Isidor von Madrid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bauer Isidor, Holzstatue der Vinazer Schule um 1750 in der Pfarrkirche von St. Peter bei Lajen Südtirol

Isidor von Madrid (im Spanischen als San Isidro oder Isidro Labrador (‚Isidor der Bauer‘ bzw. ‚der Landwirt‘) bekannt; * um 1070; † 15. Mai 1130 bei Madrid) ist ein Heiliger der römisch-katholischen Kirche und der Schutzpatron der spanischen Hauptstadt Madrid. Sein Festtag ist der 15. Mai.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isidor war Bauer und arbeitete in seiner Jugend als Knecht des Adeligen Iván de Vargas. Er zeichnete sich durch Gehorsam und fleißige Arbeit aus, ohne dabei das Gebet und Übungen der Nächstenliebe zu vernachlässigen. Zusammen mit seiner Frau Maria de la Cabeza unterstützte er die Hilfsbedürftigen.

Religiöse Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isidor wurde in einer Kirche in Madrid begraben. Als man sein Grab nach 40 Jahren öffnete, fand man seinen Leichnam unverwest. Die Kanonisation erfolgte 1622, gemeinsam mit der der Heiligen Filippo Neri, Ignatius von Loyola, Franz Xaver und Teresa von Ávila.

Dem Heiligen werden verschiedene Wunder zugeschrieben. Unter anderem sollen Engel ihm das Feld bestellt haben, während er unter einem Baum eingeschlafen war.

Sein Grab befindet sich in der St. Andreas-Kirche in Madrid. Neben dem Patronat von Madrid ist er auch Patron der Bauern, gegen Dürre, für Regen und eine gute Ernte.

Im Voodoo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im haitianischen Voodoo wird Isidor mit dem Geistwesen Loa Azacca gleichgesetzt und entsprechend verehrt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Isidor von Madrid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Houngansydney: Kouzen Zaka. 5. Oktober 2014