Ines Eck

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Ines Eck (* 11. Juli 1956 in Aue) ist eine deutsche Fluxuskünstlerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eck studierte bis 1987 Germanistik (Literatur-, Sprach-, Kulturwissenschaft) in Jena. Seit 2003 lebt sie als Fluxuskünstlerin (Wort, Bild, Ton, Soziales) in Berlin. Sie argumentiert für eine bedingungslose Grundsicherung aller Bürger als Voraussetzung für Mitbestimmungsrechte über Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen sowie für Demokratie. Sie wuchs als Tochter einer Literatenfamilie, Sina und Hubert Witt, in Leipzig im Umfeld von Autoren und Künstlern auf.

Eck erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, so zum Beispiel den Anna-Seghers-Preis ("Förderung noch wenig bekannter Nachwuchsautoren aus deutschsprachigen und lateinamerikanischen Ländern") der Akademie der Künste, Aufenthaltsstipendien der Akademie Schloss Solitude (1990), des Literarischen Colloquiums Berlin (1991), ein Stipendium der Preußischen Seehandlung (1994), ein Atelier-Stipendium Basel (1999), das Walter-Dexel-Stipendium Jena (1998) für ein "experimentelles und kompromissloses" Werk, ein Aufenthaltsstipendium in Amsterdam (2000) und Unterstützungen des Kulturfonds, der Thüringer Landesregierung und des Bundespräsidenten. 2003 hatte sie einen Atelieraufenthalt im Kunsthaus Tacheles, 2015 einen Gastaufenthalt in der Villa Massimo.

"Kunst funktioniert in Kultur, wie Forschung in Wissenschaft", Eck gründete mit dem Komponisten Torsten Kulick 1992 eine Künstlergemeinschaft und das Webportal "Textlandschaft - Kunst als Abenteuer / Kunst als Weckreiz"[1] für ein "Work in progress", sie integrierte ein Kulturfeuilleton.

Eck realisierte "Texte für Analphabeten und Internationale." Ecks Grafiken zeigen Einflüsse von Pablo Picasso, Joan Miró und Marc Chagall. Sie benutzt eingescannte Handzeichnungen für Grafikkompositionen. Eck erarbeitete Fotocollagen in Gitterstrukturen. Kulick und Eck erarbeiten eine bibliophile Buchart, books on demand, die zur ART Frankfurt vorgestellt, ins Büchermuseum der Deutschen Bibliothek aufgenommen wurde. Kulick und Eck erarbeiteten Klangskulpturen, sie wurden für Ausstellungseröffnungen und Filmproduktionen benutzt, in einer Klangkunstsendung Deutschland Radio Kultur vorgestellt. Eck und Kulick erarbeiteten zuerst ART-Filme als ARTSonderbriefmarken im Mailverkehr, später SpielFilme. Eck und Kulick bauten die Kunstlandschaft Spandau auf, sie realisieren im Bereich Kultureller Bildung Schwarzlicht- und Schattentheater mit Kindern aus bildungsfernen Familien in sozialen Brennpunkten.[2]

Ines Eck und Torsten Kulick begründeten die „Imaginäre Akademie der Künste“.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Steppenwolfidyllen. Roman. Zeitgeschichte I. Aufbau Verlag, Berlin, 1991. ISBN 3-351-01831-2
  • Sommer 89. Roman. Zeitgeschichte II. Jena 1996. Textlandschaft
  • Revoluschen: die Vereinigungsfeier findet im Theater statt. Roman. Zeitgeschichte III. Jena 1996. Textlandschaft
  • Mauer ist mein Hoppepferd. Lyrik. Jena 1996. Textlandschaft
  • Dramen. Jena 1996. Textlandschaft
  • Text für Analphabeten. Grafiken. Jena 1997. Textlandschaft
  • Im Rosenkranz. Episoden. Jena 1999. Textlandschaft
  • Und meine Tränen wurden rot. Kurzprosa. Berlin 2003. Textlandschaft
  • Regenbogengeschichten gebrannter Kinder. Roman. Zeitgeschichte IV. Berlin 1996/2004. Textlandschaft
  • Wedding ohne Hochzeit. Dialog. Berlin 2007. Textlandschaft
  • Selbst der Himmel weint. Bürgergeld statt Bürgerkrieg.. Drehbuch. Berlin 2008. Textlandschaft
  • Putschisten im Fleisch. Drehbuch. Berlin 2012. Textlandschaft
  • Und meine Tränen wurden rot. Groschenreisen. eBook. Berlin 2013. Edition Kunstlandschaft
  • Tacheles. Zerstörung einer Utopie. eBook. Berlin 2013. Edition Kunstlandschaft
  • Mal er Ei / Hommage an van Gogh. FAZ. Wien 2016.
  • ...Mann...ohne...Eigenschaften... / Ein Gespräch mit Robert Musil in mir. Berlin 2016. Edition In Progress

