Jacques Bonsergent (Métro Paris)

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Metro-M.svg Jacques Bonsergent
JacquesBonsergent1.JPG
Tarifzone 1
Linie(n) 05Paris m 5 jms.svg
Ort Paris X
Eröffnung 17. Dezember 1906
Stationsschild und Gedenktafel für Jacques Bonsergent am Bahnsteig
Soldaten vor dem östlichen Zugang der Station Lancry, der zur Zeit des Ersten Weltkriegs noch das von Hector Guimard entworfene Art-nouveau-Dekor aufwies

Jacques Bonsergent ist eine unterirdische Station der Linie 5 der Pariser Métro.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof befindet sich im Quartier de la Porte-Saint-Martin des 10. Arrondissements von Paris. Er liegt längs unter dem Boulevard de Magenta in Höhe der Place Jacques-Bonsergent.

Stationsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Eröffnung trug die Station den Namen „Lancry“ nach der Rue de Lancry, die dort den Boulevard de Magenta kreuzt. Lancry war der Nachname des Grundbesitzers, auf dessen Gelände 1777 die Straße eröffnet wurde.

Seit dem 10. Februar 1946 heißt der U-Bahnhof „Jacques Bonsergent“ nach dem neugeschaffenen Platz Place Jacques-Bonsergent. Der 1912 geborene Ingenieur Jacques Bonsergent war der erste Pariser Zivilist, der während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen – am 23. Dezember 1940 – hingerichtet wurde. Seine Wohnung befand sich in der Nähe des Platzes am Boulevard Magenta.[1]

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Dezember 1906 wurde die Linie 5 von Place Mazas (seit 1916: Quai de la Rapée) bis zur Station Lancry verlängert. Bis zum 15. November 1907 war Lancry vorübergehend Endstation, an jenem Tag ging die Verlängerung der Linie 5 bis Gare du Nord in Betrieb.[2]

Die Station liegt unter einem elliptischen Deckengewölbe, sie hat gekrümmte, weiß geflieste Seitenwände und Seitenbahnsteige an zwei Streckengleisen. Sie wurde von der Bahngesellschaft CMP errichtet und ist 75 m lang.[3] Es existieren zwei Zugänge, die beiderseits des Boulevard de Magenta nördlich dessen Kreuzung mit der Rue de Lancry liegen. Den westlichen markiert ein von Adolphe Dervaux im Stil des Art déco entworfener Kandelaber, das von Hector Guimard entworfene Art-nouveau-Dekor des östlichen wich einem Mast mit einem gelben „M“ in einem Doppelkreis.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sprague-Thomson-Züge auf der Linie 5 wurden ab 1978 durch Fahrzeuge der Baureihe MF 67 ersetzt,[4] denen ab 2011 MF 01-Züge folgten.

Weitere Verkehrsanbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tagsüber halten die Busse der RATP-Linien 56 und 65. Nach Mitternacht wird die Station von den Ringlinien N01 und N02 der Nachtbusse des Noctilien-Netzes bedient.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Canal Saint-Martin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 121.
  2. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 197.
  3. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  4. Jean Tricoire: op. cit., S. 198.
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Koordinaten: 48° 52′ 15″ N, 2° 21′ 39″ O