Ilūkste

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ilūkste (dt.: Illuxt)
Wappen von Ilūkste
Ilūkste (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: LettlandLettland Lettland
Landschaft:
Verwaltungsbezirk: Ilūkstes novads
Koordinaten: 55° 59′ N, 26° 18′ OKoordinaten: 55° 58′ 40″ N, 26° 17′ 51″ O
Einwohner: 2.638 (1. Jan. 2016)
Fläche: 9 km²
Bevölkerungsdichte: 293 Einwohner je km²
Höhe:
Webseite: www.ilukste.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Ilūkste (deutsch Illuxt) ist eine Stadt im Südosten Lettlands an der Grenze zu Litauen und Zentrum des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. Im Jahre 2016 zählte Ilūkste 2638 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort bildete sich im 16. Jahrhundert an einem Kreuzungspunkt von Handelsstraßen. 1559 wird Illuxt erstmals in einem Schriftstück erwähnt.[2] Illuxt gehörte zum semgallischen Anteil des Herzogtums Kurland und Semgallen. Bereits 1596 bestand hier eine Lateinschule. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts siedelten sich in Illuxt auch Altgläubige an.[2]

Als das Herzogtum Kurland und Semgallen 1795 an das Russische Kaiserreich fiel, wurde der Ort 1798 Sitz der Hauptmannschaft, d. h. Kreiszentrum (lett.: Ilūkstes apriņķis).[3] Infolge des Baus der Landstraße von St. Petersburg nach Warschau (1875 vollendet) sowie der Bahnstrecke von Tilsit nach Daugavpils (1873), die beide durch Ilūkste führen, erfuhr Ilūkste einen wirtschaftlichen Aufschwung.[3] 1897 zählte Ilūkste 3652 Einwohner, darunter 1355 Polen, 847 Russen, 842 Juden, 360 Letten, 134 Deutsche und 99 Litauer.[3] 1910 befand sich in Illūkste ein Institut für russische Lehrer, das später nach Jaroslawl verlegt wurde. 1917 erhielt Illūkste Stadtrechte.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilūkstes novads[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 schlossen sich die Stadt Ilūkste sowie die Gemeinden Pilskalne, Šēdere und Bebrene zusammen. 2009 kamen noch Subate, Dviete und Eglaine hinzu. Auf 648 Hektar sind 9062 Einwohner gemeldet (Stand 2010).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ilūkste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Latvijas iedzīvotāju skaits pašvaldībās pagastu dalījumā»
  2. a b Lettland : (Südlivland und Kurland). In: Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon. Band 2. Böhlau Verlag, Köln, Wien 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. 228.
  3. a b c Lettland : (Südlivland und Kurland). In: Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon. Band 2. Böhlau Verlag, Köln, Wien 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. 229.