Iliašovce

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Iliašovce
Wappen Karte
Wappen von Iliašovce
Iliašovce (Slowakei)
Iliašovce
Iliašovce
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Spišská Nová Ves
Region: Spiš
Fläche: 13,492 km²
Einwohner: 982 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Höhe: 522 m n.m.
Postleitzahl: 053 11
Telefonvorwahl: 0 53
Geographische Lage: 49° 0′ N, 20° 32′ OKoordinaten: 48° 59′ 33″ N, 20° 31′ 32″ O
Kfz-Kennzeichen: SN
Kód obce: 543161
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Anna Frankovičová
Adresse: Obecný úrad Iliašovce
č. 231
053 11 Iliašovce
Webpräsenz: www.iliasovce.obecnyurad.eu
Statistikinformation auf statistics.sk

Iliašovce (bis 1927 slowakisch auch „Iľašovce“; deutsch Sperndorf oder Selgersdorf, ungarisch Illésfalva – bis 1907 Illésfalu, lateinisch Villa Sperarum) ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit 982 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) und gehört zum Okres Spišská Nová Ves, einem Teil des Košický kraj, sowie zur traditionellen Landschaft Zips.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im Nordteil des Talkessels Hornádska kotlina am Bach Iliašovský potok. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 522 m n.m. und ist sieben Kilometer von Spišská Nová Ves sowie acht Kilometer von Levoča entfernt.

Iliašovce ist die nördlichste Gemeinde von Košický kraj.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde zum ersten Mal 1263 als Villa Ursi („Ort des Bären“) schriftlich erwähnt. Diese Tatsache spiegelt sich bis heute im Gemeindewappen, das einen schwarzen Bären zeigt, wider. Schon 1282 sprechen die Urkunden von Helyasasa, das zum einen auf den Namen des Komitatsgrafs (comes) Elias verweist, zum anderen auf deutsche Kolonisierung („Zipser Sachsen“) der Zips nach dem Mongoleneinfall 1241. Im Mittelalter war Iliašovce eine Freie Stadt als Teil der Provinz der 24 Zipser Städte. Nach der Pachtung der 13 Zipser Städte im Jahr 1412 an Polen blieb der Ort bei Königreich Ungarn als Teil der 11 Zipser Städte, kam aber schließlich 1465 zum Herrschaftsgut der Zipser Burg.

Vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts verfiel der Ort wegen ständigen Aufständen in der Gegend; 1605 fiel das ganze Dorf einem Brand zum Opfer. Religiöse Auseinandersetzungen zwischen der katholischen und evangelischen Kirche trugen zum Verfall bei.

Die letzten Landesherren vor der Abschaffung der Leibeigenschaft im Jahr 1848 war das Geschlecht Csáky. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hat sich die Bevölkerung weitgehend slowakisiert: nach Angaben von 1880 waren von 586 Einwohnern 3 Deutsche, 21 Magyaren und alle andere Slowaken.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Zips liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Im November 2012 stürzte ein Teil der sich im Bau befindlichen Autobahnbrücke der Diaľnica D1 bei Iliašovce ein, was vier Menschen das Leben kostete.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse der Volkszählung 2001 (962 Einwohner):

Nach Ethnie:

  • 90,85 % Slowaken
  • 8,44 % Zigeuner

Nach Konfession:

  • 66,94 % römisch-katholisch
  • 30,25 % evangelisch
  • 4,61 % konfessionslos

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1770.
  • evangelische Kirche aus dem Jahr 1927.
  • Ruine eines Lustschlosses namens Sans Souci, 1770 erbaut, 1803 abgerissen
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Iliašovce