IPFire

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IPFire
IPFire 2.21 - Web interface.png
IPFire-Logo
Entwickler IPFire-Team
Lizenz(en) GPL (Freie Software)
Akt. Version 2.25 - Core Update 144[1] vom 24. April 2020
(vor 181 Tagen)
Abstammung GNU/Linux
↳ Smoothwall
↳ IPCop
↳ IPFire 1.4.9
↳ Linux From Scratch
↳ IPFire 2.x
Architektur(en) i586, armv5tel, x64
Sonstiges Preis: kostenlos
Sprache: mehrsprachig (u. a. Deutsch)
www.ipfire.org

IPFire ist eine freie Linux-Distribution, die in erster Linie als Router und Firewall fungiert und sich über eine Webmanagementkonsole konfigurieren lässt. Darüber hinaus bietet die Distribution noch ausgewählte Server-Dienste an und kann bequem zum SOHO-Server erweitert werden.

IPFire stützt sich auf Linux From Scratch und ist auch wie Endian Firewall ursprünglich eine Abspaltung von IPCop, die aber ab Version 2 nur noch die Webschnittstelle von IPCop nutzt.

Das IPFire Projekt ist seit April 2015 Mitglied des Open Invention Network.[2]

Systemvoraussetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baukastenprinzip ermöglicht es dem Benutzer, sich ein nach eigenen Bedürfnissen maßgeschneidertes System zu schaffen. Dieses kann entweder ein sehr kleines System sein, das auch auf altgedienter Hardware wie zum Beispiel einem Intel Pentium der ersten Generation lauffähig ist, oder eben auch ein SOHO-System mit einem modernen Mehrprozessorsystem. Alternativ ist auch die Installation auf einem USB-Stick möglich.

Daher richtet sich die für den IPFire benötigte Rechenleistung des PCs ganz nach dem Einsatzbereich und den installierten AddOns. Auch wenn IPFire prinzipiell auf leistungsschwächeren Systemen lauffähig ist,[3] sind mindestens ein i586 kompatibler Hauptprozessor mit einem Takt von 1 Gigahertz, 1 Gigabyte Hauptspeicher und zwei Netzwerkkarten – eine für den Anschluss von DSL (oder anderen Router) und eine zum Anschluss ans LAN[4] – seitens der Entwickler empfohlen.[5] Zudem werden einige Geräte mit ARM-Architektur unterstützt, beispielsweise Raspberry Pi oder Banana Pi.[6] Ab Version 2.13 Core 71 ist es möglich, die Verbindung zum Internet alternativ über eine WLAN-Verbindung herzustellen, kompatible Hardware vorausgesetzt.[7]

Systemdetails[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der Grundkonzepte dieser Distribution ist die einfache Bedienbarkeit, welche vor allem auf Benutzer abgestimmt ist, welche sich mit Netzwerken und Serverdiensten wenig auskennen. Dennoch haben die Entwickler darauf geachtet, dass erfahrene Admins mannigfaltige Einstellungsmöglichkeiten haben. Die Grundeinrichtung von IPFire (IP-Adressen, Passwörter) geschieht dialoggeführt auf der Console,[8] die weitere Administration findet über eine webbasierten Oberfläche statt.[9]

IPFire bietet ein umfangreiches Paketverwaltungssystem (Pakfire), dadurch kann das schlank gehaltene Grundsystem, welches rein nur als Firewall fungiert, mit zahlreichen Erweiterungen ausgestattet werden und man kann es so auf verschiedene Einsatzszenarien anpassen. Außerdem können Sicherheitsprobleme schnell per Aktualisierung behoben werden. Der verwendete Linux-Kernel wurde gehärtet und entschlackt.[10]

Das Basissystem kommt mit folgenden Merkmalen:

Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IPFire bietet von Haus aus mehrere Erweiterungen (Add-ons) an, die durch das Entwicklerteam gewartet werden. Sie werden über das Paketmanagement (Pakfire) installiert und erfordern meistens nur geringe Vorkenntnisse.

Installierbare Add-ons sind unter anderem:

Ports[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IPFire-Projekt stellt einen experimentellen Port für die ARM-Architektur bereit. Unterstützt werden unter anderen Pandaboard, Raspberry Pi[11], Banana-Pi-Router R1[12] und Marvell Kirkwood basierte Plattformen wie z. B. DreamPlug.

Resonanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • IPFire ist Teil des c’t-Debian-Server Version 4 und im August 2009 erschienen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CeBIT

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. blog.ipfire.org.
  2. The IPFire Project joined the Open Invention Network, abgerufen am 12. Mai 2015 (englisch)
  3. wiki.ipfire.org - System Requirements. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  4. wiki.ipfire.org - Hardware. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  5. On supporting legacy Hardware... , abgerufen am 12. Mai 2015 (englisch)
  6. wiki.ipfire.org - ARM. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  7. IPFire 2.13 Core Update 71 released, abgerufen am 22. Oktober 2014 (englisch)
  8. wiki.ipfire.org - Step 3: Run the installer. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  9. wiki.ipfire.org - The Web Interface. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  10. Feature Highlights IPFire 2.15 #1: Hardening the system, abgerufen am 22. Oktober 2014 (englisch)
  11. Arne Fitzenreiter: [SIG-ARM] IPFire on Raspberry Pi ready to fist test. 12. Mai 2012, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
  12. Installation of IPFIRE in Banana PI-R1 - forum.ipfire.org. Abgerufen am 10. Dezember 2019.