Jürgen Spieß

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Jürgen Spieß bei einem Vortrag

Jürgen Spieß (* 1949 in Dillenburg) ist ein deutscher Althistoriker, Autor und Leiter des Institutes für Glaube und Wissenschaft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieß studierte von 1968 bis 1970 in Gießen und von 1970 bis 1975 in München Geschichte. Er wurde unter Hermann Bengtson in Alter Geschichte zum Dr. phil. promoviert.

Von 1984 bis 1999 war Spieß Generalsekretär der Studentenmission in Deutschland (SMD). Spieß 1999 gründete er das Institut für Glaube und Wissenschaft, das er bis 2015 leitete.

Im Laufe der Zeit veröffentlichte er zahlreiche Werke zum christlichen Glauben sowie zum Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Glauben. Unter anderem übersetzte er Werke des englischen Autors C. S. Lewis. Regelmäßig ist er als Referent bei Hochschultagen im In- und Ausland beschäftigt. Seit 1990 wurde er mehrfach auch von sowjetischen und russischen Universitäten zu Vortragsreisen eingeladen, wobei die Universität von Akademgorodok (Nowosibirsk) eine besondere Rolle spielt. Im Zentrum stehen dabei vor allem Fragen der historischen Glaubwürdigkeit der Bibel, der Auferstehung von Jesus Christus und des christlichen Glaubens.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieß verlor durch einen Verkehrsunfall seine Frau und ein Kind. Mit seiner zweiten Frau hat er eine Tochter mit Down-Syndrom. Fragen nach der Auferstehung und medizinischer Ethik sind für ihn daher nicht nur historisch und wissenschaftlich, sondern existenziell relevant.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Avidius Cassius und der Aufstand des Jahres 175. Dissertation, Universität München, 1975.
  • Wir werden siegen! Werden wir siegen? Zur Frage nach dem Sinn des Lebens. Brockhaus: Wuppertal 1977, ISBN 3-7974-6802-4.
  • Nach der Wahrheit fragen: Antworten von C.S. Lewis. Ausgewählt und eingeleitet von Jürgen Spieß. Brunnen-Verlag, Gießen/Basel 1984, ISBN 3-7655-3223-1; 6. Auflage 2007, ISBN 978-3-7655-3223-8.
  • Jesus für Skeptiker. Brockhaus, Wuppertal/Zürich 1990, ISBN 3-417-22037-8; 7. Auflage 2002, ISBN 3-417-20611-1 (übersetzt ins Serbische, Niederländische, Polnische, Dänische).
  • Ist Jesus auferstanden? Ein Historiker zur Auferstehung von Jesus Christus. 4. Auflage. SMD, Marburg 2011, DNB 1012143139 (Erstauflage 1991).
  • Alles relativ? Brockhaus, Wuppertal 1992, ISBN 3-417-20445-3.
  • Aus gutem Grund: Warum der christliche Glaube nicht nur Glaubenssache ist. Brockhaus, Wuppertal 1998, ISBN 3-417-20552-2, 2. Auflage: Jota, Hammerbrücke 2010, ISBN 978-3-935707-50-3.
Aufsätze
  • C.S. Lewis: Chancen und Grenzen der Apologetik, in Porta 30 (1982), S. 40–45.
  • Der Preis der Mündigkeit – Die alte Frage nach dem gnädigen Gott in einem neuen Gewand, in Porta 35 (1984), S. 27–30
  • Die Geschichtlichkeit der Heiligen Schrift, in S. Grosse u. a. (Hrsg.): Gotteswort im Menschenwort?, Marburg 1999, S. 42–56.
  • Dostojewskij – Prophet des 20. Jahrhunderts, in Transparent 4/98, S. I–IV.
  • Dostojewskij und das Neue Testament, in R. Opitz u. a. (Hrsg.): Deutsche Dostojewskij-Gesellschaft, Jahrbuch 1999, Band 6, Frankfurt am Main 1999, S. 121–132.
  • Fakten, Fakten, Fakten zur Auferstehung, in dennoch 2/99, S. 24f.
  • Leid und Tod – wo ist Gott?, in Transparent. 1/98, S. 3f.
  • Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen – Vom Himmel reden und vom Himmel schweigen., in Transparent Spezial, 1/2000, S. I–IV
  • Von Gottes Handeln in der Geschichte, in Evangelium und Wissenschaft, 23 (1992), S. 20–37
  • Zur Frage nach dem Sinn des Lebens, in Geschäftsmann und Christ 2/1978, S. 18–24
  • Dostojewskij – prorok XX weka, in Poisk (Zeitschrift der russischen Akademie der Wissenschaften), 19/98, S. 13.
  • Religia u weroterpimost, in Poisk (Zeitschrift der russischen Akademie der Wissenschaften), 6/99, S. 13.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.iguw.de/ueber-uns/dr-juergen-spiess.html