Sonderisolierstation

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Ehemalige Isolierstation aus dem Jahr 1910 des Marinelazarettes Flensburg-Mürwik (Foto 2014)
Ehemalige Isolierbaracke in Oldenburg i.O. von 1915

Eine Sonderisolierstation (auch Hochisolierstation) ist eine Krankenhausabteilung oder Teil einer solchen zur Absonderung und Behandlung von Patienten mit hochansteckenden Infektionserkrankungen wie viralem hämorrhagischem Fieber oder Pocken.

Die Sonderisolierstation der Infektiologischen Klinik der Charité in Berlin ist mit 20 Betten[1] die größte Isolierstation Deutschlands. Weitere Behandlungszentren für Patienten mit hochansteckenden Erkrankungen mit je zwei bis sechs Betten gibt es am Universitätsklinikum Düsseldorf[2], am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg, am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, am Städtischen Klinikum St. Georg in Leipzig, am Klinikum Schwabing in München, am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier und am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Die Missionsärztliche Klinik in Würzburg ist nach eigenen Angaben derzeit nicht für Akutbehandlungen aufnahmebereit.

Im Belegungsfall (Infektionen mit Marburgvirus, Ebolavirus, Pocken, Pest und Cholera) werden die Stationen abgesperrt, die Versorgung erfolgt über spezielle zentrale Schleusenbereiche. In den Zimmern herrscht ein leichter Unterdruck, Abfall und Abwässer werden getrennt autoklaviert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonderisolierstation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.charite.de/charite/presse/pressemitteilungen/artikel/detail/charite_eroeffnet_groesste_isolierstation_deutschlands/
  2. http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Stakob/Behandlungszentren/Behandlungszentren_node.html