Jacob Segall

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Jacob Segall (auch: Jakob Segall; * 30. August 1883 in Chempin, Provinz Posen; † Mai 1959 in Tel Aviv) war Statistiker, Sozialpolitiker und Arzt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er leitete von 1908 bis 1933 in Berlin das Bureau für Statistik der Juden und redigierte die Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden, leitete von 1917 bis 1926 die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, praktizierte von 1922 bis 1933 als Arzt, ging 1933 nach Palästina, war dort zunächst als Arzt tätig und von 1935 bis 1953 wieder als Statistiker.

Hauptwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die beruflichen und sozialen Verhältnisse der Juden in Deutschland, Berlin 1912
  • Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege 1914–1918, Berlin 1921
  • Die geschlossenen und halboffenen Einrichtungen der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland, Berlin 1925 (mit Frieda Weinreich)

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckhard Hansen, Christina Kühnemund, Christine Schoenmakers, Florian Tennstedt (Bearb.): Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945. Band 2: Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945, Kassel University Press, Kassel 2018, ISBN 978-3-7376-0474-1, S. 177 f.
  • Siegmund Kaznelson (Hrsg.): Juden im deutschen Kulturbereich. Berlin 1962
  • Walter Tetzlaff: 2000 Kurzbiographien bedeutender deutscher Juden des 20. Jahrhunderts. Lindhorst 1982
  • Hugo Maier (Hrsg.): Who is who der Sozialen Arbeit. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1998, ISBN 3-7841-1036-3