Jakob Ludwig Salomon Bartholdy

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Jakob Ludwig Salomon Bartholdy (Gemälde von Carl Joseph Begas, um 1824)

Jakob Ludwig Salomon Bartholdy (* 13. Mai 1779 in Berlin; † 27. Juli 1825 in Rom) war ein preußischer Diplomat.

Er war der Sohn wohlhabender jüdischer Eltern, studierte ab 1796 in Halle und ab 1798 in Erlangen die Rechte, worauf er sich anschließend allgemeineren Studien widmete. Seit 1801 hielt er sich mehrere Jahre in Paris auf, bereiste dann Italien und gemeinsam mit dem Archäologen Georg Christian Gropius Griechenland, woher seine Schrift Bruchstücke zur nähern Kenntnis des heutigen Griechenland (Berlin 1805) rührt. 1805 wurde er in Dresden Protestant und nahm - wie vorher schon seine verwitwete Mutter - an Stelle des ursprünglichen Namens Salomon (der nun zu seinem dritten Vornamen wurde) den Familiennamen Bartholdy an. Der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy war ein Sohn seiner Schwester.

Als 1809 der fünfte Koalitionskrieg gegen Napoleon begonnen wurde, kämpfte Bartholdy auf Seiten Österreichs als Oberleutnant in der Wiener Landwehr. Eine Frucht dieser Zeit ist seine Schrift Der Krieg der Tiroler Landleute im Jahr 1809 (Berlin 1814).

1813 in der Kanzlei des Fürsten von Hardenberg angestellt, begleitete er 1814 die verbündeten Heere nach Paris und ging von da nach London. Unterwegs machte er die Bekanntschaft des Kardinals Ercole Consalvi, mit dem er dauernd in Verbindung blieb und dessen Leben er beschrieb (Stuttgart 1824).

Auf dem Wiener Kongress war er vielfach tätig; 1815 kam er als preußischer Generalkonsul für Italien nach Rom. 1818 wohnte er dem Aachener Kongress bei und wurde als Geheimer Legationsrat zusätzlich Geschäftsträger am toskanischen Hof in Florenz.

1825 pensioniert, starb er am 27. Juli desselben Jahres in Rom und wurde auf dem Protestantischen Friedhof bei der Cestius-Pyramide begraben.

1815 ließ er einen Raum des von ihm angemieteten Palazzo Zuccari mit Fresken von Peter von Cornelius, Friedrich Overbeck, Wilhelm von Schadow und Philipp Veit zur Josephsgeschichte schmücken. Die Fresken der „Casa Bartholdy“, die 1867 von der Familie Zuccari an die Alte Nationalgalerie in Berlin verkauft wurden, gelten als ein Hauptwerk der Nazarenischen Kunst. 1904 erwarb die Mäzenin Henriette Hertz den Palast; heute befindet sich hier die Bibliotheca Hertziana.

Salomon Bartholdys wertvolle Sammlung von etrurischen Vasen, Bronzen, Elfenbein- und Majolikabildern etc. wurde für das Museum in Berlin erworben.

Titelblatt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jakob Ludwig Salomon Bartholdy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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