Jasmund (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen derer von Jasmund

Jasmund, ist der Name einer alten, ursprünglich rügischen Adelsfamilie die sich nach Pommern, Mecklenburg-Strelitz, Brandenburg-Preußen und Dänemark ausbreitete.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie hat Ihren Ursprung auf der Rügischen Halbinsel Jasmund von der sie auch ihren Namen entlehnt. Hier wurden am 9. Dezember 1320 erstmals die Brüder Dragomero und Hermanno urkundlich genannt, als Sie vom Fürsten Wizlaw III. die Güter Polchow, Glowe und Berfevort für 1800 Mark erwarben.[1]

Die Jasmund stellten mit Henning Jasmund (1432), Balzer Caspar Jasmund (1524–1525) und Balzer Jasmund (1595–1602) dreimal den Landvogt von Rügen, konnte im Folgenden auch weitere bedeutende Ämter in der Verwaltung ihrer Heimatländer besetzen.

Mit Hans von Jasmund 1554 Herr auf Vorwerk, beginnt die gesicherte Stammreihe der bis heute existierenden Familie. Ein weiterer Stamm Spyker nahm im Jahre 1314 seinen Anfang, erlosch jedoch mit Christoph Carl von Jasmund bereits im Jahr 1649.

Im Jahre 1640 gelangte das Geschlecht mit Stenzel von Jasmund nach Dänemark. In Mecklenburg-Strelitz stellte die Familie im Jahre 1716 mit Carl Andres von Jasmund den Hofmeister.

Im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin befinden sich fünf Eintragungen von Töchtern der Familien von Jasmund aus Cammin aus den Jahren 1713–1780 zur Aufnahme in das dortige adelige Damenstift.

Die Familie Carl Friedrich von Jasmund besaß von 1759 bis 1803 das Gut Groß Schönfeld bei Blankensee in Mecklenburg.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt in dem von Blau und Silber gespaltenen Schild zwei Rauten verwechselter Farbe. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken eine an den Ecken mit natürlichen Pfauenspiegeln besteckte blau-silber gespaltene Raute.[2]

Bekannte Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pommersches Urkundenbuch 5, Stettin 1903, S. 553–554, Nr. 3425
  2. laut Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band VI, Band 91 der Gesamtreihe, 1987