Kompositionen aus Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vereinsamte Geige / 1993. Textlandschaft.
  • Walzer im Blut / 1995. Textlandschaft.

Kompositionen aus Geräuschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisschollen im Wind / 1997. Textlandschaft.
  • Undergroundsound / 1998. Textlandschaft
  • Rotierender Gesang / 1999. Textlandschaft
  • Tor Afrika / 2000. Textlandschaft
  • Öl im Hirn / 2003. Textlandschaft
  • Lärm um das Schweigen der Fische / 2004. Textlandschaft
  • Tunnel am Ende des Lichts / 2012.

MinimalARTheater im Ohr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Romeo und Julia zwischen Tieren / Theater am Straßenrand / 1995. Textlandschaft
  • Die Puppe Emily / 1996. Textlandschaft
  • Die Weiber an die Macht / 1997. Textlandschaft
  • Werther sagt Lotte / 1997, HR, MDR, Textlandschaft
  • Verstummen des Zeitgeistes / 2015. Textlandschaft

Komposition Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tunnel am Ende des Lichts. SpielFilm. Berlin 2012. Textlandschaft
  • Schwanenseh. Im Vordergrund Krieg. SpielFilm. Berlin 2013. Textlandschaft
  • Leiche im Hirn. SpielFilm. Berlin 2014. Textlandschaft
  • Burn in Fantasy. Spielfilm. Berlin 2015. Textlandschaft

Anthologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Turmspringer und andere Erzählungen. MDR-Literaturanthologie Band 2. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Michael Hametner. Leipzig. ISBN 3-932545-23-0
  • Videoclip und andere Erzählungen. MDR-Literaturanthologie Band 5. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Michael Hametner. Leipzig. ISBN 3-932545-65-6
  • „frische deutsche texte“. Lesebuch zu den Festivals der „frischen deutschen literatur in thüringen“. Herausgegeben im Auftrag des Literaturbüros Thüringen von Jürgen Paasch und Jörn Luther. Köln 1994-98.
  • Provinz. Texte aus Thüringen. Jahrbuch des Literaturbüros Thüringen. Erfurt 1998.

Weitere Beiträge in „Gegenworte“, „Intendenzen – Zeitschrift für Literatur“[3], „Palmbaum – Literarisches Journal aus Thüringen“ und „Theater der Zeit“.

Illustrationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brechthaus Berlin
  • 2000: Haus Dacheröden Erfurt
  • 2001 Galerie p.s.kunst Wien

Gruppenausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kulturbahnhof Kassel
  • 1994: Kunstverein Jena
  • 1996: Grafik, Kunstverein Eisenturm Mainz
  • 1997: Karikatur, Kunstverein Eisenturm Mainz
  • 1998: Fotografie, Kunstverein Eisenturm Mainz
  • 2002: Palais Palffy, Wien
  • 2003: Art Innsbruck
  • Büchermuseum der Deutschen Bibliothek

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. textlandschaft.de
  2. kunstlandschaft-spandau.de
  3. Eck bei Gegenworte
  4. Preisträger des Anna-Seghers-Preises