896-0650-2, S. 129–139. Auch online
  • Neue Rechtschreibwörterbücher im Irrgarten der Rechtschreibreform. Wie soll man selber schreiben und publizieren in diesem Rechtschreibchaos? „Alles Rotgedruckte ist falsch! Man vermeide die roten Giftpilze im Duden!“ In: Schule in Frankfurt (SchiFF), Nr. 44, Juni 2001
  • Die Fehler der Rechtschreibreform. In: Schweizer Monatshefte, 83. Jg. 2003, Heft 11, S. 15–17
  • Rechtschreibung gegen Schlechtschreibung, 19. August 2004. Auch online (Memento vom 30. Oktober 2007 im Internet Archive)
  • Die angebliche Rechtschreibreform, St. Goar: Leibniz-Verlag, 2005, 163 Seiten, ISBN 3-931155-13-7 [13]
  • Lob der Rechtschreibung. Warum wir schreiben, wie wir schreiben. München: Beck, 2005, 141 S., ISBN 3-406-52861-9 (Beck'sche Reihe; 1671)
  • Über die künftige Pflege der deutschen Rechtschreibung. In: Peter Eisenberg (Hrsg.): Niemand hat das letzte Wort. Sprache, Schrift, Orthographie. Göttingen: Wallstein, 2006, 121 S., ISBN 978-3-8353-0059-0 (Valerio 3/2006, Publikation der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.), S. 100–109
  • Die fragwürdige Herrschaft der Politik über unsere Sprache. Vortrag Zürich, 1. Juni 2006. Auch online 18. Juni 2006

Sprachkontakt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ist das Deutsche eine Mischsprache? Zur Stellung der Fremdwörter im deutschen Sprachsystem. In: Munske, Horst Haider et al. (Hrsg.): Deutscher Wortschatz. Lexikologische Studien. Ludwig Erich Schmitt zum 80. Geburtstag von seinen Marburger Schülern. Berlin, 1988, S. 46–74.
  • (Hrsg. mit Alan Kirkness): Eurolatein - das griechische und lateinische Erbe in den europäischen Sprachen. Tübingen 1996 (RGL 169). 341 S.
  • Fremdwörter in deutscher Sprachgeschichte: Integration oder Stigmatisierung? In: Neues und Fremdes im deutschen Wortschatz. Aktueller lexikalischer Wandel. IDS-Jahrbuch 2000. Hrsg. Gerhard Stickel. Berlin/New York 2001, S. 7–29
  • Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen, Horst Haider Munske (Hrsg.). Tübingen: Niemeyer, 2004, 222 S., ISBN 3-484-31248-3 (Reihe germanistische Linguistik; 248)
  • Englisches im Deutschen. Analysen zum Anglizismenwörterbuch. In: Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004, S. 155–174

Germanische und deutsche Sprachgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bemerkungen zu Situation und Perspektiven der Frisistik in Deutschland. In: Friesische Studien II. Hgg. V.F. Faltings /A.G.H. Walker /O. Wilts. Odense 1995, S. 165–176
  • Ist eine europäische Sprachgeschichtsschreibung möglich? In: Sprachgeschichte des Neuhochdeutschen. Gegenstände, Methoden, Theorien. Hrsg. A. Gardt/J. Mattheier /O. Reichmann. In: RGL 156, Tübingen 1995, S. 399–411
  • Handbuch des Friesischen/ Handbook of Frisian studies. Herausgegeben von Horst Haider Munske, in Zusammenarbeit mit Nils Århammar, Volkert F. Faltings, Jarich F. Hoekstra, Oebele Vries, Alastair G. H. Walker, Ommo Wilts. Tübingen 2001, XIV, 846 S.
  • Wortbildung des Altfriesischen. In: Handbuch des Friesischen (2004), S. 636–647

Dialektologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hrsg. mit Robert Hinderling u. a.): Bayerischer Sprachatlas. (Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben, Sprachatlas von Mittelfranken, Sprachatlas von Unterfranken, Sprachatlas von Nordostbayern, Sprachatlas von Niederbayern, Sprachatlas von Oberbayern), Heidelberg: Winter, 1996 ff.
  • Wörterbuch von Mittelfranken. Eine Bestandsaufnahme aus den Erhebungen des Sprachatlas von Mittelfranken. Zusammengestellt von Gunther Schunk, Alfred Klepsch, Horst Haider Munske, Karin Rädle und Sibylle Reichel. 2. Aufl. Würzburg: Königshausen und Neumann, 2001, 224 S., ISBN 3-8260-1865-6 (1. Auflage, 2000, 218 S.)
  • Sprachatlas von Mittelfranken. Hrsg. von Horst Haider Munske und Alfred Klepsch.
    • Band 1: Einführung. Von Alfred Klepsch unter Mitarbeit von Sibylle Reichel, S. Arzberger, T. Heyse, A. Mang, H.H. Munske, K. Rädle, S. Rigoll, G. Rost, C. Rudisch und C. Schlichte. Heidelberg: Winter, 2003, 310 S., ISBN 3-8253-1422-7 (Bayerischer Sprachatlas; Regionalteil 2, Band 1)
    • Band 2: Mittelhochdeutsche Langvokale und Diphthonge. Von Steffen Arzberger, A. Klepsch, A. Mang, K. Rädle, S. Reichel, S. Rigoll, G. Rost und C. Rudisch. Heidelberg: Winter, 2004, Teilband 1: Karten und Kommentare: 436 S., Teilband 2: Beleglisten: 319 S., ISBN 3-8253-1620-3 (Bayerischer Sprachatlas; Regionalteil 2, Band 2)
    • Band 4: Mittelhochdeutsche Konsonanten. Von Michaela Grüner und Claudia Rudisch. Heidelberg: Winter, 2007, 314 S., ISBN 3-8253-5301-X (Bayerischer Sprachatlas; Regionalteil 2, Band 4)
    • Band 5: Wortschatz. Von Steffen Arzberger und Stefanie Rigoll. Heidelberg: Winter, 2006, 514 S., ISBN 3-8253-5096-7 (Bayerischer Sprachatlas; Regionalteil 2, Band 5)
    • Band 6: Sprachregion Nürnberg. Von Alexander Mang. Heidelberg: Winter, 2005. 602 S., ISBN 3-8253-1634-3 (Bayerischer Sprachatlas; Regionalteil 2, Band 6)
    • Band 7: Morphologie und Syntax. Von Thurid Heyse, Alfred Klepsch, Alexander Mang, Sibylle Reichel und Steffen Arzberger. Heidelberg: Winter, 2007. 522 S., ISBN 3-8253-5374-5 (Bayerischer Sprachatlas; Regionalteil 2, Band 7)
    • Band 8: Wortschatz II. Von Markus Wollin. Heidelberg: Winter, 2010. 217 S., ISBN 3-8253-5820-8 (Bayerischer Sprachatlas; Regionalteil 2, Band 8)

Bibliographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erlanger Bibliographie zur germanistischen Sprachwissenschaft. Hrsg. von H. H. Munske und G. van der Elst. Unter Mitarbeit von J. Debast .... 2., rev. und erw. Auflage. Erlangen: Palm und Enke, 1993, 94 S., ISBN 3-7896-0199-3 (Erlanger Studien; Bd. 99)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mechthild Habermann; Peter O. Müller; Bernd Naumann (Hrsg.): Wortschatz und Orthographie in Geschichte und Gegenwart. Festschrift für Horst Haider Munske zum 65. Geburtstag. Tübingen: Niemeyer, 2000, 407 Seiten, ISBN 3-484-73051-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verein Deutsche Sprache e.V. - Wissenschaftlicher Beirat (Memento vom 19. September 2007 im Internet Archive)
  2. Kurt Reumann: Der Keiser anstelle des Kaisers ist keine Mücke. Der Streit zwischen Linguisten und Journalisten um die Rechtschreibreform. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Juni 1989
  3. Horst Haider Munske: Kommission für deutsche Rechtschreibung: Austrittserklärung. In: Horst Haider Munske: Die angebliche Rechtschreibreform, 2005, S. 46–51
  4. Horst-Haider Munske: „Die Überrumpelung stoppen.“ In: Der Spiegel vom 22. September 1997, S. 226
  5. Kultusminister Rolf Wernstedt, Pressespiegel des niedersächsischen Kultusministeriums vom 21. Oktober 1996. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. Januar 1997, S. 8
  6. Interview von Jutta Triebswetter. In: Nürnberger Nachrichten vom 26. September 1997, S. 4. Wiederabdruck in Munske: Die angebliche Rechtschreibreform, 2005, S. 52–55
  7. Munske: Die angebliche Rechtschreibreform, 2005, S. 23 f., 41
  8. Munske: Professoren gegen die Rechtschreibreform. In: Munske: Die angebliche Rechtschreibreform, 2005, S. 93–105
  9. Gemeinsame Erklärung von rund 600 Sprachprofessoren zur Rechtschreibreform, Mai 1998 (Memento vom 29. Mai 2008 im Internet Archive) (PDF; 171 kB)
  10. Erst im Jahr 2003 als Ruheständler gestand Zehetmair seine Fehler ein und wollte angeblich Buße tun und Wiedergutmachung betreiben. Vgl. Hans Zehetmair: Fünf Jahre Rechtschreibreform – besonnen korrigieren. Fremde Federn: Hans Zehetmair. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 176 vom 1. August 2003, Seite 10
  11. Horst Haider Munske: Rechtschreibreform I: Von der Amtshilfe zum Protest. In: Germanistische Linguistik in Erlangen. Eine Bilanz nach 50 Jahren. 2000, S. 129–139
  12. Horst Haider Munske: Neue Rechtschreibwörterbücher im Irrgarten der Rechtschreibreform. Wie soll man selber schreiben und publizieren in diesem Rechtschreibchaos? In: Schule in Frankfurt (SchiFF), Nr. 44, Juni 2001 (Memento vom 30. Dezember 2006 im Internet Archive)
  13. Die angebliche Rechtschreibreform, Rezension von Stefan Stirnemann