Hwasun

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Hwasun
Koreanisches Alphabet: 화순군
Chinesische Schriftzeichen: 和順郡
Revidierte Romanisierung: Hwasun
McCune-Reischauer: Hwasun
Basisdaten
Provinz: Jeollanam-do
Koordinaten: 35° 0′ N, 127° 0′ OKoordinaten: 35° 0′ N, 127° 0′ O
Fläche: 787 km²
Einwohner: 66.900 (Stand:  Oktober 2014)
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Gliederung: 1 Gun, 1 Eup,
12 Myeon, 188 Ri
Karte
Hwasun (Südkorea)
Hwasun
Hwasun
Hwasun auf der Karte von Südkorea.
Pagoden des Unjusa-Tempels (운주사) in der Berglandschaft des Landkreises

Hwasun (Hwasun-gun) (화순군) ist ein rund 67.000 Einwohner zählender Landkreis[1] in der Provinz Jeollanam-do (전라남도) in Südkorea. In ihm liegt Hwasun-Eup als Kleinstadt und größter Ort im Landkreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Hwasun liegt südöstlich von Gwangju (광주시), in der Mitte der Provinz Jeollanam-do. Er ist von sieben weiteren Landkreisen umgeben, nördlich angrenzend die Landkreise Damyang (담양) und Gokseong (곡성), östlich Suncheon (순천), südöstlich Boseong (보성), südlich Jangseong (장성), südwestlich Yeongam (영암) und westlich Naju (나주).

Hwasun-gun ist in seiner Ost-West-Ausdehnung 32 km breit und misst von Nord nach Süd 43 km.[2] Der Landkreis umfasst eine Fläche von 787 km2, wovon 581 km2 (73,8 %) aus Wald und Feld besteht, 128 km2 (16,3 %) landwirtschaftlich genutzt wird und 78 km2 (9,9 %) aus anderweitig genutzte Fläche besteht.[1] Der größte Teil der Landschaft hat Mittelgebirgscharakter und liegt zwischen 400 m und 900 m hoch. Einzige Ausnahme bildet der 1187 m hohe Mudeongsan (무덩산).[2]

Die Kleinstadt Hwasun-Eup liegt im Nordwesten des Landkreises, rund 12 km südöstlich des Stadtzentrums von Gwangju.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hwasun trat als eine Hyeon () während der Zeit des Baekje-Königreichs erstmals in Erscheinung, war aber nicht Deckungsgleich mit dem heutigen Landkreis. Häufige Neugliederungen und Umbenennungen fanden während der Zeit des Vereinigten Silla Königreichs und der Joseon-Zeit statt. Im Mai 1895 war die Region des heutigen Landkreises in Neungju-gun, Hwasun-gun und Dongbok-gun aufgeteilt. Am 15. Oktober 1908 bekam Neungju-gun Hwasun-gun zugeordnet, so dass nur noch zwei Landkreise existierten. 1913 erfolgte die Umbenennung von Neungju-gun in Hwasun-gun und der anschließenden Aufteilung in Hwasun-gun und Dongbok-gun. Am 1. März 1914 wurde schließlich Dongbok-gun wieder Hwasun-gun zugeordnet. Seit dieser Zeit existiert der Landkreis Hwasun-gun in der Form, die er noch heute besitzt.[4]

Am 1. Januar 1963 wurde Hwasun-myeon zu einer Eup (Kleinstadt) hochgestuft.[4]

Der Landkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International bekannt geworden ist der Landkreis durch die zahlreichen über 2.500 Jahre alten Dolmen, die in Ansammlungen an verschiedenen Orten im Landkreis zu finden sind. Die Dolmen von Hwasun wurden zusammen mit den Dolmen von Gochang und den Dolmen von Ganghwa unter dem Titel Gochang, Hwasun and Ganghwa Dolmen Sites zum Weltkulturerbe ernannt.

Von Bedeutung sind auch die vier Tempel Gaecheonsa (개천사), Manyeonsa (만연사), SSangbongsa (쌍봉사) und Unjusa (운주사), wobei der letztere als der Tempel der 1000 Pagoden und der 1000 Buddhas bekannt geworden ist. Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts sollen in diesem Tempel tatsächlich diese große Anzahl von Pagoden und Buddhafiguren vorhanden gewesen sein. Lediglich 17 Pagoden und 70 Statuen sind bis heute davon übrig geblieben.[5] Die größte Buddhafigur, die in dem Tempel zu besichtigen ist, besteht aus zwei nebeneinander liegenden aus Stein gehauen Skulpturen, die aufgestellt eine Höhe von 10,26 bzw. 12,7 Metern aufweisen würden.[5] Der Tempel ist 26 km südwestlich von Hwasun-Eup zu finden.[6]

Erwähnenswert sind auch die heißen Quellen von Dogokoncheon, die seit 1989 touristisch genutzt werden. Bäder, Hotels und Restaurants sind im Umkreis der Quellen entstanden.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hwasun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Homepage. Hwasun County, abgerufen am 4. November 2015 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Size, Administrative districts, Households, Population. Hwasun County, abgerufen am 4. November 2015 (englisch).
  2. a b Location. Hwasun County, abgerufen am 4. November 2015 (englisch).
  3. Tourist guide pamphlet. Hwasun County, abgerufen am 4. November 2015 (englisch).
  4. a b History. Hwasun County, abgerufen am 4. November 2015 (englisch).
  5. a b Gwak Jae-gu: Hwasun - Ein friedlicher Ort voller mystischer Energie. In: The Korea Foundation (Hrsg.): Koreana – Koreanische Kunst und Kultur. Jahrgang 10, Nr. 3, Herbst. Seoul 2015, S. 56–58.
  6. Unjusa Temple. Hwasun County, abgerufen am 4. November 2015 (englisch).
  7. Dogokoncheon Hot Spring. Hwasun County, abgerufen am 4. November 2015 (englisch).