Isaak von Stella

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Isaak von Stella bzw. de l’Étoile (* um 1100 [genaues Datum unbekannt] in England; † 1178 auf der Île de Ré, Frankreich) war ein Zisterzienserabt und Schriftsteller.

Er trat im Kloster Pontigny in den Orden ein, wurde 1147 Abt des Klosters Stella und gründete um 1168 das Kloster Les Chateliers auf der damals einsamen Île de Ré, was dem Ordensideal des Rückzugs in die Wildnis entsprach. Er verfasste mehrere Schriften, darunter eine Sammlung von 55 Predigten, die er für seine Mitbrüder schrieb. Thomas Becket war mit ihm befreundet.

Isaak ist im Gegensatz zu den meisten anderen Theologen des Zisterzienserordens in seinem Denken u.a. an der Mystik des Dionysius Areopagita orientiert; d.h. er betont die Unbegreifbarkeit Gottes, der über allem menschlichen Verstehen ist – auch über allen philosophischen und theologischen Begriffen.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • M. Pfeiffer: Isaak von Stella. In: Religion in Geschichte und Gegenwart Bd. 4, Sp. 244.
  • L. Hödl: Isaak de Stella. In: Lexikon des Mittelalters Bd. 5, Sp. 665.
  • Kurt Ruh: Geschichte der abendländischen Mystik 1. Die Grundlegung durch die Kirchenväter und die Mönchstheologie des 12. Jahrhunderts. München 1990, S. 343–357 (Kapitel 10, 3: Isaac von Étoile).
  • Wolfgang Buchmüller: Isaak von Stella in: Biographia Cisterciensis – Ein Zisterzienserlexikon, 2013