Jar of Flies

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Jar of Flies
Extended Play von Alice in Chains

Veröffent-
lichung(en)

25. Januar 1994

Aufnahme

7. September 1993 − 14. September 1993

Label(s) Columbia Records

Format(e)

CD, LP, MC

Genre(s)

Akustik, Bluesrock, Grunge

Titel (Anzahl)

7

Laufzeit

30:37

Besetzung

Produktion

Alice in Chains

Studio(s)

London Bridge Studios, Seattle

Chronologie
Dirt
(1992)
Jar of Flies Alice in Chains
(1995)

Jar of Flies (engl.: Glas voller Fliegen) ist die dritte Studio-EP der Grunge-Band Alice in Chains. Sie erschien am 25. Januar 1994 bei Columbia Records. Es war die erste Veröffentlichung mit dem neuen Bassisten Mike Inez, der zuvor für Ozzy Osbourne spielte. Es war auch die erste Nummer Eins für die Band und die erste EP, die jemals Platz eins der Billboard 200 erreichte[1], bis zur Veröffentlichung von Jay-Zs und Linkin Parks Collision Course 2004 blieb es auch die einzige.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Jar of Flies handelt es sich um eine überwiegend mit Akustikgitarren eingespielte Platte. Ähnlich wie bei Sap, der ersten Akustik-EP der Band, werden die Songs zumeist von Schlagzeug und Bass begleitet, auch verzerrte E-Gitarren-Solos sind zu hören. Überwiegend dominiert aber eine ruhigere Stimmung, auch wenn die erste Single No Excuses etwas schneller gespielt wird.[2] Mit Whale & Wasp ist auch ein Instrumentalstück enthalten. Streicher (I Stay Away) und Hintergrundchöre sind an manchen Stellen eingearbeitet. Das erste Stück Rotten Apple beginnt mit einem Talkbox-Effekt. Bei Don’t Follow wird eine Mundharmonika verwendet.

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Albumtitel, der sich mit einem Glas voller Fliegen, dahinter schemenhaft ein Kind, auf dem Titelbild widerspiegelt, bezieht sich auf ein Schulerlebnis Jerry Cantrells: Bei einem Experiment wurden zwei Gläser mit Fliegen gefüllt, einmal mit Nahrung, einmal ohne. Die Schüler beobachteten, wie sich die Fliegen ohne Nahrung gegenseitig auffraßen.[3][4]

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Rückkehr von der Lollapalooza-Tour 1993 stand die Band ohne Wohnung da, da sie die Miete nicht bezahlt hatte, so dass sie ein Zeitlang im London Bridge Studio in Seattle lebte. Während dieser Zeit entstand Jar of Flies. Die EP wurde in einer Woche geschrieben und mit Toby Wright aufgenommen, der später auch das nächste Album Alice in Chains produzierte.[4] Binnen einer weiteren Woche wurde die Platte abgemischt. Im Januar 1994 erschien sie und stieg auf Platz eins in die Billboard-Charts ein. Die Single No Excuses bekam viel Airplay im amerikanischen Radio. Weitere Singles waren I Stay Away (April 1994, hierzu gab es wie zu No Excuses ein Musikvideo) und Don’t Follow (1994). Whale & Wasp erschien im Januar 1995 als Promo-Single. Nach der Veröffentlichung von Jar of Flies legte die Band ausgebrannt eine Pause ein und gab keine Interviews, was die Entstehung von Gerüchten über die Drogensucht insbesondere Layne Staleys förderte.[1]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[5]
Jar of Flies
  DE 25 07.02.1994 (13 Wo.)
  AT 22 13.03.1994 (7 Wo.)
  CH 31 20.02.1994 (3 Wo.)
  UK 4 05.02.1994 (5 Wo.)
  US 1 12.02.1994 (59 Wo.)
  1. Rotten Apple − 6:58 (Musik: Cantrell, Inez. Text: Staley)
  2. Nutshell − 4:19 (Musik: Cantrell, Inez, Kinney. Text: Staley)
  3. I Stay Away − 4:14 (Musik: Cantrell, Inez. Text: Staley)
  4. No Excuses − 4:15 (Musik: Cantrell. Text: Cantrell)
  5. Whale & Wasp − 2:37 (Instrumental. Musik: Cantrell)
  6. Don’t Follow − 4:22 (Musik und Text: Cantrell)
  7. Swing on This − 4:04 (Musik: Cantrell, Inez, Kinney. Text: Staley)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Auszeichnung Verkäufe
KanadaKanada Kanada (MC)[6] Double platinum record icon.svg 2× Platin 200.000
NeuseelandNeuseeland Neuseeland (RMNZ)[7] Platinum record icon.svg Platin 15.000
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA)[8] Triple platinum record icon.svg 3× Platin 1.500.000
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI)[9] Silver record icon.svg Silber 60.000
Insgesamt Silver record icon.svg 1× Silber
Platinum record icon.svg 6× Platin
1.775.000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b www.allmusic.com: Bandbiografie Alice in Chains von Stephen Thomas Erlewine und Greg Prato
  2. www.allmusic.com: Rezension Jar of Flies von Steve Huey
  3. Hanno Kress: Aspirin und Hefeweizen, in Rock Hard, Nr. 105, Februar 1996.
  4. a b www.aliceinchains.net: Bandbiografie (Memento vom 1. März 2000 im Internet Archive)
  5. Charts DE Charts AT Charts CH Charts UK Charts US
  6. Auszeichnung in Kanada
  7. Auszeichnung in Neuseeland
  8. Auszeichnung in den Vereinigten Staaten
  9. Auszeichnung im Vereinigten Königreich