Immanuel-Kapelle (Bremen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Immanuel-Kapelle ist eine evangelische Kirche in Bremen im Stadtteil Walle, Elisabethstraße 17/18.

Bauwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Immanuel-Kapelle

1907/08 erfolgte im aufstrebenden Stadtteil Walle der Bau der Immanuel-Kapelle, des Gemeindesaals und des Pfarrhauses im Stil der Neugotik nach Plänen des Architekten Johannes Rippe. Der erste Bremer Mehrzweckkirchenraum mit einer Rotstein-Ziegelfassade ist sehr formenreich und differenziert. Der Zwerchgiebel (Quergiebel) zur Straße hat zwei spitzbogige, hohe Fenster zwischen den beiden Strebepfeilern. Auf dem Satteldach befindet sich am Kreuzpunkt der Dächer ein quadratischer, offener Dachreiter mit einem einfachen spitzen Turmhelm. Die Kirche hat keinen Kirchturm. Die Dachkonstruktion des Hängewerks aus Holz ist im Inneren sichtbar.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Immanuel-Kapelle erhielt 1908 eine erste Orgel eines nicht mehr bekannten Orgelbauers. Sie wurde auf der Empore über dem Altar aufgestellt. 1958 entstand die zweite Orgel von Gustav Brönstrup aus Hude. 1988/89 wurde dieses Instrument ersetzt durch Gerald Woehl aus Marburg mit einer Orgel der Überlinger Werkstatt Wilhelm Schwarz & Sohn (1848–1912), die 1909 für die Kirche in Tauberbischofsheim erbaut und ab 1945 in der Herz-Jesu-Kirche in Mannheim-Neckarstadt-West stand. 1989 erhielt die dritte Orgel von der ehemaligen Orgel des Klosters Banz die Viola da Gamba des Hauptwerks sowie die beiden zusätzlichen Zungenstimmen mit Zinkbechern im Schwellwerk. Die Orgel hat einen barockisierenden Prospekt.

Kirchgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Tiefental war von 1899 bis 1932 der erste Pastor der Immanuel-Gemeinde. Es folgte bis 1953 Pastor Friedel Denkhaus, der die Gemeinde in der Zeit des Nationalsozialismus mutig zur Bekennenden Kirche hielt.

Die aktuelle Aktivitäten der Immanuel-Gemeinde sind u. a.: Kindertagesstätte, Konfus-Modell "Die Flotte-Konfis unterwegs", Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen, RAZ (Ran an die Zukunft, Projekt gegen Jugendarbeitslosigkeit), offener Jugendtreff, Seniorenarbeit, Kirchenmusik, Chorprojekte, Eine-Welt-Laden, Flüchtlingsarbeitskreis Walle.

Seit 2005 (Kooperationsvertrag 2007) wirken die Kirchengemeinde Walle in der Ritter-Raschen-Straße 41 mit der Waller Kirche und die Immanuel-Gemeinde zusammen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Axel Stiehler und Oliver Wilking (Hg.): 101 Geschichten aus Immanuel – Die evangelische Immanuel-Kapelle in Bremen 1909–2009. Bremen 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hundert Jahre Immanuel (Memento des Originals vom 5. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.immanuel-bremen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Immanuel-Kapelle (Bremen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 5′ 49,4″ N, 8° 47′ 10,3″ O