Iwan Andrejewitsch Krylow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Iwan Andrejewitsch Krylow
Bronzestatue Iwan Krylows im St. Petersburger Sommergarten von Peter Clodt von Jürgensburg

Iwan Andrejewitsch Krylow (russisch Иван Андреевич Крылов, wiss. Transliteration Ivan Andreevič Krylov; * 2. Februarjul./ 13. Februar 1769greg. in Moskau; † 9. Novemberjul./ 21. November 1844greg. in Sankt Petersburg) gilt als der bedeutendste Fabeldichter der russischen Literatur.

Krylow war Sohn eines Offiziers. Er war kleiner Beamter, Hauslehrer und Bibliothekar in Sankt Petersburg.

Sein literarisches Schaffen war sehr breit gefächert, so schrieb er etwa Tragödien, Komödien wie Der Modeladen (1806) oder Eine Lektion für die Töchter (1807) sowie komische Opern. Nach 1805 veröffentlichte er fast ausschließlich nur noch Fabeln. In der Ausgabe letzter Hand von 1843 sind insgesamt 198 Stück in neun Büchern enthalten. Im Jahre 1842 erschien auch eine Ausgabe seiner Fabeln in deutscher Sprache.[1]

Krylows Fabeln waren zu Beginn seiner schriftstellerischen Arbeit recht frei von den Arbeiten Äsops und Jean de La Fontaines inspiriert. Dies war nur am Anfang seines Schaffens der Fall, sämtliche späteren Werke sind seine eigenen. Da er in der russischen Umgangssprache schrieb, die auch der einfache Mensch verstand, ist eine Reihe seiner Verse in Russland zu Sprichwörtern geworden.

Sein Grab befindet sich auf dem Tichwiner Friedhof am Alexander-Newski-Kloster in Sankt Petersburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ivan Krylov – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ivan Krylov. In: Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage. München: Beck 2009. S. 132–137.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Iwan Krylow’s Fabeln in acht Büchern. Aus dem Russischen von Ferdinand Torney. Mit dem Bildnisse des Dichters. Mitau: Reyher 1842.