Ismail al-Azhari

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Ismail al-Azhari
Kairo, 1968, von links nach rechts die Präsidenten Boumédiène, Atassi, Arif, Nasser und al-Azhari

Ismail al-Azhari (arabisch إسماعيل الأزهري Ismāʿīl al-Azharī; * 1902 in Omdurman; † 26. August 1969) war ein sudanesischer Politiker.

Ismail al-Azhari wurde 1940 Präsident der ersten politischen Organisation in Sudan, dem Graduates General Congress, und 1952 Präsident der National Unionist Party (NUP). Die NUP gewann mit ägyptischer Unterstützung die Parlamentswahlen. Vom 6. Januar 1954 bis zum 7. Juli 1956 war er als Ministerpräsident das faktische Staatsoberhaupt des Sudan und führte das Land am 1. Januar 1956 in die Unabhängigkeit. Er beerbte damit als Staatsoberhaupt nach einem Jahr Vakanz den letzten König von Ägypten und des Sudan Fu’ad II., welcher bereits am 18. Juni 1953 abgesetzt worden war. Eine Koalition aus der Umma-Partei des früheren Mahdi und der Democratic Unionist Party (DUP), dem politischen Flügel der Khatmiyya-Bruderschaft, führte ein halbes Jahr nach der Unabhängigkeit des Landes zum Sturz von al-Azhari.

Nach einer sechsjährigen Militärherrschaft von Ibrahim Abbud wurde er am 8. Juli 1965 zum Präsidenten Sudans ernannt, aber schon im Mai 1969 durch einen Militärputsch von Dschafar Muhammad an-Numairi abgesetzt und inhaftiert.

Er starb 1969 im Gefängnis.

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