Ingeborg Kuhler

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Ingeborg Kuhler (* 25. Mai 1943 in Dachau)[1] ist eine deutsche Architektin und Hochschullehrerin. Sie war die erste Entwurfsprofessorin an einer westdeutschen Architekturfakultät und entwarf die Pläne für das Landesmuseum für Technik und Arbeit „Technoseum“ in Mannheim.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingeborg Kuhler studierte 1964–1968 in Krefeld und 1974–1977 an der Technischen Universität Berlin. Ab 1978 arbeitete sie zunächst als freie Architektin. Im Jahr 1984 wurde sie als Professorin an die Universität der Künste (UdK) in Berlin berufen und war damit die erste Entwurfsprofessorin an einer westdeutschen Architekturfakultät. Ihre Lehrtätigkeit übte sie bis 2007 aus.[2]

Eines ihrer bekanntesten Werke ist das baden-württembergische „Landesmuseum für Technik und Arbeit“ „Technoseum“ in Mannheim, das 1990 nach ihren Plänen gebaut wurde, mit denen sie zuvor den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewonnen hatte. Für diese Planung wurde sie 1992 mit dem European Award for Museum Design geehrt.[1]

Kuhler war von 1994 bis 1997 Mitglied und Vorsitzende des Gestaltungsbeirats der Stadt Salzburg.[1] Seit 1982 hielt sie zahlreiche Vorträge im In- und Ausland. Außerdem war sie als Jurorin in Preisgerichten bei Architekturwettbewerben tätig.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Studio des Süddeutschen Rundfunks in Mannheim
  • 1990: Landesmuseum für Technik und Arbeit „Technoseum“ in Mannheim, 1990
  • 2001: Wohnhaus in Berlin Kladow, 2001
  • 2008: 1. Ausstellung von Zeichnungen und Aquarellen

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderungspreis des Kunstpreises Berlin für das Gebiet Baukunst, zusammen mit dem Garten- und Landschaftsarchitekten Dirk Jürgen Zilling, 1986
  • European Award for Museum Design, 1992, für das Landesmuseum für Technik und Arbeit „Technoseum“
  • BDA Auszeichnung guter Bauten, 1990
  • Preis des Deutschen Stahlbaus, Anerkennung
  • 30. September 2017 – 8. März 2018, FRAU ARCHITEKT: Im Film und in der Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt und im Katalog zur Ausstellung FRAU ARCHITEKT

Nachlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teilnachlass Kuhlers befindet sich im IAWA (International Archive of Women in Architecture).[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Ingeborg Kuhler im International Archive of Women in Architecture (IAWA), spec.lib.vt.edu, abgerufen am 4. April 2018.
  2. a b Chef ist Frau Architekt. In: immobilienreport.de. 17. November 2017, abgerufen am 4. April 2018.