Im Land der langen Schatten

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Filmdaten
Deutscher Titel Im Land der langen Schatten
Originaltitel Ombre bianche
Produktionsland Italien, Frankreich, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1960
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Nicholas Ray
Drehbuch Franco Solinas
Baccio Bandini
Nicholas Ray
Hans Ruesch
Produktion Maleno Malenotti
Musik Angelo Francesco Lavagnino
Kamera Aldo Tonti
Peter Hennessy
Schnitt Jolanda Benvenuti
Ralph Kemplen
Besetzung

Im Land der langen Schatten ist ein Spielfilm von Nicholas Ray aus dem Jahr 1960. Der Film stellt aus der Sicht der Eskimos die unterschiedlichen Lebenswelten und die kulturellen Unterschiede heraus, die Missverständnisse und Konflikte auslösen. Dies relativiert die scheinbare Überlegenheit und Gerechtigkeit des „weißen Mannes“. Er entstand nach dem Roman Top of the World von Hans Ruesch, der auch am Drehbuch beteiligt war. Am 29. September 1960 erfolgte die deutschsprachige Erstaufführung.

Handlung[Bearbeiten]

Inuk ist ein einfacher und etwas naiver Eskimo, der als erfolgreicher Jäger in einer eher lebensfeindlichen Arktis endlich Ehemann werden will. Bei Besuch bei einer befreundeten Familie findet er schließlich eine junge Frau und behauptet sich auch gegenüber einem anderen Werber. Als er auf der Jagd einen anderen Jäger trifft, der einen Eisbären mit einem Gewehr erlegt, ist er von dem Gewehr, das weiße Siedler ins Land brachten, so fasziniert, dass er sich mit Fellen zu einem Handelsposten aufmacht. Dort versucht ihm ein Missionar die christliche Lehre nahezubringen. In einer Kette kultureller Missverständnisse tötet er den Missionar fahrlässig. Drei Jahre später wird Inuk von zwei Polizisten gefunden und aufgegriffen, die ihn einem Gericht überstellen sollen. Während ein Polizist im Marsch durch den Schnee erfriert, rettet Inuk dem zweiten Polizisten das Leben. Dieser lernt die Lebenswelt der Eskimos näher kennen und sorgt schließlich dafür, dass Inuk nicht bestraft wird.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Scheindokumentarisches über das Eskimo-Leben, wobei die Außenaufnahmen von Natur- und Jagderlebnissen prächtig zur Geltung kommen.“, fand die Handlung aber weniger überzeugend.[1] In Frankreich wurde der Film positiv aufgenommen, in Italien heftig kritisiert. Das zu Beginn des (20.) Jahrhunderts populäre Thema des Gegensatzes von den freundlichen, großzügigen Wilden und der korrumpierenden Zivilisation werde hier bis zum Äußersten getrieben. Gelobt wurde der musikalische Kommentar.[2]

Bemerkungen[Bearbeiten]

Internationaler Titel ist The Savage Innocents. In der DDR lief der Film als Weiße Schatten.

Für die italienische Version wird Baccio Bandini als Regisseur angegeben. Einspielergebnis dort war 655 Millionen Lire.

Die Studioszenen entstanden in den Londoner Pinewood Studios, die Außenaufnahmen in Grönland, der Hudson Bay sowie der Arktiszone Kanadas.

Als Filmlieder hört man Sexy Rock von Colin Hicks und The Song Iceberg von The Four Saints.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Land der langen Schatten erhielt ein Silbernes Band für die beste Farbfotografie.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Land der langen Schatten im Lexikon des internationalen Films
  2. L. Autera, in: Bianco e Nero, 8/9 vom September 1960
  3. Roberto Poppi, Mario Pecorari: zionario del cinema italiano: I film Vol. 3, dal 1960 al 1969.remese, Rom, 1992, S. 372/373