János Martonyi

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Martonyi zu Besuch bei Michael Spindelegger.

János Martonyi (* 5. April 1944 in Kolozsvár/Cluj, Rumänien) ist ein ungarischer Jurist und Politiker der rechtskonservativen Partei Fidesz. Er war 1998–2002 und 2010–2014 Außenminister von Ungarn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martonyi wurde in Kolozsvár geboren, das 1940 nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch an Ungarn abgetreten wurde und 1945 wieder an Rumänien kam. Er studierte Rechtswissenschaften in der kommunistischen Volksrepublik Ungarn und schloss 1967 sein Studium mit dem ungarischen Jura-Diplom ab. Er arbeitete danach als Rechtsanwalt und später als Handelssekretär an der ungarischen Botschaft in Belgien. Seit den 1980er-Jahren lehrt er an verschiedenen Budapester und europäischen Universitäten Rechtswissenschaften. Zwischen seinen Amtszeiten als Außenminister war er zudem Partner bei Baker & McKenzie in Budapest.[1]

1964 bis 1968 verfasste er während Studienreisen nach Westeuropa regelmäßig Berichte für die ungarische Geheimpolizei.[2]

1988 trat er kurz vor dem Zusammenbruch des Ostblocks der ungarischen kommunistischen Partei MSZMP bei. Während der Transition war er Beauftragter der kommunistischen Regierung für die Privatisierung und später ihr Vizeaußenminister.[2]

Seit 2003 ist er Mitglied der Partei Fidesz.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: János Martonyi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Curriculum Vitae: Foreign Minister János Martonyi. Ministry for Foreign Affairs of the Republic of Hungary, 13. Oktober 2010, archiviert vom Original am 5. August 2012, abgerufen am 23. Januar 2016 (englisch).
  2. a b Paul Lendvai: Enthüllungen. In: Der Standard. 31. Mai 2007 ([1]).
  3. A leendő Orbán-kormány tablója. In: Kossuth Rádió. 3. Mai 2010, archiviert vom Original am 7. September 2012, abgerufen am 23. Januar 2016 (ungarisch).
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)