Innsbrucker Hütte

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Innsbrucker Hütte
ÖAV-Hütte Kategorie I
Innsbrucker Hütte
Lage Alfairalpe, Mittleres Gschnitztal; Tirol, Österreich; Talort: Gschnitz
Gebirgsgruppe Stubaier Alpen
Geographische Lage: 47° 2′ 35″ N, 11° 18′ 38″ OKoordinaten: 47° 2′ 35″ N, 11° 18′ 38″ O
Höhenlage 2369 m ü. A.
Innsbrucker Hütte (Tirol)
Innsbrucker Hütte
Besitzer ÖAV-Sektion Touristenklub Innsbruck
Erbaut 1884, erweitert 1894, Totalsanierung 1934 und Neubau nach 1945, Sanierung und Erweiterung 1982
Bautyp Hütte
Erschließung Materialseilbahn
Übliche Öffnungszeiten Ende Juni bis Ende September
Beherbergung 30 Betten, 100 Lager
Winterraum 12 Lager
Weblink Innsbrucker Hütte
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Innsbrucker Hütte ist eine alpine Schutzhütte in den Stubaier Alpen auf einer Höhe von 2369 m ü. A. im mittleren Gschnitztal, unweit vom Pinnisjoch. Sie wird von der Sektion Touristenklub Innsbruck des Österreichischen Alpenvereins verwaltet. Die Innsbrucker Hütte liegt unterhalb des Habicht am Stubaier Höhenweg und wird daher häufig besucht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Innsbrucker Hütte 1962

Im Mai 1884 erwarb die Sektion Touristenklub Innsbruck 800 m² Grund auf der Alfair-Alpe. Darauf wurde eine gemauerte Hütte mit einem 7,5 × 5,5 m großen Raum errichtet, die Platz für 10 Personen auf Matratzen und 20 auf Heu bot. Da die Hütte rasch ein beliebtes Ziel von Bergsteigern wurde, wurde schon bald nach Fertigstellung eine Vergrößerung angedacht. Die Ausbaupläne wurden bei der Tiroler Landesausstellung 1891 präsentiert, 1894 wurde der Anbau eingeweiht. Durch die Eröffnung der Stubaitalbahn 1904 wurde die Anreise ins Stubaital deutlich erleichtert, damit stieg auch die Zahl der Hüttengäste weiter an. Der Ausbau wurden aber durch den Ersten Weltkrieg verhindert. Durch Einbrüche und Verwüstungen in der Notzeit nach dem Krieg wurde die Bausubstanz stark beschädigt. Die Zahl der Besuche stieg dennoch wieder an, im Jahr 1924 wurden 1600 Gäste gezählt, im Jahr 1934 mehr als 3000. In diesem Jahr wurde die Hütte totalsaniert.

In der Folge des Zweiten Weltkriegs wurde die Hütte 1945 fast vollständig zerstört. Der Wiederherstellung folgen weitere Ausbauten und Verbesserungen. 1953/54 wurde zur Stromversorgung ein Dieselaggregat angeschafft und ein kleines Wasserkraftwerk errichtet. Weiter steigende Besucherszahlen führten zum Ausbau des Dachbodens. Für den weiteren Ausbau wurde eine Materialseilbahn erbaut. 1982 wurde die Hütte erneut großzügig umgebaut und erweitert.

Wege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innsbrucker Hütte von Südwesten mit Pinnisjoch und Kirchdachspitze

Zustieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am schnellsten ist die Innsbrucker Hütte aus dem Gschnitztal vom Parkplatz hinter dem Gasthof Feuerstein (1281 m) zu erreichen. Dieser Aufstieg dauert etwa drei Stunden, wobei über 1000 Höhenmeter zu überwinden sind. Ein anderer Weg führt aus dem Stubaital von Neder (970 m) durch das Pinnistal in etwa 4 bis 5 Stunden zur Hütte, vorbei an vier (ehemaligen) Almen (Herzebenalm, Issenangeralm, Pinnisalm, Karalm); bis zur Karalm (1747 m) kann man sich mit dem (Linien-)Taxi fahren lassen.

Gipfelbesteigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Habicht (3277 m), Gehzeit 3 Stunden
  • Glättespitze (3133 m), Gehzeit 3 Stunden
  • Kalkwand (2564 m), Gehzeit 1 Stunde
  • Ilmspitze (2692 m) mit mittelschwerem Klettersteig, Gehzeit 3 Stunden

Übergänge zu anderen Hütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Innsbrucker Hütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien