Kloster Dobbertin

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Kloster Dobbertin (1930)
Lageplan
Treppenhaus am Haupteingang

Das denkmalgeschützte Kloster Dobbertin bei Goldberg (Mecklenburg) im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern liegt auf einer Halbinsel am Nordufer des Dobbertiner Sees und ist durch den Klosterpark mit dem Ort Dobbertin verbunden. Es war eines der größten Nonnenklöster des Benediktinerordens in Mecklenburg. Nach der Umwandlung 1572 in ein adliges Damenstift wurde das nun Landeskloster mit seinem neu gebildeten Klosteramt zu einem der größten und reichsten Wirtschaftsunternehmen in Mecklenburg.

Heute wohnen dort Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung. Denkmalgerecht sanierte Damenhäuser, neu errichtete Werkstätten für Behinderte sowie eine Schule für individuelle Lebensbewältigung in den sanierten Klausurgebäuden kennzeichnen die heutige Einrichtung des diakonischen Werkes. Das Kloster Dobbertin ist in seiner Gesamtheit eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen in Mecklenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klostersiegel

Kloster der Benediktiner (OSB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlicher Kreuzgang

Von den historischen Anfängen des Klosters Dobbertin sind nur wenige Quellen überliefert. Vermutlich erfolgte die Klostergründung ohne Stiftungsurkunde oder sie ist sehr früh verloren gegangen.[1][2] Das Datum des eigentlichen Gründungstages ist nicht überliefert. Ob es der 21. März oder der Benediktstag sei, ist eine unbeweisbare Sage, doch seit Jahrhunderten schon wird der 4. Juli genannt.[3]

Die erste, seit 1748 nicht mehr im Original erhaltene,[4] aber für die Gründungsgeschichte wichtigste Urkunde vom 28. August 1227 schwartze Munche ordinis Benedicti ist nur abschriftlich vorhanden.[5] Darin bestätigen und erweitern die Brüder Johann und Nikolaus die Besitzungen, die ihr Großvater Borwin I., ihr Vater Borwin II. sowie dessen Bruder Nikolaus von Gadebusch als Gründungsausstatter den Mönchen des Benediktinerordens übertragen hatten. So muss die Klostergründung zwischen 1219 und 1225 erfolgt sein.[6] Schon 1219 hatte Borwin I. dem Benediktinerinnenkloster St. Maria im Sonnenkamp zu Neukloster bei seiner Gründung das nahe Dobrotin (Dobbertin) und Golz (Goldberg) gelegene Dorf Techutin (Techentin) geschenkt.[7] Infolge der großen Entfernung gestaltete sich die Bekehrung des heidnischen Wendentums im Gebiet um die spätere Vogtei Goldberg sehr schwierig. Daher gründete Borwin I. um 1220 am Jawir See, dem heutigen Dobbertiner See, ein besonderes Kloster darin schwarze Mönche des Benedictiner Ordens sein sollen.[8] Das Dobbertiner Kloster war das älteste Feldkloster des Benediktinerordens im Land Werle und das einzige Benediktinerkloster im Bistum Schwerin und in Mecklenburg. Die Aufsicht oblag dem Bischof von Schwerin.

Die Patrone als Schutzheilige des Klosters waren die Jungfrau Maria, Johannes Evangelist (1274, 1360) und zeitweilig Quirinus von Siscia (1337, 1360). Im parabolischen Siegel des Klosterpropst Arnold von 1310[9] ist stehend Jungfrau Maria mit dem Christuskind auf dem linken Arm und beim Propst Dietrich von 1351[10] ist Quirin zu sehen.

Die ersten Mönche hatte Abt Christopherus des Stader Marienklosters[11] aus seinem Konvent nach Dobbertin entsandt.[12] Als erster Propst wurde 1227 der Ordensangehörige Theodoricus Thedelinus prepositus fratum de Dobrotin genannt.[13] In seiner Funktion als Stellvertreter des Abtes führte er die Rechtsgeschäfte im Kloster, siegelte Urkunden und schloss Verträge ab. Ein Abt ist in Dobbertin nicht belegt.

1231 übertrug Fürst Johann dem Dobbertiner Mönchskloster die Rechte und Einkünfte an der Kirche in Goldberg als Ersatz für den Ausfall des von seinem Vater versprochenen jährlichen Getreidezehnten. Der Klosterpropst Odalricus erhielt 1231 auch noch das Archidiakonatsrecht der Goldberger Kirche.[14] Durch reichhaltige Schenkungen der Landesherren von Werle vergrößerte sich der Kernbesitz des Klosters um Dobbertin. Neben den Dörfern Dobbertin, Dobbin mit dem Dobbiner See, Jellen mit dem Langhagener See und Lohmen mit dem Garder See gab es aus Goldberg noch jährliche Getreideabgaben.[15] Das Kloster Dobbertin hatte in seinen Anfangsjahren neben dem klösterlichen Kerngebiet um Dobbertin schon Besitzungen im Land Röbel und im Land Ture in Richtung Pommern und Brandenburg erworben. Diese wurden als Vordere und Hintere Sandpropstei bezeichnet und der Verwalter mit Sitz in Röbel der Sandpropst genannt. Krümmel, Schwarz und Lärz waren 1237 dort die ersten Klosterdörfer.

Nach Konflikten zwischen den Mönchen und dem Abt Albert im Marienkloster zu Stade zogen sich die Dobbertiner Mönche nach Stade zurück. Sie hinterließen aber den Nonnen gleichen Ordens in Dobbertin nach ältesten Baubefunden[16] schon feste Holzbauten mit eingetieften Hauskellergruben als Wohnungen und ein kleines Bethaus. Es wird angenommen, dass durch Vermittlung des Marienklosters zu Stade und unter Mitwirkung des Bremer Erzbischofs Gerhard II. zwischen 1231 und 1234 Benediktinerinnen aus dem Stade benachbarten Kloster Zeven nach Dobbertin geschickt wurden.[17] Doch erst 1243 bezeugen Abt Dietrich und der Konvent des Klosters Stade, dass sie an Dobbertin ihren dortigen Besitz mit allen Rechten für 60 Mark Lübisch verkauft haben.[18]

Kloster der Benediktinerinnen (OSB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benediktinernonne als Konsolfigur, Klosterkirche Dobbertin

Urkundliche Nachweise der zeitlichen Veränderung als Frauenkloster der Benediktinerinnen fehlen. Auffällig sind hier jedoch Gemeinsamkeiten zwischen den Klöstern Dobbertin und Rühn mit der Gründung des Benediktinerinnenklosters zu Rühn. Erzbischof Gerhard II. zu Bremen bestätigte am 14. Mai 1233 in Stade die Gründung des vom Bischof Berno zu Schwerin begonnene und vom Bischof Brunward fortgeführte Nonnenkloster zu Rühn.[19] 1237 wurde Thedelinus als erster Propst des Klosters zu Rühn genannt.[20] Zwischen und 1227 und 1231 war Thedelinus aber Propst im Männerkonvent zu Dobbertin und dort als Urkunden-Zeuge erwähnt.[14] Zeitlich würde es passen, dass nach dem Zurückziehen des Mönchskonvents aus Dobbertin eine bewährte Führungspersönlichkeit als Propst das gerade errichtete Frauenkloster vom gleichen Orden leitete.[21] Die beiden Klöster Dobbertin und Rühn teilten später auch Grundbesitz, wie die Nutzung des Holzendorfer Sees, hatten gleiche Privilegien und wurden während in der Reformationszeit von den gleichen Visitatoren visitiert. Von weiteren Aufschwung Dobbertins als Nonnenkloster zeugen 1237 die Besitzbeschreibungen und Bestätigungen des Dobbertiner Klostergebieters durch Niklaus von Werle als Fürst von Rostock.[15][22]

Für die weltlichen und geistlichen Belange und der Verwaltung im Kloster waren nach der Verfassung der Benediktinerinnenklöster der Propst als Vorsteher des Frauenklosters und die Priorin als Leiterin des Konvents zuständig. In Dobbertin auch Priorissa genannt, ihre Stellvertreterin war die Unterpriorin, auch Subpriorin genannt. Sie war für die Verwaltung der Wirtschaft zuständig.[23] Wie im Kloster Zeven hatte die Dobbertiner Nonnen keine Äbtissin. Zu Personen und dem Leben im Nonnenkloster werden in den mittelalterlichen Urkunden namentlich nur Pröpste und Priorinnen erwähnt. Der Propst, auch Präpositus oder Prior genannt, nahm die führende Position ein und wurde dominus („Herr“) genannt.[24] Die bedeutende Stellung des Propstes auch gegenüber der Priorin zeigt sich in Dobbertin auch darin, dass bereits seit der Ersterwähnung des Klosters die Namen von Dobbertiner Pröpsten überliefert sind. Eine Priorin Gertrud wird erst 1300 genannt und danach erst 1337 wieder die Priorin Mechthild.[25][23]

Der Propst als geistlicher Vater des Klosters war aber auch der rechtliche Sachverwalter des Nonnenklosters und handelte in allen wirtschaftlichen Angelegenheiten zusammen mit der Priorin und dem Konvent. Er unterzeichnete und siegelte Urkunden, ohne ihn konnten keine Rechtsgeschäfte, kein Kauf oder Verkauf, kein Tausch und keine Verpfändung zustande kommen. Die Verwaltung und der Schutz der klösterlichen Besitzungen und Güter sowie die Vertretung des Klosters nach außen hin gehörten ebenfalls zu den Aufgaben des Propstes.[26] Doch auch Urkundenfälschungen soll es im Nonnenkloster gegeben haben.[27] Bereits 1300 führte Propst Johann[28] und 1302 sein Nachfolger Propst Arnold[29] ein eigenes Siegel.

Mit der Umwandlung Dobbertins in ein Nonnenkloster erhielten die Benediktinerinnen am 27. Oktober 1234 vom Schweriner Bischof Brunward das Recht der freien Wahl von Propst und Priorin, aber mit dem Hinweis, dass diese einträchtig vom Konvent gewählte Person die Kirche in geistlichen und weltlichen Dingen leiten könne.[30] Die Aufsicht des Nonnenklosters oblag dem Bischof von Schwerin. Dem Dobbertiner Kirchenpropst Ulrich wurde das Archidiakonat über die Kirchen in Goldberg, Lohmen, Ruchow, Karcheez und Woserin zugesprochen.[30][31] Besonders schnell wuchs der Güterbesitz des Klosters, wie schon wenige Jahre später ab 1237 bis 1397 aus den Besitzurkunden zu entnehmen.[32] Nach Bischof Brunwards Tod sollen 1238 aus dem Kloster Sonnenkamp wendische Nonnen zum Kloster Dobberin gekommen sein.[33][34]

Aus unbekannten Gründen kam es 1249 zwischen den Konventen der Benediktinerinnenklöster Dobbertin und Krevese in der Altmark zum Streit um das Sandpropsteidorf Lärz, denn beide Klöster besaßen die Hälfte des Dorfes. Propst Stephan von Röbel schlichtete den Streit zwischen dem Propst Heinrich von Krevese und Propst Vulrad (Vollrat)[23] von Dobbertin ohne Gerichtsverfahren. Das Dorf wurde dem Kloster Dobbertin zugesprochen und Kloster Krevese erhielt eine Entschädigung von 30 Mark Slawischer Pfennige.[35] Da beide Benediktinerinnenklöster gemeinsam dieselben Schutzheiligen, die Jungfrau Maria und Quirin, verehrten und gemeinsamen Besitz hatten, lässt die Vermutung zu, auch Krevese habe sich an der Umwandlung Dobbertins in ein Frauenkloster beteiligt.[36] Denn Krevese wurde schon vor 1200 durch Graf Albrecht von Osterburg gegründet.

Aus den wenigen überlieferten Archivalien zur inneren Entwicklung des Nonnenklosters ist zu erfahren, dass 1263 Papst Urban IV. das Kloster und dessen Besitz unter seinen Schutz stellte.[37][38] Am 13. Juni 1288 bestätigte der Schweriner Bischof Hermann die Stiftung eines Krankenhauses im Dorf Dobbertin. Mit Unterstützung des Pfarrers Detlev von Wackerbart aus Lüdershagen sollte das Haus mit beheizbarer Krankenstube für die kranken Nonnen errichtet werden. Zugegen waren neben dem Dobbertiner Propst Henricue (Heinrich) auch Propst Gozwin (Gottschalk) vom Benediktinerinnenkloster Neukloster und Propst Dietrich vom Benediktinerinnenkloster Rühn.[39]

Am 6. Juni 1309 bestätigte Papst Clemens V. in Avignon die Stiftung und Bewidmung des Krankenhauses in Dobbertin durch den Pfarrer Detlev von Lüdershagen und den Ritter Detlev Wackerbart.[40] Auch Papst Johannes XXII. nahm in Avignon am 23. Oktober 1333 den Nonnenkonvent und die gesamten Besitzungen des Dobbertiner Klosters in seinen Schutz.[41] und am 12. März 1360 gewährten in Avignon 18 Bischöfe den Besuchern des Klosters Dobbertin Ablass von Sündenstrafen.[42]

Zum Leben der Nonnen und ihrer sozialen Herkunft ist wenig bekannt. In den Aufzeichnungen des Dobbertiner Nonnenklosters, die sich im Dänischen Reichsarchiv in Kopenhagen befinden, sind Verzeichnisse zu den Klosterjungfrauen und Priorinnen von 1491 bis 1560 enthalten. Es sollen sich bis zu 30 Nonnen im Kloster aufgehalten haben.[43][44] Unter den Jungfrauen waren in der Mehrzahl aus den angesessenen Familien stammende Adlige, deren Besitzungen sich in der Umgebung des Klosters befanden. Mit dem Interesse des Jungfrauenklosters am mecklenburgischen Adel stieg neben ihrem Ansehen auch der Wohlstand, die Vermehrung der Präbenden und Versorgung der Nonnen von Adel. Die Besitzungen und Erwerbungen waren so zahlreich, dass sie ganze Seiten füllen würden. [45]

Einige noch erhaltene mittelalterliche Altarfiguren und Einzelbildwerke aus der alten Klosterkirche befinden sich seit 1834 im Staatlichen Museum zu Schwerin. Darunter ein geschnitzter Kopf eines Grabchristus Mitte 15. Jahrhundert, eine fast 60 cm hohe aus Eichenholz geschnitzte Heilige Anna Selbdritt zweite Hälfte 15. Jahrhundert und die drei Ölbergjünger Johannes, Jacobus und Petrus um 1430. Diese sind in der Mittelaltersammlung im Güstrower Schloss ausgestellt.[46] Der Dobbertiner Grabchristus steht möglicherweise im zeitlichen Zusammenhang mit einer Kerzenspende an den Propst Nicolaus Behringer und die Priorin Ermegarde Oldenborghe. Unter den Zeugen auf der Urkunde vom 30. August 1454 befindet sich auch Peter Kassow, der Beichtvater der Jungfrauen.[47]

Da noch vor dem Beginn der Reformation die Beachtung der Ordensregeln auch im Benediktinerinnenkloster in der Altstadt von Kolberg stark vernachlässigt wurde, ließ 1521 der Schweriner Domherr Ulrich Malchow als Administrator des Bistums Schwerin zwei Nonnen mit vorbildlicher Lebensführung aus dem Kloster Dobbertin nach Kolberg reisen. Sie sollten die dortigen Nonnen, die der Ordensregel unkundig sind, sorgfältig darüber unterrichten. Der aus Kolberg stammende Camminer Bischof Martin Carith. schickte zwei Kolberger Nonnen ins Kloster Dobbertin.[48]

Bis zur Reformation konnten in den fast 340 Jahren als Nonnenkloster bisher 44 Pröpste und 21 Priorinnen nachgewiesen werden.[23] Vom Beichtvater Bernd Holle (1382) und dem Stiftskanoniker Nikolaus Mestrop (1417) stehen die Grabplatten heute noch im südlichen Kreuzgang. Der Dobbertiner Propst Johannes Thun wurde ab 1504 Bischof zu Schwerin, Propst Heinrich Möller war 1523 einer der wenigen Prälaten Unterzeichner der Landständischen Union und Propst Bartholdus Moller starb 1530 als Rektor der Universität Rostock.

Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch in Mecklenburg wurde die Reformation in den Frauenklöstern zuletzt durchgeführt und sollte sich als äußerst kompliziert erweisen. Besonders im Benediktinerinnenkloster zu Dobbertin stießen die Herzöge und ihre Visitatoren auf den hartnäckigsten Widerstand. Der Landtag beschloss 1549 an der Sagsdorfer Brücke nahe bei Sternberg, die lutherische Konfession in Mecklenburg einzuführen. Herzog Johann Albrecht I. befahl 1552 die bisher halbherzig betriebene Reformation der Herzogtümer energischer durchzuführen. Sogleich beklagten sich die Dobbertiner Priorin Ypolita Gans (Hippolita Gans zu Putzlitz) und Unterpriorin Ermegard Stralendorp (Irmgard von Strahlendorff) mit ganzen Konvent beim Herzog, dass sie seit Jahren schon allen Gottesdienstes beraubt wären. Hieran sei de bose Predicante schuld, der Frau und Kinder habe.[49][23] Gemeint war hier wohl der Pastor Andreas Eberlein, ein ungeschickter Mensch, der keinen Grund der christlichen Lehre anzuzeigen wusste und im Examen allzeit übel bestand, fast alt und unfleissig, den die Jungfrauen gar nicht haben wollten ... Die Sorge der Dobbertiner Nonnen war nicht unberechtigt, denn schon im März 1552 begann man mit der Aufhebung der ersten Frauenklöster in den Herzogtümern. An die Dobbertiner Visitatoren erging der Befehl, die Jungfrauen mit einem füglichen, gelehrten Predikanten, der sie in Gottes Wort unterrichten könne, zu versorgen.

Visitation von 1557[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Reformversuch in Dobbertin fand 1556 statt, hatte aber bei den Nonnen wenig Eindruck hinterlassen. Im Tagebuch des Herzogs Ulrich ist darüber zu lesen: 1556, Nov. 2. Den Tag hab ich selbes die abgottery zu Dobbertin bei den nuhnen abgeschaffet.[50] Doch bei seinem persönlichen Einschreiten stieß er bei den 30 Nonnen nur auf hartnäckigen Widerstand. Auf dem Güstrower Landtag am 10. April 1557 wurden die Visitatoren durch die Herzöge Albrecht und Ulrich instruiert, alle Mönche und altgläubigen Prediger des Landes zu verweisen.

Mit der Visitation der Dobbertiner Klosterkirche und seinen neun Patronatskirchen in Goldberg, Mestlin, Lohmen, Kirch Kogel, Sietow, Lärz, Schwarz und Zidderich hatte man schon am 22. März 1557 begonnen.[51] Die Visitation des Klosters wurde am 24. März 1557 um 10 Uhr im Reventer, dem Versammlungssaal des Klosters, eröffnet und am 26. März fortgesetzt. Die Priorin Elisabeth von Hobe machte zwar einige Zugeständnisse, doch an eine Annahme der Reformation war nicht zu denken. Darauf schritten die Visitatoren sogleich zur Tat, entfernten die ergerlichen bilder, die zum teil geputzt vnd geziert stunden, aus dem Chor und verbrachten sie, gesichert durch Schloss und Siegel, in das Beichthaus.[52] Den Schlüssel erhielt der Hofmarschall Jürgen von Below, der seit 1557 als Klosterhauptmann und Verwalter in Dobbertin eingesetzt war. Bei diesen halbherzigen Maßnahmen beließen es die Visitatoren. Für eine vollständige Abschaffung der Abgottery im Chor und in den Nonnenzellen fühlte sich die Kommission zu schwach. So verharrten die Nonnen beim alten Ritus und die Klagen über der Nonnen zu Dobberin vngehorsam vnnd gottloßheit drangen bald bis zu den Herzögen nach Güstrow.[53] Als am 3. September 1557 die Visitatoren mit dem Klosterhauptmann Jürgen von Below wieder in Dobbertin erschienen, wurden sie nicht ins Kloster gelassen. Die Gespräche führte man fünf Tage lang durch das Gitterfenster des Sprechhauses. Am 7. September musste der Landreiter als Gendarm auf den Turm steigen und den Klöppel aus der Glocke nehmen. Danach wurden die Verhandlungen abgebrochen und die Nonnen bezeichneten die Visitatoren als offentliche kirchenbrecher. da sie ohne Berechtigung die Glocken hätten abnehmen lassen.[54]

Mit schärferen herzoglichen Instruktionen ausgestattet, verschafften sich die Visitatoren am 17. September Einlass und ließen durch die Maurer den oberen Chor zumauern und eine Tür aus dem Kreuzgang in die Kirche brechen. Nach grossen hewlen, gepleer vnd geschrey vor der Chortreppe fielen die Nonnen wie rasendt, vnsinnig, tholl und thoricht gewaltsam in den Chor ein, verschafften sich die ihnen abgenommenen Bet- und Gesangsbücher und beschmissen damit die Maurer. Mit Steinwürfen, Wassergüssen und Schlägen wurden auch die fürstlichen Diener in die Flucht geschlagen. In der Nacht ließen die Nonnen Gewänder und Messgeräte heimlich auf ein Boot schaffen. Auf dem Dobbertiner See kippte das Boot um und der Holzvogt ertrank. Am Morgen fuhren der Klosterhauptmann Jürgen von Below und der Küchenmeister Johann Graetzen auf den See und brachten ein Teil der Ladung zurück. Am 30. September versuchten es die Vistatoren zum letzten Mal und standen wieder vor der verschlossenen Klosterpforte.[55] Auch in den nächsten fünf Jahren sollte sich im Kloster Dobbertin nichts ändern.

Visitation von 1562[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Güstrower Herzog Johann Albrecht gab jedoch nicht auf. Am 26. September 1562 kam er mit seinem Hofgefolge und den Visitatoren in das Benediktinerinnenkloster nach Dobbertin. In seinem persönlichen Tagebuch ist vermerkt: 1562, Sept. 26 alda visitirt die Nonnen. 1562, Sept. 27. Zu Dobbertin mit Junckfrawen disputiret.[56] Nach dem Verlesung der neuen Statuten drohte man den Nonnen bei Nichtannahme, sie aus dem Kloster zu vertreiben. Die Nonnen wollten sich sogleich, auch gegen den neuen Klosterhauptmann Joachim zu Kleinow, mit Steinen und mit Knüppeln zur Wehr setzen. Am 29. September – dem Tag der persönlichen Anhörung der 26 Nonnen – kam es schon in den frühen Morgenstunden zu Handgreiflichkeiten zwischen Catharina von Pressentin mit den evangelisch gesinnten Nonnen Margareta von Wangelin und Elisabeth von Hagenow.[23] Im Protokoll war dann von 14 gehorsamen, 11 ungehorsamen und einer kranken Nonne zu lesen. Als die Ungehorsamen auf die im Klosterhof bereitstehenden zehn Wagen verladen werden sollten, kam es zu einem seltsamen Spectakel. Die widerspenstigen Nonnen griffen zu Steinen und Stöcken, mit denen sie die herzoglichen Knechte verprügelten. Danach zogen sie unter Absingen lateinischer Kirchengesänge zu Fuß aus dem Kloster und durch das Dorf bis zum adligen Gut in Suckwitz, wo Verwandte von Dorothea von Grabow wohnten. Die Wagen folgten, von den Nonnen aber ungenutzt.[57]

Am 30. September 1562 wurden für die enthobene Priorin Elisabeth von Hobe und die Unterpriorin Catharina von Pressentin von den Herzögen Margaretha von Wangelin die erste lutherische Priorin bestimmt. Zur Verlesung der der neuen Klosterordnung erschienen am Morgen des 1. Oktobers die verbliebenen 14 Nonnen im Reventer, doch nachmittags zum Examen ließen sich außer der neuen Priorin, nun auch Domina genannt, alle anderen Nonnen unter fragwürdigen Vorwänden entschuldigen. Im Bericht des Klosterhauptmanns Joachim zu Kleinow vom 20. Oktober 1562 zur durchgeführten Klostervisitaion ist zu lesen: Der dullen Nonnen Krich iss gewesen, also der Buren Krich, sed tamen fulmen ex vitro. (Der verrückte Nonnen Krieg war wie der Bauernkrieg nur ein kurzes Aufflackern).[58] Für die Herzöge und Visitatoren galt das Kloster nun als reformiert, doch es sollte noch ein weiteres Jahrzehnt dauern.

Visitation von 1569[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1564 waren etliche der verstockten und ausgewiesenen Nonnen wieder ins Kloster zurückgekehrt. 1565 ordneten die Herzöge eine erneute Visitation an. Diese scheiterte jedoch, weil die Deputierten der Ritter- und Landschaft nicht erschienen. Es war zu vermuten, dass einige der adligen Nonnen aus deren Familien kamen. Man vermerkte, dass durch das Scheitern der Visitation den halsstarrigen Jungfrawen der Muth zu mehr Gotteslesterung, und den frommen zu unterdrücken, sogar noch gestärkt wurde. Auch Anna von Bülow kam 1567 heimlich ins Kloster zurück.

Erst Anfang Oktober 1569 kamen dann die Visitatoren wieder nach Dobbertin und mussten feststellen, dass im Kloster die alte katholische Ordnung inzwischen fast vollständig wiederhergestellt worden war. Die älteren Nonnen weigerten sich, die deutsche Bibel und den Katechismus Luthers zu lesen und achteten den evangelischen Gottesdienst nicht. Sie hatten sogar zwei Jungfrauen des Ordens zum Heiligen Grabe und trotz Verbotes Novizinnen aufgenommen, eingekleidet und das Gelübde abgenommen.[59] Unter dem Protest der Nonnen wurde die evangelisch gesinnte Elisabeth von Hagenow zur neuen Priorin bestimmt und erstmals als Domina bezeichnet. Zur Unterpriorin wurde Margaretha von Kerberg, eine verbliebene Nonne eingesetzt. Die Visitationskommission von 1569 hatte weiter nichts erreichen können und es fand sich für längere Zeit im Herzogtum auch keiner, der die vakante Stelle des Klosterhauptmanns zu übernehmen bereit war. Erst Anfang 1570 konnte auff sonderliche vnterhandtlung. der Güstrower Hofmarschall Joachim von der Lühe für das Amt gewonnen werden.[60]

Visitation von 1570[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. März 1570 trafen die Visitatoren wieder in Dobbertin ein und stellten fest, dass sich sogar auch unter den frommen und evangelisch gesinnten Jungfrauen verbotenerweise neu eingekleidete Nonnen befanden. Zu Abschreckung ließen sie die vom Orden zum Hl. Grabe zugewanderte Meta Krantz wegen ihrem eine Zeit hero gezeigten Ungehorsam mit sofortiger Wirkung aus dem Kloster weisen. Am 16. März übertrugen die Visitatoren dem neuen Klosterhauptmann Joachim von der Lühe und dem eingesetzten Pastor Joachim Krüger die Durchführung der Kirchenordnung. Der Erfolg blieb aus, denn schon im Mai 1570 lebten die Dobbertiner Nonnen weiter nach dem alten Ritus und mit den alten Gesängen. Die 1572 erlassene Reformation und Ordnung der Jungfraw Clöster. Wie es darin mit Christlicher Lehr, Gebrauch des hochwürdigen Sacraments, teglichGesungen und anderen Christlichen Übungen soll gehalten werden[61] als Klosterordnung fand in Dobbertin wenig Beachtung. Mit der Übertragung des Klosters Dobbertin 1573 auf die Ritter- und Landschaft hatten die Herzöge das Interesse an der Klosterreformation in Dobbertin verloren.

Visitation von 1578[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach acht Jahren fand wieder eine, wohl die letzte Visitation, im Kloster Dobbertin statt. Am 17. März 1578 kamen die Visitatoren für nur einen Tag nach Dobbertin, darunter waren auch Jürgen von Below, Johann von Linstow und der Klosterhauptmann Joachim von der Lühe. Es hatte sich in den Jahren kaum etwas geändert, die strengen Sitten wurden weiter arg vernachlässigt und die mangelnde Zucht und die Ordnung sollten noch Jahre andauern. Erst mit der Bestätigung der revidierten Dobbertiner Klosterordnung durch Herzog Ulrich am 3. Mai 1578 und deren Übergabe an die Klosterjungfrauen am 10. März 1579 wurden die katholischen Riten und Zeremonien nach und nach vernachlässigt.[62]

Der 21-jährige Widerstand endete erst mit dem Aussterben der älteren unbeugsamen Nonnen. Einmalig in der Geschichte ist dieser Vorgang in Mecklenburg als Der dulle Nonnen Krich eingegangen.[63] Nach der Einführung der evangelischen Kirchenordnung in Mecklenburg konnten sich die Klosterjungfrauen auf Dauer nicht widersetzen.

Das Landeskloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landeskloster mit Klosteramt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabplatte Agnes Hedwig von Bassewitz im Klosterladen
Hochzeit im Kloster Dobbertin (1910)

Am 4. Juni 1572 erklärten sich der Herzog Johann Albrecht und Herzog Ulrich auf dem Sternberger Landtag am Judenberg mit der Übergabe der mecklenburgischen Klöster an die Ritter- und Landschaft einverstanden. Nach Artikel 4 der Sternberger Assekuration vom 2. Juli 1572 wurde das Kloster Dobbertin zu einem evangelischen Stift für adlige Damen „zur christlich ehrbaren Auferziehung inländischer Jungfrauen, so sie sich darin zu begeben Lust hätten“, bestimmt. Die Abtretung des Klosters sollte am 15. Oktober 1572 stattfinden, die wirkliche Überweisung erfolgte aber erst 1573.[64]

Mit der Umwandlung des Nonnenklosters in ein weltliches Damenstift bedurfte es auch einer neuen Verwaltungsorganisation mit festen Regeln zur Erhaltung und Vermehrung des Klostervermögens. Das nun Landeskloster mit einem neuen Klosteramt entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten nicht nur zum größten und reichsten Wirtschaftsunternehmen in Mecklenburg, sondern auch zu einem bestimmenden Gestalter der ganzen Region.

An die Stelle des Propstes, der vor der Reformation auch die Verwaltungsgeschäfte des Klosters geregelt und außerhalb des Klosters gewohnt hatte, trat nun der Klosterhauptmann als Geschäftsführer. Er wurde in den Jahren auch als Amtmann, Verwalter oder Klostervorsteher des Klosteramtes bezeichnet. Über die Jahrzehnte leiteten 34 Klosterhauptmänner und 59 Provisoren aus den ältesten mecklenburgischen Adelsfamilien das Klosteramt.[23] Der Klosterhauptmann hatte mit je einem Provisor aus dem Herzogtum Schwerin und dem Herzogtum Güstrow und dem Küchenmeister[65][66] die Oberaufsicht im Klosteramt. Die Provisoren wurden auf den Landtagen für vier Jahre und der Klosterhauptmann für sechs Jahre gewählt. Sie mussten alle dem mecklenburgischen Adel angehören. Dem Klosterhauptmann standen bei der Ausübung der Amtsgeschäfte ein Küchenmeister und ein Syndicus zur Seite. Der Küchenmeister als Finanzbeamter zeichnete für alle Einnahmen und Ausgaben sowie das Rechnungswesen und die Klosterkasse verantwortlich. Der Syndicus, ein selbstständiger Rechtsbeistand, war als Richter am Klosteramtsgericht tätig. Gerichtsverfahren und Prozesse gab es reichlich, von Schlägereien bis zu Mord und Totschlag, von Aufsässigkeit und Pferdediebstahl über Unzucht und Hurerei bis zu Hexenprozessen mit Todesurteilen.[67] Die örtliche Polizeigewalt oblag dem Landreiter. Die vier Gefängniszellen können heute noch unter dem Dach des ehemaligen Brau- und Brennhaus besichtigt werden.

Die umfangreichen Klosterbesitzungen südlich der Müritz gelegen und als Vordere und Hintere Sandpropstei bezeichnet, wurden von einem in Röbel wohnenden weltlichen Beamten, den Sandpropst verwaltet.[68]

Zur Klosteramtsverwaltung gehörten noch der Amtssekretär mit Aktuar, der Forstinspektor und die Amtsdiener.[69] Zu den einfachen Beamten gehörten die Dorfschulzen, Pastoren der Patronatskirchen, Küster, Lehrer, Ärzte und Apotheker, Amtsboten, Förster, Holzwärter, Amtsjäger, Stationsjäger, Parkwächter, Nachtwächter, Postboten, Gärtner, Bäcker und Bauhofarbeiter. Im Klosteramt gab es sogar einen Amtsbäckermeister, Amtsmaurermeister und Amtszimmerermeister.

Das Klosteramt entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten nicht nur zu einem florierenden Wirtschaftsunternehmen, sondern auch zu einem bestimmenden Gestalter der ganzen Region. Zum Besitz gehörten noch Ende des 19. Jahrhunderts 25 122 Hektar Land, Wiesen, Wald, Seen und zeitweise 132 Dörfer, 26 Klostergüter, 17 Pachthöfe, 17 Pachthöfe, 12 Forsthöfe, 19 Pfarrkirchen, 27 Schulen, 16 Mühlen, 13 Dorfkrüge, sechs Ziegeleien und Kalköfen, drei Bauhöfe, drei Glashütten, Teeröfen, Sägewerke, Schmieden, Meiereien und der Klosterbauhof in Dobbertin.[70] Das Klosteramt regelte auch die Armen- und Krankenversorgung, in Dobbertin hatte man neben drei Armenhäusern, einem Krankenhaus mit 14 Betten, einer Apotheke noch eine Kleinkinderschule zu versorgen. Eine der Hauptaufgaben war die Verpachtung und Bewirtschaftung der Klostergüter, Dörfer, Klosterhöfe, Schmieden, Dorfkrüge, Mühlen und Molkereien. Dazu kam noch die Forst, Jagd mit Hütung sowie die Seen mit der Vergabe der Fischereirechte. Dem Klosteramt oblag auch die Errichtung und Unterhaltung von Gebäuden, der Straßen- und Chausseebau, die Elektrifizierung, die Post und das Telefon in den Klosterdörfern.

Klosterdörfer im Amtsgebiet mit der Sandpropstei waren Altenhagen, Bossow, Darze, Diemitz, Dobbertin, Dobbin, Garden, Gerdshagen, Groß Breesen, Jellen, Kläden, Kleesten, Klein Upahl, Kirch Kogel, Lähnwitz, Lärz, Lenzen, Lexow, Lohmen, Mestlin, Mühlenhof, Neuhof, Nienhagen, Oldenstorf, Ruest, Roetz, Rum Kogel, Schwarz, Schwarzer Hof, Schwinz, Sehlsdorf, Sietow, Spendin und Vimfow.[70]

Aus den akribisch durch den Küchenmeister geführten jährlichen Rechnungsbüchern lassen sich neben der wechselvollen Klostergeschichte auch die der 36 Klosterhauptmänner in den 370 Jahren nachvollziehen.[23] So war Joachim von Bassewitz auf Levetzow nach seiner Amtszeit von 1588 bis 1601 als Klosterhauptmann Dompropst in Schwerin, wurde dort 1610 wegen Unfähigkeit abgelöst. Von 1612 bis 1622 war der Oberhofmarschall Joachim von Oldenburg auf Gremmelin Klosterhauptmann. Er war am Reichskammergericht und anschließend am mecklenburgischen Hof in Güstrow bei Herzog Ulrich tätig. Nach dem Armenhausregister ließ Joachim von Oldenburg schon 1612 im Peltzer-Haus in Dobbertin ein Armenhaus für sechs arme Untertanen einrichten.[71] In seiner Amtszeit von 1709 bis 1744 machte sich Joachim Lütke von Bassewitz sehr verdient, denn er ließ in diesen Jahren 17 neue Damenhäuser mit Steindächern erbauen. Mit seiner ersten Ehefrau Agnes Hedwig, geb. von Krakewitz hatte er elf Söhne und neun Töchter. Die Grabplatte steht im Klosterladen. Der Geheimrat und Präsident des mecklenburgischen Hof- und Landgerichts bei Herzog Johann Albrecht II. in Güstrow, Paschen von der Lühe auf Thelkow bei Tessin, übernahm 1635 die Leitung des Klosteramtes. 1640 schickte er den erst 19-jährigen Dobbertiner Pastor Enoch Zander zur schwedischen Königin Christina nach Stockholm, um dort für das Kloster Dobbertin einen Schutz- und Schirmbrief zu erwirken.

Als holsteinischer Premierminister, Geheimrat und Oberhofmarschall war Henning Friedrich Graf von Bassewitz auf Prebberede 1714 und 1724 in St. Petersburg bei Zar Peter dem Großen und 1725 bei der Zarin Katharina I. Seit 1733 wieder in der Mecklenburger Landespolitik, wählte man ihn 1746 zum Klosterhauptmann in Dobbertin, wo er 1749 starb.[72]

1730 gingen die Heldentaten des 1721 als Provisor gewählten[73] Jobst Hinrich von Bülow auf Woserin, der von 1744 bis 1746 kommissarisch die Verwaltung des Klosteramtes innehatte, mit seinem Glaskrieg und der unordentlichen Predigerwahl in die Klostergeschichte ein. Er beschaffte sich so Geld für die 1747 durchgeführte Restaurierung der Nonnenempore in der Klosterkirche. Bei der Predigerwahl 1738 ließ er die Wahlprotokolle fälschen, einfach 15 Stimmen hinzu schreiben und der Hofprediger Christian Behm wurde Pastor. Da aber die Klosterdamen seinen Wunschkandidaten nicht haben wollten, mussten sich vier Jahre lang der Landtag, die Juristenfakultät und der Reichsgerichtshof mit diesem betrieblichen Unfug beschäftigen. [74] Der Klosterhauptmann Dietrich von der Osten auf Karstorf nahe Burg Schlitz war während seiner Amtszeit 1762 stark verschuldet und wurde 1768 wegen betrügerischen Konkurs steckbrieflich in ganz Mecklenburg gesucht. 1771 auf die Festung nach Dömitz verbracht, hatte man ihn nach drei Jahren Gefängnis mit Landesverweisung nach Rügen begnadigt. Damals gehörte Rügen noch zu Schweden.

Ab 1836 war Carl Peter Johann Baron von Le Fort auf Boek an der östlichen Müritz Klosterhauptmann. Er leistete als Kaufmann hervorragende Arbeit in der Verwaltung des Klosteramtes, so dass er auf den Landtagen dreimal auf sechs Jahre bis 1854 als Klosterhauptmann wieder gewählt wurde. Le Fort besorgte Geld für den Kirchenbau, schuf den Park und hinterließ wohlgeordnete Finanzen. Seine Söhne erhielten ab 1844 im Amtshaus Unterricht durch den Hauslehrer und plattdeutschen Dichter John Brinckman. Als am 13. August 1853 der Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin vom Kloster Malchow zum Besuch ins Kloster Dobbertin kam, war Le Fort mit seiner Familie einfach zu Verwandten nach Holland gefahren. Die Führung durch das Kloster erfolgte durch die schon 74-jährige Domina Hedwig von Quitzow, danach reiste der Großherzog mit Gefolge sofort weiter nach Schwerin.[75]

Von 1882 bis 1894 war der Großherzoglich Mecklenburg-Strelitzer Kammerherr und Landrat Wilhelm Fritz Julius Thedwig von Oertzen auf Lübbersdorf Klosterhauptmann.[76] Während seiner Amtszeit engagierte er sich besonders für die Verbesserung des gesamten Schulwesens in den Klosterdörfern. Nach seiner am 13. August 1886 für die Ortschaften erlassenen Schulordnung war auf einen regelmäßigen Schulbesuch zu achten. Die Oberaufsicht hatte der Klosterhauptmann mit dem Pastor, ihm zur Seite standen der Dorfschulze und der Lehrer, die auch gemeinsam den Lehrplan, die Lehrbücher und die Lehrmittel bestimmten. Ferien gab es reichlich, so zu Weihnachten, Ostern, Pfingsten und während der Getreide- und Kartoffelernte.

Der letzte 1917 auf dem Landtag zu Sternberg gewählte Klosterhauptmann Hellmuth Otto Maria von Prollius auf Stubbendorf wurde durch die Wirren der Revolution nach nur einjähriger Amtszeit am 1. November 1918 durch die neue Landesregierung abgesetzt. Er durfte seine Amtsgeschäfte aber weiterführen, bis auf Forderung des Dobbertiner Arbeiterrates von Prollius am 7. Juli 1919 durch den Staatsminister Dethloff nochmals abgesetzt wurde. Ein wohl einmaliger Vorgang in der Geschichte des mecklenburgischen Landesklosters.[77]

Bei den Provisoren aus den Herzogtümern Schwerin und Güstrow konnten bisher 59 nachgewiesen werden.[78] Die längste Amtszeit als Provisor hatte der Landrat Hans Dietrich Wilhelm von Blücher auf Suckow bei Teterow von 1820 bis 1861. Beim Studium an der Universität in Leipzig wurde Blücher 1811 zusammen mit Theodor Körner wegen Prügelei und anderer Delikte verhaftet und nach neun Wochen Karzer von der Universität verwiesen.[79] Nach der Schlacht bei Waterloo verabschiedete er sich 1816 aus dem 2. Husaren-Regiment, übernahm die Güter seines Vaters und wurde 1819 auf dem Landtag zu Sternberg mit 30 Jahren zum Provisor gewählt. Mit Treue und Hingabe übte von Blücher dieses Amt 41 Jahre lang aus und starb 1861 mit 72 Jahren. Klosterhauptmann Otto Julius von Maltzan veranlasste für ihn danach vier Wochen lang in allen Kirchen des Klosteramtes täglich von acht bis neun und nachmittags von ein bis zwei Uhr Trauergeläut.[80]

Bei den Küchenmeistern sind bisher nur 27 namentlich überliefert. Wegen der recht langen Amtszeiten schien die Stelle landesweit begehrt gewesen zu sein. 1908 gingen nach einer öffentlichen Ausschreibung 112 Bewerbungen ein, darunter waren neben Rechtsanwälte, Geschäftsführer und Prokuristen auch Staatssekretäre, Regierungsräte und Mitarbeiter des Landesgestüts Redefin.

Landeskloster mit Damenstift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leben im Damenstift wurde relativ eigenständig von einer auf Lebenszeit gewählten Domina als Vorsteherin organisiert. Vertreterin ist eine auch durch den Konvent gewählte Priorin. In der Dobbertiner Klosterordnung ist zu lesen: Falls die auf Lebenszeit gewählte Domina körperlich in ihrem Amt behindert sein sollte, hat die Priorin in diesen Stücken zu vertreten. Die Konventualinnen hatten in dieser evangelischen Gemeinschaft vielfältige Aufgaben zu erfüllen.

In den fast 370 Jahren des Bestehens als adliges Damenstift waren hier 21 gewählte Dominas als Vorsteherin des Konvents tätig, einige übten ihr Amt weit mehr als 30 Jahre aus. Schon mit 13 Jahren kam 1695 Anna Leveke von Bülow auf Groß Siemen ins Kloster, lebte dort 52 Jahre, davon 20 Jahre als Domina. Ihr Porträt hing bis 1945 im Konventsaal, ihre Grabplatte steht heute noch im nördlichen Kreuzgang. Ab 1757 war Oelgard Anna Ilsabe von Kruse(n) auf Bredenfelde 35 Jahre Domina und starb mit 91 Jahren in Dobbertin.[81] Die Ordensübergabe Pour la vertu durch Herzogin Louise Friederike fand am 9. März 1764 im Amtshaus des Klosterhauptmanns bei einem rauschenden Fest vor über 100 geladenen Gästen statt.[82] Ihr Wappenschild hängt auf der Nonnenempore in der Klosterkirche und ihr Ölgemälde wurde 1945 aus dem Konventsaal gestohlen. 1831 kam Hedwig Elisabeth von Quitzow auf Severin nach Dobbertin, sie leitete 37 Jahre den Konvent und starb mit 96 Jahren. Ihr Name ist im Schlussstein des westlichen Kreuzgangs zu lesen. Nach der Kirchweihe 1875 nahm sie starken Einfluss auf die vollständige innere Ausschmückung der Klosterkirche. Als Nachfolgerin wünschte sie sich Mathilde von Rohr, auch eine Preußin, die seit 1869 in Dobbertin wohnte und mit dem Schriftsteller Theodor Fontane befreundet war.[83]

Von 1875 an leitete Herwig von Schack auf Pankelow 31 Jahre als Domina den Konvent. Zu ihrem 25 jährigen Jubiläum bekam sie 1900 vom Herzogregent Johann Albrecht zu Mecklenburg das goldenen Amtskreuz mit einem großen und vier kleineren hellblau-grünen Türkise und 42 Brillanten der goldenen Kette verliehen. Ihr Grabstein mit Inschrift wird auf dem Klosterfriedhof heute immer noch als Begrenzungsmauer der Abfallgrube benutzt. Die Tochter Auguste Elenore von Bassewitz des Schweriner Geheimen Regierungsrat Friedrich von Bassewitz war von 1906 bis 1925 fast 19 Jahre Domina. Nach den schweren Kriegsjahren und der Abberufung des Klosterhauptmanns Hellmuth von Prollius 1918 setzte sie sich bei der neuen Klosterverwaltung energisch für den Erhalt des Konvents in Dobbertin ein. 1925 hatte der Konvent Auguste Caroline von Pressentin auf Rohlstorf einstimmig zur Domina gewählt. 1936 wurde sie durch Intrigen der Konventualin Agnes von Bülow als NS-Frauenschaftsleiterin des Kreises Parchim mit dem goldenen Parteiabzeichen der NSDAP durch den Parchimer Landrat Friedrich Roschlaub abgelöst.[84] Als letzte vom Konvent gewählte Domina starb sie fast blind mit 91 Jahren am 23. Februar 1951 in Dobbertin. Ihr Grabstein steht auf dem Klosterfriedhof.

War zu katholischer Zeit die Aufnahme in das Kloster noch alleinige Sache der Priorin, hatte sich dieses mit der neuen Klosterordnung von 1572 geändert. Die Voraussetzungen für eine Aufnahme waren der Nachweis der Klosterfähigkeit, der adligen Herkunft mit Ahnennachweis, die Jungfräulichkeit, die christliche Religion und die schriftliche Erklärung zur „inländischen Abstammung“. Die Eltern ließen schon wenige Tage nach der Geburt die älteste Tochter in Dobbertin, die zweitgeborene im Kloster Malchow und die dritte Tochter im Kloster Ribnitz einschreiben. Wenn ein Klosterplatz durch Abgang frei wurde, durfte nach der Einschreibeliste das nächste Fräulein einrücken. Bis zur Aufforderung zum Einrücken in das Kloster waren Wartezeiten von 40 bis 50 Jahren auf einen freien Platz üblich.

Einschreibebuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Dobbertiner Einschreibebuch
Wappentafel der Konventualinnen, Museum Schloss Güstrow Mai 2010

Das seit 1696 geführte Dobbertiner Einschreibebuch[85] enthält insgesamt 2066 Eintragungen von Töchtern der 160 bekanntesten und ältesten mecklenburgischen Adelsfamilien, wie von Barner, von Bassewitz, von Below, von Behr, von Bernstorff, von Blücher, von Brandenstein, von Bülow, von Both, von Cramon, von Dewitz, von Ferber, von Flotow, von Graevenitz, von Gundlach, von Hahn, von Hammerstein, von Hobe, von Holstein, von Kamptz, von dem Knesebeck, von der Lancken, von Lehsten, von Levetzow, von Linstow, von Lowtzow, von Lücken, von der Lühe, von Lützow, von Maltzan, von Meerheimb, von Mecklenburg, von Moltke, von Oertzen, von Oldenburg, von der Osten, von Passow, von Pressentin, von Preen, von Plessen, von Plüskow, von Pritzbuer, von Quitzow, von Raven, von Restorff, von Rieben, von Rohr, von Schack, von Schuckmann, von Stenglin, von Storch, von Stralendorff, von Vieregge, von Voß, von Wangelin, von Weltzien, von Wickede, von Winterfeld, von Zeppelin und von Zülow, die auch in der Geschichte des Landes eine große Rolle spielten.

Damenstift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gnadenkreuz der Konventualinnen seit 1763

In Damenstift wohnten nur 32 Jungfrauen, die sich nun Konventualinnen aber auch Fräulein oder Klosterdame nannten. Seit 1737 gab es auch mindestens zwei Töchter aus mecklenburgischen ratsfähigen Bürgerfamilien der Städte, meistens Töchter von Bürgermeistern. Im Damenstift wohnen zu können, bedeutete eine gesicherte Versorgung bis zum Lebensende. Sehr wichtig war im Damenstift die Kleiderordnung, in der auch festgelegt war, was Frau Domina und die Konventualinnen an Sonntagen, in Gesellschaften oder bei Trauer zu tragen hatten. Das weiße Häubchen gehörte zur täglichen Garderobe. Standesgemäß waren die Damen nicht nur bei Festlichkeiten dekoriert. Seit 1764 trugen sie den Stiftsorden Pour la vertu (Für die Tugend), den Herzogin Louise Friederike gestiftet hatte.

Konventualinnen bei der Andacht in der Klosterkirche, 1932

Die Wohnungen waren sehr geräumig, hatten sechs bis acht Zimmer, eine Küche mit Vorratskammer, dazu noch zwei bis drei Dachkammern, einen Keller und Holzschuppen. Auch ein Vorgarten und beträchtliches Gartenland auf dem Klostergelände gehörten dazu. Jedem Damenhaushalt standen ein bis zwei Bedienstete, ein Dienstmädchen und der Damendiener zur Verfügung, bei allen schweren Arbeiten im Hause halfen. Zum Umgraben in den Damengärten und für den Kartoffelacker wurden die Bauhofarbeiter angefordert. Der Damendiener musste nicht nur die vereinbarten Dienstleistungen erbringen, er hatte bei Aufwartungen in einem geeigneten Anzug zu erscheinen. Naturalien wurden frei Haus geliefert, Wild brachten die Jäger aus dem Klosterforst, den Fisch aus den klostereigenen Seen lieferten die Fischer. Für das Räuchern war die Frau des Landreiters zuständig. Die Klosterbäckerei hatte mit dem Mehl aus der Klostermühle jeder Konventualin Brot und zweimal wöchentlich Kuchen zu backen. Jeder Dane gehörte auch eine Kuh. Allmorgendlich brachte der Kuhhirte frische Milch, nachmittags lieferte die Goldberger Molkerei die Sahne. Die Haltung von Schweinen und Hühnern auf dem Klostergelände diente ebenfalls zur Versorgung der Damen.[86]

Zu den weiteren Annehmlichkeiten der Damen gehörte neben Spaziergängen in dem bewachten Klosterpark mit einem Rasentennisplatz auch der Gaude Hafen. Von dort ließ man sich mit den Damenbooten zu einem Kaffeekränzchen über den Dobbertiner See zum Buchholz rudern. Für mehrtägige Reisen standen den Damen zwei Kutschen in der Remise zur Verfügung. In der Kutschenordnung war aber auch verfügt, dass der Kutscher den Schlüssel der Remise abends bei der Frau Domina wieder abzugeben hatte, um keine Schwarzfahrt machen zu können.

Außer den 32 Damenwohnungen gab es im Kloster separate Häuser für den Klosterhauptmann und die Provisoren, den Küchenmeister und die Domina. Auf dem Klosterareal befanden sich neben der Kirche und den Klausurgebäuden das Brau- und Brennhaus, die Klosterbäckerei, die Obstdarre mit dem Kornspeicher, der Eiskeller, das Badehaus, die Gefängniszellen und die Pferdeställe des Klosterhauptmanns. Etwas abseits, gegenüber dem Klosterfriedhof, war die Wohnung des Landreiters, des klostereigenen Polizisten. Dahinter befand sich der große Bauhof mit den Unterkünften der Bauhofleute und Handwerker, mehreren Viehställen, die Lagerhallen, die Kuhweide der Konventualinnen mit der Nachtkoppel und angrenzend die große Gärtnerei des Klosters.

Die wichtigste Aufgabe der Klosterverwaltung und des Dobbertiner Bauhofes war das tägliche und ständige Funktionieren des klösterlichen Lebens mit der Versorgung der 32 Konventualinnen im Damenstift selbst. Dazu gehörten die ständige Reinigung und Instandhaltung aller Straßen, Fußwege und Gossen in der gesamten Klosteranlage mit dem Park und dem Friedhof. Die Anlieferung von Kohlen und zerkleinertem Brennholz für die Klosterwohnungen und Amtstuben, aber auch das Heizen aller Öfen und die Ascheabfuhr war Aufgabe der Klosterdiener und Bauhofleute. Neben den täglichen Botendientsen für die Konventualinnen waren die Kutschen zu fahren[87], die Boote zu rudern und die Damengärten umzugraben. Deren Ackerland war zu bestellen und deren Pferde, Kühe und Schweine zu versorgen. Weiter gab es Friedhofsarbeiten, die Glocken in der Klosterkirche waren zu läuten, abends den Klosterpark abzuschließen und das Licht im Kreuzgang und an den Damenwohnungen auszuschalten.

Für die geistliche Betreuung im Damenstift waren in den 370 Jahren 19 Pastoren zuständig, seit Klostergründung insgesamt 72 Pröpste und Pastoren in Dobbertin tätig.[23]

Nach seinem Theologiestudium an der Universität Rostock war Peter Röbelmann von 1582 bis 1607 Pastor im Kloster Dobbertin. 1608 übernahm der erst 29-jährige Ennoch Zander die Pfarrstelle von seinem Schwiegervater. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das gesamte Klostergebiet mit seinen Dörfern arg mitgenommen. Als 1638 auch die Pastorenfamilie Zander an der Pest starben, wurde der erst 19-jährige Sohn Petrus Zander nach Probepredigten im Dom zu Güstrow und zu Schwerin zum Pfarrer berufen. 1640 schickte ihn der Klosterhauptmann Paschen von der Lühe auf Thelkow als Präsident des Hof- und Landgerichts als damals jüngster Pastors Mecklenburgs zur schwedischen Königin Christina, um dort für das Kloster Dobbertin einen Schutz- und Schirmbrief zu holen. Die Königin wünschte, er solle in Stockholm als Pastor der deutschen Kirchgemeinde bleiben und wollte ihn dann adeln.[88] Ab 1704 war Casper Wilhelm Heerder 33 Jahre Pastor in Dobbertin. Nach seinem Tode erregte 1738 eine unordentliche Predigerwahl für Aufsehen im Lande und beschäftigte vier Jahre lang den Landtag und die Juristenfakultäten. Herzog Carl Leopold zu Mecklenburg ließ diesen Wahlbetrug am Reichsgerichtshof als betriebenen Unfug für ungültig erklären. Die Klosterdamen hatten sich bei der Wahl für den liebenswürdigen Prediger Christian Hintzmann entschieden, doch der Provisor Jobst Heinrich von Bülow auf Woserin wollte den Hofprediger Carl Christian Behm. Er ließ einfach das Wahlprotokoll ändern und 15 Stimmen zugunsten Behm hinzuschreiben.[74] Doch erst 1742 musste Prediger Behm das Pfarrhaus räumen.

Landeskloster mit staatlicher Gutsverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1939 bis 2006 verschollen – das Dominakreuz von Richard Ratfisch

Nach dem Ende der Monarchie erfolgte durch die Novemberrevolution 1918 auch die Auflösung der drei Landesklöster Dobbertin, Malchow und Ribnitz. Am 18. November 1918 wurde das Klosteramt Dobbertin mit seinem gesamten Vermögen und den Besitzungen dem neuen Freistaat Mecklenburg-Schwerin unterstellt. Diese Regelung war nach § 75 der Verfassung vom 17. Mai 1920 nicht mehr anfechtbar.[89] Das Klosteramt blieb als Staatliche Klosterverwaltung bis zum 1. Juni 1922 bestehen, wurde danach kurzzeitig als Landdrostei Dobbertin geführt, um dann wieder Staatliche Klosterverwaltung zu werden. Ab 1. Januar 1925 übernahm die Landdrostei Lübz die Staatliche Gutsverwaltung Dobbertin und unterstand bis 1945 dem Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Schwerin. Mitarbeiter der nunmehrigen Geschäftsleitung waren um 1922 Küchenmeister Reckling, Oekonomierat Jerichau, Oberverwaltungssekretär Kleesath, Oberleiter Rittmeister a.D. Moll und Amtsdiener Rode, der spätere Gutsinspektor.[90]

Die Konventualinnen konnten bis zu ihrem Lebensende weiter im Kloster Dobbertin bleiben. Zur Sicherung ihrer Ansprüche gab es von 1924 bis 1927 mehrere Klagen vor dem Zivilsenat beim Oberlandesgericht Rostock und dem Reichsgericht, deren Urteile in weiten Teilen den Konventualinnen Recht gaben und die zivilrechtlichen Ansprüche aller 1918 in die Liste eingeschriebenen Exspektantinnen auf eine Konventualinnenstelle bestätigten. Die Verfügung der im Kloster vorhandenen Wohnungen von 1924 bis 1945 oblag nun der Geschäftsleitung. Ab 1925 wurden die ersten Pumpen abgeschafft und Wasserleitungen verlegt. 1928 erfolgte die Genehmigung einer Antenne für die Rundfunkempfangsanlage.

Am 9. Dezember 1925 wurde Auguste Sophie Caroline von Pressentin durch den Konvent zur letzten Domina gewählt. Nachdem am 3. April 1926 ihre Stellvertreterin Julie von dem Knesebeck mit 82 Jahren gestorben war, wurde Magdalene Marie Luise Auguste Wilhelmine von Oertzen zur Priorin gewählt.[91] Ihren 95. Geburtstag am 21. Juni 1959 würdigte die Mecklenburgischen Kirchenzeitung. Als letzte Priorin des Dobbertiner Konvents starb Magdalene von Oertzen am 13. Juni 1962 mit 98 Jahren in Dobbertin. Ihr Grabstein befindet sich auf dem Klosterfriedhof Dobbertin.

Der Parchimer Landrat Friedrich Roschlaub besuchte mit der Kreisleitung der NSDAP am 24. August das Kloster Dobbertin. Auf Vorschlag der Mecklenburgischen Ritterschaft hatte sich im Sommer 1933 der Verein Klosterkonvent Dobbertin e. V. gegründet und die Satzung am 20. Dezember 1933 beim Amtsgericht in Goldberg eingereicht, die dort am 17. Januar 1935 in das Vereinsregister eingetragen wurde. Der Verein sollte den Kontakt zwischen den Konventualinnen im Kloster und den Expektantinnen aufrechterhalten, fördern und deren rechtliche Position nach außen vertreten. Nach den Dobbertiner Statuten gründete sich dann am 5. Dezember 1935 im Kloster Ribnitz der Verein Klosterkonvent Ribnitz. Am 15. Juni 1936 verfasste die Konventualin und fanatische Nationalsozialistin Agnes von Bülow als Leiterin der NS-Frauenschaft des Kreis Parchim der NSDAP Gau Mecklenburg-Lübeck mit dem goldenen Parteiabzeichen eine Eingabe an den Parchimer Landrat Friedrich Roschlaub, an die Politische Polizei in Schwerin und das Mecklenburgische Staatsministerium, Abt. Landwirtschaft, Domänen und Forsten zu dem 1933 aufgezogenen Dobbertiner Klosterverein.[92]

Auch nach der unfreiwilligen Ablösung der Domina Auguste von Pressentin am 2. Juni 1936 durch den Parchimer Landrat Friedrich Roschlaub und der gleichzeitigen Einsetzung der Konventualin Agnes von Bülow als Vertrauensperson im Konvent, war für beide der Klosterverein ein zu bekämpfendes Ärgernis. Agnes von Bülow wurde von den Konventualinnen nicht zur Vorsteherin des Konvents gewählt und erhielt auch nicht das goldene Amtskreuz mit Kette.[93] Trotz Einschaltung der Geheimen Staatspolizei in Schwerin konnte die seit 1934 betriebene Auflösung des Klostervereins nicht erreicht werden, da der Reichsstatthalter und Gauleiter von Mecklenburg, Friedrich Hildebrandt, am 21. September 1938 persönlich die Auflösung des Klostervereins untersagt hatte.[92] In der NS-Frauenschaft betätigten sich vier Klosterdamen, von denen drei noch vor Kriegsbeginn starben. Alle anderen standen dem NS-Parteiwesen schroff ablehnend gegenüber. Als Konventualin hatte sich Agnes von Bülow mit ihrer engsten Vertrauten Konventualin Luise von Winterfeld am 23. Juli 1933 die Aufnahme in den Dobbertiner Kirchengemeinderat erzwungen. Daraufhin verließ noch 1933 Pastor Ulrich Schliemann das Dobbertiner Pfarrhaus und ging nach Brasilien. Beim nachfolgenden sehr musikalischen Pastor Martin Romberg veranlasste die Nazi-Bülow Kirchenaustritte, Kirchenbesuche in Uniform, auch wurden die Scheiben im Pfarrhaus eingeschlagen. Ab 1939 war er als Divisionspfarrer im Russlandfeldzug und wurde im Mai 1945 als Lazarettpfarrer in Posen erschossen.

Im Mai 1937 versuchte der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung die Verfassung und Verwaltung der preußischen Damenstifte neu zu ordnen, um hilfsbedürftigen, vaterlosen und unverheirateten Töchtern von Amtsträgern der NSDAP und Staatsbeamten zur Abwehr der leiblichen Not ausreichende Versorgung zu gewähren. Gleiches solle mit den mecklenburgischen Damenstiften geschehen. Dazu besuchte der Reichsstatthalter und Gauleiter Friedrich Hildebrandt lt. Protokoll mit Oberregierungsrat Kohlbach am 23. November 1937 von 9 bis 12 Uhr das Kloster mit den Räumen der NS-Kreisfrauenschaft im Amtshaus, das Mühlengehöft für ein BDM-Lager und das Magazingebäude für eine Landes-Jugendherberge in Dobbertin.[92] Der Reichsstatthalter regte an, dass zur freien Sicht auf den See die hässlichen Pappdach-Stallgebäude an den Damenwohnungen abzubrechen seien. Die Klosterdamen konnten weiter im Kloster Dobbertin bleiben.

Ab 1942 wurden in den leerstehenden Klosterwohnungen ausgebombte Familien der SS und des RAD aus dem Rheinland, besonders aus Köln und Leverkusen, Hamburg und Berlin untergebracht. Schon seit 1941 versuchte das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin-Spandau die erste „Deutsche Heimschule“ Mecklenburgs für SS-Mädchen im Kloster Dobbertin einzurichten. Da die Wohnungen mit Flüchtlingen und Luftkriegsgeschädigten, darunter auch die Familien vom SS-Sturmbannführer Bremer von der Leibstandarte Adolf Hitler, vom Generalleutnant der Waffen-SS und Kommandeur der SS-Panzergrenadier-Division Totenkopf Hermann Prieß aus Marnitz und dem Arbeitsführer vom Reichsarbeitsdienst von Wulffen belegt waren,[94] konnte die Schulleiterin Studienrätin Dittmer auch im Dezember 1944 noch nicht mit dem Unterricht im Damenhaus I. beginnen. Nach einer Ortsbesichtigung am 28. Februar 1945 durch Mitarbeiter der Schweriner Ministerien mit Ministerialrat Dr. Weber, Abt. Volksbildung, Oberbaurat Dr. Fischer, Abt. Hochbau und dem Parchimer Landrat Friedrich Roschlaub wurde entschieden, hinter den Damenhäusern I. und II. Baracken aufzustellen. Das in Golberg angelieferte Baumaterial kam jedoch in Dobbertin nicht mehr an.[95] Am 28. November 1945 informierte das Landratsamt Parchim den Präsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter über diesen Vorgang: Die Ermittlungen des Goldberger Bürgermeisters habe ergeben, vom Schulinventar der vorgesehenen Heimschule im Kloster Dobbertin ist nichts mehr vorhanden. Die Rote Armee möchte lieber eine Offiziersschule, falls die Besatzungsmacht Abstand nimmt, wären später die Wohnungen für noch zu erwartende Flüchtlinge vorgesehen. Der Plan, eine Heimschule zu errichten, wird daher vorläufig nicht weiter verfolgt.[96]

Im Klosterhauptmannhaus war 1942 ein Ausbildungslager der Staatsforstverwaltung für deutsche Waldarbeiter eingerichtet worden. Doch auf Anweisung des Gauleiters und Reichsverteidigungskommissars Friedrich Hildebrandt hatte ab September 1943 das Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP-Gauleitung im Zuge des Katastropheneinsatzes das Klosterhauptmannhaus zur Aufnahme von werdenden Müttern und als Entbindungsheim übernommen.[97] Gab es 1943 dort 57 Geburten von Wehrmachts- und Flakhelferinnen, waren es 1944 schon 169 Geburten und bis zum 26. April 1945 noch 79 Geburten.[98]

Die wirtschaftliche Situation der Dobbertiner Staatlichen Gutsverwaltung in den letzten Kriegsjahren soll das Schreiben des Gutsinspektors Adolf Rode vom 16. März 1944 an das Mecklenburgische Staatsministerium, Abt. Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Schwerin zur Bereitstellung von Kriegsgefangenen als Arbeitskräfte durch das Arbeitsamt in Parchim verdeutlichen. 20 sowjetische Kriegsgefangene habe ich ursprünglich gehabt, der Anfangsbestand wurde auf 10 Stück herabgemindert. Durch Veranlassung der Kreisbauernschaft wurden mit der Notlage 8 Kriegsgefangene erneut zugeteilt. Dobbertin ist mit dem Kloster und all den vorhandenen hilfsbedürftigen Einwohnern, Umquartierten, Flüchtlingen und dem stark belegten Mutterheim mit Kriegerfrauen eine Ausnahme im ganzen Lande. Mit dem Abzug der 7 Russen in Dobbertin entsteht eine außergewöhnliche Notlage. Von den verbleibenden 11 kriegsgefangenen Russen arbeiten 2 in den Kuh-, Schweine- und Pferdeställen. Tatsächlich verbleiben mir 9 Arbeitskräfte. Da die benötigten 5 Gespannführer, 1 Statthalter als gleichzeitiger Hilfswachmann, 2 Melker, 1 Treckerführer, 1 Schweinemeister und Milchfahrer, 1 Stellmacher und Maschinenmeister als Spezialkräfte im Betrieb ihre stete Bestimmung haben, verbleiben nur noch 2 deutsche Freiarbeiter zusammen mit 9 Russen für die Wirtschaft. Das mit diesen Arbeitskräften ein Betrieb von rund 1000 Morgen mit 240 Morgen zweischnitt Wiesen und 35 % Hackfruchtbau mit Gemüse nicht annähernd aufrecht erhalten werden kann, bedarf keiner weiteren Erörterung. Es kam noch schlimmer für die Gutsverwaltung. Im Oktober 1944 wurde Freiarbeiter Auer als Wirtschafter an Bauern Nehls in Dobbin abgegeben, da Nehls im Felde steht. Der Freiarbeiter Lembke und der Gespannführer Bernhardt wurden als kriegsverpflichtete Arbeiter für zu kriegsnotwendigen Arbeiten auf die Dauer von fünf Wochen abgegeben und zwei Kriegsgefangene Russen mussten in das Lazarett nach Slate gebracht werden.[99]

Im letzten Bericht der Gutsverwaltung vom 6. April 1945 ist zu lesen: Die Wintersaaten machen einen sehr guten Eindruck. Die Verteilung der Milch erfolgt an die Molkerei, Klosterdamen, Zuchtkälber, Deputate und Flüchtlinge. Ständige Belastung durch Einquartierung von Trecks, Wehrmacht und Kriegsgefangenen auf dem Gutshof. Durch die vielen Trecks wurde auf dem Gutshof eine schwere Druse eingeschleppt, die den gesamten Pferdebestand einschließlich der Füllen verseuchte.

Vor dem Einmarsch der Roten Armee in das Kloster wurde am 2. Mai 1945 durch Elisabeth Rindt und dem Maurer Baumgarten statt der blau-weißen Klosterfahne eine weiße Fahne an den Türmen der Dobbertiner Klosterkirche gehisst.[100] Mit Ende des Zweiten Weltkrieges1945 erfolgte die Auflösung des Landesklosters und der Staatlichen Gutsverwaltung.

Die Zeit nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dobbertin und dem Kloster war der Zweite Weltkrieg sehr schnell und ohne große Verluste zu Ende. Nur ein flüchtender deutscher Soldat und zwei sich weigernde Bürger, der Förster Kliefoth und Schumacher Radke, wurden von sowjetischen Soldaten erschossen. Am 1. Mai 1945 hatte man in der Klosterbäckerei noch auf Befehl der deutschen Wehrmacht zur Versorgung der in den Spendiner Tannen einen Kilometer nördlich von Dobbertin abgesetzten Soldaten der Division Feldherrenhalle zusätzlich 200 Brote gebacken. Am 2. Mai 1945 wurde die Straßenbrücke über die Jasenitz in Richtung Goldberg gesprengt und am Abend waren die ersten sowjetischen Soldaten mit Panje-Wagen im Kloster, die dort die Brote erbeuteten. Auf dem gesamten Klostergelände wurden die Kampftruppen der Roten Armee stationiert, der Sieg wurde gefeiert und einige der sowjetischen Soldaten waren von Alkohol trunken. Auf Befehl war am 3. Mai 1945 das Kloster innerhalb von zwei Stunden zu räumen. Die Klosterdamen und Flüchtlinge suchten Zuflucht in den umliegenden Ortschaften Dobbin, Kläden, Schwinz, Jellen, Spendin und in der Dobbiner Plage. Nur die Klosterbäckerei durfte bleiben, denn Bäckermeister Ernst Müller war mit den zwölf ihm zugeteilten sowjetischen Soldaten für die Brotversorgung verantwortlich. Es wurde in drei Schichten gebacken, die Essenversorgung erfolgte mit den ehemaligen russischen Kriegsgefangenen im Freien am Dobbertiner See.[100]

Auch die Konventualinnen mussten das Kloster verlassen. Einige fanden zuerst in Dobbertin und Dobbin sowie bei Verwandten in den Klöstern Malchow und Ribnitz Unterkunft. Acht von ihnen, darunter Bertha Moll, Johanna Freiin von Brandenstein, Elisabeth von Lowtzow, Hedwig von Winterfeld, Margarethe von Schuckmann, Emma von Plessen, Helene von Blücher und Agnes von Bülow starben noch 1945 in Dobbertin und Umgebung. Die Vertrauensfrau und Leiterin der NS–Frauenschaft des Kreises Parchim Agnes von Bülow erhängte sich am 13. November 1945 auf dem Dachboden im Forsthaus in Dobbin und wurde an der Dobbiner Friedhofsmauer bestattet. 1945 sind im Sterbebuch von Dobbertin 91 Beerdigungen eingetragen, der Dorfpastor Kurt-Vollrath Peters war noch in amerikanischer Kriegsgefangenschaft in den USA. Der Kölner Flüchtlingspastor Carl Köhler hatte als ehemaliges NSDAP - Mitglied in Dobbertin Kanzelverbot, musste aber auf Drängen des Bürgermeisters Tischler Wilhelm Roloff und Befehl des russischen Kommandanten den pastoralen Dienst ohne Talar bei den täglichen manchmal zwei- bis dreimal durchzuführenden Beerdigungen der sarglosen Toten vornehmen.[101] Auch das Dorf wurde teilweise geräumt und die Häuser wurden von durchziehenden polnischen und russischen Fremdarbeitern leer geplündert.

Ab August 1945 zogen die ersten sowjetischen Soldaten der Kampftruppen aus dem Kloster ab und wurden durch Besatzungstruppen ersetzt. Bis zum Herbst 1945 gab es dort ein Durchgangs-, Entlausungs-, Einkleidungslager für sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Fremdarbeiter und Letten. Für mehr als 16 000 auf dem Klostergelände zu entlausenden Menschen hatte man mit Mauerziegeln der klostereigenen Hellberg-Ziegelei eine Desinfektionsanlage am Gauden Hafen errichtet. Dort befindet sich heute wieder die Schiffsanlegestelle. Danach kamen die sowjetischen Bürger zur weiteren politischen Filtration, zur staatlichen Überprüfung, in das Repatriierungslager Nr. 217 am Hellberg nahe dem Goldberger See. [102] Bei der Suche nach den sich in den Wäldern der Schwinzer Heide versteckten sowjetischen Kriegsgefangenen, die mit den Transporten nicht in die Sowjetunion zurück wollten, hatte man auf Befehl der Verwaltung Kommandanturdienst der SMAD vom 4. August 1945 nahe Kleesten fünf Soldaten und einen Offizier erschossen. [103] Das Repatriierungslager Nr. 217[104] bestand mit 273 Baracken und Bretterschuppen vom Mai bis zum Herbst 1945.[105] Der Rückmarsch erfolgte durch die Schwinzer Heide nach Bossow zur dortigen Verladung in die Heimat oder zum Gulag nach Sibirien. Auf dem Standort des ehemaligen Partriierungslagers wurden 1963 Kasernen für die NVA gebaut, die heute noch leer stehen.

Am 28. Dezember 1945 schrieb die 82-jährige, mit ihrer Pflegerin in einer Dachkammer im Dobbertiner Pfarrhaus wohnende Priorin Magdalene von Oertzen an den Ministerpräsidenten Wilhelm Höcker eine Eingabe. ...als Mitte September 1945 unsere furchtbare Russen-Not, die uns Alle seit 2. Mai um unser schönes Heim, samt gesamten Hab und Gut in völlige Mittellosigkeit gebracht, eine unerträgliche Höhe erreichte ... versuche ich die nötige Verbindung zu den ringsum zerstreut vegetierenden Klosterdamen aufrecht zu erhalten. Eine neue Kraft muss heran und ist auch gefunden. Fräulein Irmgard von Oertzen, mit 68 Jahren eine unserer jüngsten Damen ist bereit, die Geschäfts-Vermittlerin zwischen dem Ministerium und dem Kloster zu übernehmen.[106] Von 1946 bis 1948 war dann Irmgard Bertha von Oertzen die zur Landesregierung als Verbindungsperson eingesetzte letzte Domina. Auguste von Pressentin, die letzte vom Konvent gewählte Domina, verstarb 91-jährig am 23. Februar 1951 in Dobbertin.

Während der russischen Besetzung brannten in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 1946 das an die Kirche anstoßende östliche Klausurgebäude mit dem Kreuzgang ab. Dabei wurde auch der südliche der beiden Kirchtürme durch die hoch emporschlagenden Flammen beschädigt. Es verbrannten die Schalluken und die oberste Balkenlage mit ihrem Bohlenbelag im Turm. Da der Zutritt zum Kloster erst im Frühjahr 1947 freigegeben wurde, konnte der Brandschaden erst im Mai 1947 aufgenommen werden.[107]

Am 24. Dezember 1946 zogen die sowjetischen Truppen endgültig aus dem Kloster aus und übergaben die komplett leerstehende Klosteranlage mit der desolaten Kirche dem Dobbertiner Bürgermeister. Am 25. April 1947 lehnte der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern Wilhelm Höcker die Übernahme des ehemaligen Klosters Dobbertin durch den Landesbischof Niklot Beste an die Mecklenburgische Landeskirche mit der Begründung ab, diese Gebäude werden für die Errichtung eines Altersheims von dem Ministerium für Sozialwesen dringend gebraucht.[108] Höckers Einverständnis zur Nutzung als Altersheim an das Ministerium für Sozialwesen erfolgte aber schon am 23. Dezember 1946, noch vor dem Abzug der Russen. Seine Schwägerin Frau Wehring leitete später die Konsumverkaufsstelle in Dobbertin. Am 8. Januar 1947 wurden durch die Abt. Wohlfahrtsamt und Hochbau des Kreises Parchim mit dem Dobbertiner Bürgermeister eine informatorische Besichtigung vorgenommen. Im Bericht vom 14. Januar 1947 an die Landesregierung ist zu lesen: In dem gegenwärtigen Zustand ist keines der Gebäude bewohnbar! Es müssen überall fehlende Fenster, Türen und Öfen eingesetzt und Installationen und sanitäre Anlagen instandgesetzt werden. Im April 1947 begannen die ersten Arbeiten.

Die feierliche Einweihung des Altersheimes erfolgte am 2. November 1947 im großen Saal des ehemaligen Klosterhauptmannhauses. Die Zimmer waren mit einfachen Holzbettstellen, vor Ort gestopften Strohsäcken und Wolldecken ausgestattet. Tapeten, Gardinen und Bilder gab es nicht. Essgeschirr bestand aus einer Schüssel und einem Trinkbecher. Es gab auch ein besonderes Blindenhaus und das ehemalige Dominahaus mit angrenzenden Teilen des Kreuzganges wurden als Krankenhaus und Siechenstation genutzt. Später wechselte es zum Landesaltersheim und wurde danach Kreisfeierabendheim mit etwa 520 Betten. 1957 wurden einige Häuser zum Pflegeheim erklärt, dort gab es bessere Verpflegung und Betreuung.

Ab 1948 durften im Kloster wieder zwölf Konventualinnen, darunter waren Erna von Blücher, Emmi von Bassewitz, Anna von Dewitz, Martina von Ferber, Therese von Lützow, Nadine von Lücken, Magdalene von Oertzen, Irmgard von Oertzen, Auguste von Pressentin, von Raven und Margarete von Stenglin. Die letzte von ihnen, Elisabeth Charlotte Gräfin von Bassewitz, starb am 22. April 1974 und wurde auf dem Klosterfriedhof in Dobbertin beigesetzt.

Mit Beschluss des Rat des Bezirkes Schwerin vom 3. Januar 1962 wurde das Kreisfeierabendheim Dobbertin in ein Spezialpflegeheim für psychisch Kranke umgewandelt und die gesamte Klosteranlage unter Trägerschaft der Bezirksnervenklinik Schwerin für geistig Behinderte und psychisch Kranke genutzt. Ab 1973 konnten in kleinen Werkstätten und Kellerräumen für den VEB Wittol, Betriebsteil Ebersbach Teelichter in manueller Handarbeit hergestellt. Mit dem von der Staatlichen Forstwirtschaft gelieferten Holz fertigte man Besen- und Blumenstiele sowie Holzpaletten und Kisten für den Altstoffhandel VEB Sero Sekundärrohstoffe repariert.

1984 lebten im sogenannten Langzeitbereich Dobbertin 654 Personen, davon 414 Erwachsene und 240 Kinder. 1990 waren es noch 590 Menschen, teils bis zu sieben Personen in einem Zimmer. Die seit 1977 unter Denkmalschutz stehende Klosteranlage befand sich baulich in einem desolaten Zustand. Neben drei Heizhäusern gab es 265 Öfen in den Häusern und 85 Schornsteine, die mit Braunkohle beheizt wurden. Brände gab es mehrfach in den Häusern, 1983 brannte das Haus V an der Westseite des Klausurgebäudes aus. Die kleine, 1951 gebaute Kläranlage war restlos veraltet, überfüllt flossen die Abwässer mehrfach durch den Klosterpark in den Dobbertiner See. Die damaligen Wohnbedingungen und die Ausstattung der Bewohner sollen hier besser nicht erwähnt werden.

Nutzung als Diakoniewerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wende übernahm am 1. Juli 1991 das Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH die Trägerschaft über den Gesamtbereich des Klosters Dobbertin.[109] Erster Aufsichtsratsvorsitzender war Pastor Karl-Otto Paulsen, geschäftsführender Direktor der Vorwerker Heime und Geschäftsführer der Diakonischen Heime des Diakonischen Werkes in Lübeck (heute Vorwerker Diakonie Lübeck), der maßgeblichen Anteil am Aufbau des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin, seiner Instandhaltung, Sanierung und heutigen Nutzung hat. Das Diakoniewerk ist in den Bereichen Behindertenhilfe, Altenhilfe, Psychosoziale Hilfen, Sucht- und Gefährdetenhilfe, Bildungs- und Förderungshilfen und Hilfen für Kinder und Familien tätig. Im Jahre 2012 waren im Diakoniewerk 1435 Mitarbeiter in 54 Einrichtungen an 29 Standorten in Mecklenburg-Vorpommern tätig. 1991 waren im Kloster Dobbertin 550 Personen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung in den einstigen 14 Damenhäusern für 32 Konventualinnen untergebracht und wurden von 280 Mitarbeitern betreut.

Seit 1991 wurde die unter Denkmalschutz stehende Klosteranlage und die Kirche mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt nach einem Kabinettsbeschluss der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern vom 27. Mai 1997 umfassend saniert. Als Neubauten entstanden in den Jahren von 1994 bis 1995 eine Werkstatt für Behinderte und von 1997 bis 1998 eine Großküche. Von 1997 bis 1999 wurden sämtliche Wasser- und Abwasserleitungen, Heizfernleitungen sowie Strom- und Telefonkabel auf dem Klostergelände neu verlegt. Das neue Heizhaus und die Trafostation wurden in die ehemalige Scheune mit Kornboden, dem heutigen Technikgebäude, eingebaut. Seit 1993 erfolgte die Beheizung der ersten sanierten Wohngebäude umweltschonend mit einem Heizcontainer und Öltank, der vor der Wende für die Druschba-Trasse in Russland gebaut worden war. Ab 1998 bis 2016 konnten alle 23 denkmalgeschützten Gebäude saniert werden. Die Wohn- und Lebensbedingungen der dort lebenden Menschen haben sich dadurch enorm verbessert.

Die seit 1918 dem Land Mecklenburg-Vorpommern gehörende Klosterkirche muss im Innern noch saniert werden.

Im Jahr 1995 wurde das 775-jährige Jubiläum des Klosters Dobbertin feierlich begangen. Am 9. Februar 2008 gründete sich der „Theodor Fontane-Freundeskreis MV-Kloster Dobberin“ und am 21. Juni 2009 wurde im ehemaligen Konventsaal eine Theodor Fontane Ausstellung eröffnet.

1997 besuchten erstmals Benediktinermönche der Abtei Ottobeuren in Bayern das einstige Benediktinerkloster Dobbertin. Im Jahr 2000 kamen die Nonnen der Benediktinerabtei St. Gertrud aus Alexanderdorf und 2004 waren die Mönche des Benediktinerpriorats St. Ansgar aus dem Kloster Nütschau in Dobbertin.

Im ehemaligen Brau- und Brennhaus des Klosters befindet sich heute ein Café mit Terrasse am Dobbertiner See. Im Obergeschoss sind noch vier Gefängniszellen des ehemaligen Klosteramtsgerichts vorhanden. 2013 wurde dort eine Ausstellung zum Klosteramt Dobbertin eröffnet.

Auch Klosterführungen und Konzertveranstaltungen, auch im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, werden angeboten.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klosteranlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am Dobbertiner See gelegene Klosteranlage befindet sich mit seiner doppeltürmigen Kirche geographisch gesehen beinahe im Mittelpunkt von Mecklenburg.

Weil man besorgt um die Sicherheit des neuen Klosters war, wurde es auf einer Halbinsel am Jawir-See, dem heutigen Dobbertiner See, mit einem gut einsehbaren Zugang gebaut. So konnten sich die wehrhaften Mönche leicht gegen eine beträchtliche Anzahl von Feinden verteidigen. Als fromme, aufrichtige und arbeitsame Leute machten sie die umliegende Wüsteney bei Dobrotin zu gebautem Lande und legten den Großen Werder trocken ...[110] Bereits im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts wurde zwischen dem ehemaligen Amtshaus und den nördlichen Wirtschaftsgebäuden ein breiter wasserführenden Graben angelegt. Er diente als Sicherungsanlage und grenzte das Klosterareal vom vorgelagerten Großen Werder ab, von dem der Zugang zum Kloster bis in die Frühe Neuzeit erfolgte. Der älteste nachgewiesene Zugang zum Kloster bestand aus einem Bohlenweg mit einer Rostkonstruktion. Die dendrochronologische Datierung der Bauhölzer erbrachte Daten aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.

Klosterkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klosterkirche Dobbertin

Der Bau der Kirche erfolgte auf der höchsten Stelle der Halbinsel, die in der Gründungsphase des Klosters noch ein stärkeres Bodenrelief besaß, dass abgetragen und planiert wurde, um ebenen Baugrund zu schaffen. Der Chor der Kirche lag kaum weiter als fünfzehn Meter von der ursprünglichen östlichen Uferlinie der Halbinsel entfernt. Da bei den baubegleitenden archäologischen Untersuchungen ab 1993 keine Spuren einer hölzernen Kirche gefunden wurden, wird es sich beim ersten, um 1280 begonnenen Kirchenbau schon um einen Steinbau gehandelt haben. Bei den späteren Sicherungs- und Sanierungsarbeiten konnten an den Fundamenten die ältesten Baustrukturen festgestellt werden.

Die Klosterkirche ist heute ein einschiffiger Backsteinbau mit hohem, schlankem Innenraum von sieben Jochen mit 5/8-Chorschluss, im Kern noch 14. Jahrhundert. Im Innern kreuzrippengewölbt, wird sie im Westteil von einer massiven Empore, der Nonnenempore, bestimmt. Die Decke der zweischiffigen Unterempore mit steil ansteigenden Kreuzrippengewölben ruht auf achteckigen Granitsäulen mit schlichten Kapitellen.

Das Äußere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Feldsteinbau der Klosterkirche – vermutlich ohne Turm – entstand Ende des 13. Jahrhunderts. Begonnen wurde als dreischiffige Kirche, wie die um 1280 entstandenen Arkadenbögen mit aufwendigem Backsteindekor belegen. Nach der Umwandlung in ein Nonnenkloster erfolgte ein Planwechsel beim Kirchenbau. Die vorgesehene dreischiffige Klosterkirche wurde nach 1285 als langgestreckter gewölbter Saalbau mit einer vier Joche einnehmenden Nonnenempore und schmalen Kapellenanbauten weitergebaut und wohl Anfang 1300 vollendet. An der Südwand ist noch die zur Zeit der Reformation zugemauerte Tür zu sehen, welche die Nonnenempore mit dem Dormitorium als Schlafsaal der Nonnen im östlichen Klausurgebäude verband. Nach der Vollendung der vier Klausurgebäude mit den Kreuzgängen sind bis zur Reformation und der Auflösung des Nonnenklosters 1572 keine weiteren Veränderungen an und in der Klosterkirche überliefert.

1649 war der Turm der Kirche nach schwerem Sturm stark beschädigt und große Teile des Daches fehlten. Nach einer 1738 durchgeführten „unordentlichen Priesterwahl“ ließ der Provisor und spätere Klosterhauptmann Jobst Hinrich von Bülow von 1746 bis 1749 die Oberkirche mit der Nonnenempore restaurieren. Die Kirchweihe nahm Pastor Christian Hintzmann am 29. Juli 1748 vor.

Die mittelalterliche Kirche des Klosters wurde ab 1828 unter Leitung des Schweriner Baumeisters Georg Adolf Demmler erweitert und umgebaut. Er nutzte dabei einen Entwurf des Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel. [111] Das äußere mittelalterliche Mauerwerk des Kirchenschiffes wurde mit einer neugotischen Backsteinarchitektur ummantelt und 1851 vollendet. Als Vorbild dienten hier Schinkels Entwürfe für die ebenfalls als Saalkirche angelegte Friedrichswerdersche Kirche in Berlin. Die Fassaden der Dobbertiner Kirche wurden dabei durch schlanke Strebepfeiler, hohe Spitzbogenfenster und Brüstungsgalerien gegliedert. Den Abschluss auf den Wimpergen und Filialtürmchen bilden Kreuzblumen aus Terrakotta.

Der Anbau für die Orgelempore an der Nordfassade hat ein großes Kreisfenster mit Pentagramm als Maßwerk. Der Fünfstern am sogenannten Demmlergiebel soll Demmlers Zugehörigkeit zur Freimaurerloge Harpokrates zur Morgenröthe in Schwerin dokumentieren.

Das Westportal der Doppelturmanlage wurde 1837 vollendet und beide Türme mit ihren achtseitigen massiv gemauerten Kegelhelmen noch mit vergoldeten Kreuzen versehen. Die Türme verbindet eine Plattform, auf der auch das Schlagwerk für die Kirchenuhr steht. Der große Spitzbogen über dem Portal beider Durchgänge wird seitlich von Strebepfeilern mit Spitzhelmen und Kreuzblumen flankiert. Die Durchgänge werden von Halbrundsäulen mit von Blattranken verzierten Kapitellen gerahmt. Über Ihnen befinden sich drei Kreisfenster mit Fischblasenmaßwerk. Mit dem weiteren äußeren Kirchenumbau betrauten die Klostervorsteher den Dobbertiner Amtsmaurermeister Christian Johann Rezlaff und seine Helfer.

Nachdem 1837 der Turmbau vollendet und 1851 die Umgestaltung der Außenfassaden abgeschlossen war, erfolgte von 1854 bis 1857 der neugotische Innenausbau der Kirche. Dazu wurde schon 1853 mit dem Wismarer Architekten und Privatbaumeister Heinrich Gustav Thormann ein Vertrag zum inneren Umbau auf vier Jahre abgeschlossen. Die Verantwortung oblag den Klostervorstehern mit dem Klosterhauptmann Otto Julius Freiherr von Maltzan und den Provisoren Vizelandmarschall Johann Heinrich Carl von Behr und Landrat Hans Dietrich Wilhelm von Blücher. Für die gesamte baufachliche Betreuung und Ausstattung mit der Kanzel, dem Altar, der Orgel, den Buntglasfenstern, dem Fußboden und dem Gestühl zeichneten seit 1854 die Klosterbaukonferenz mit den Klostervorstehern, dem Architekten Heinrich Thormann, den Pastoren Christian Heinrich Mahn und Friedrich Pleßmann, dem Baumeister Theodor Krüger aus Schwerin und dem Geheimen Archivrat und Konservator Georg Christian Friedrich Lisch aus Schwerin verantwortlich. Die Klostervorsteher waren den jährlichen Landtagen rechenschaftspflichtig und die örtlichen Überprüfungen nahmen die Landtags-Committen vor.

Die Einweihung der neugestalteten Klosterkirche erfolgte am 18. Sonntage nach Trinitatis am 11. Oktober 1857 vormittags halb 10 Uhr mit fast tausend Menschen auf dem Klosterplatz vor der Kirche.

In den Jahren von 1922 bis 1928 traten diverse Schädigungen an Maßwerken, Brüstungen, Fialtürmen, Kreuzblumen und Bekrönungen der Fassaden und Türmen auf. Erst 1929 bis 1930 erfolgten die Reparaturen in teils vereinfachter Form. Von 1945 bis 1947 nutzten sowjetische Soldaten das Kloster als Kaserne. Durch einen Brand wurde 1946 der innere südliche Turm der Kirche stark beschädigt und Teile des angrenzenden östlichen Klausurgebäudes vernichtet. Im Jahr 1977 wurde die gesamte Klosteranlage mit Park und Friedhof unter Denkmalschutz gestellt. Seit Jahrzehnten wurden zahlreiche Schäden, besonders Witterungsschäden an den Fassaden, der Dachkonstruktion und den Gewölben festgestellt, die 1979 zur baupolizeilichen Sperrung der staatlichen Klosterkirche führten.

Von 1990 bis 2006 wurden an den Fassaden der Klosterkirche und der Doppelturmanlage Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

Das Innere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenschiff mit Nonnenempore
Kanzelaltar auf der Nonnenempore

Die innere Kirchenausgestaltung entstammt der zweiten neugotischen Restauration von 1854 bis in die 1870er-Jahre.

Von den älteren Ausstattungsstücken sind nur wenige erhalten geblieben, darunter der am Eingang zur Unterkirche stehende, aus der Werkstatt des niederländischen Bildhauers Philipp Brandin stammende Taufstein von 1586.[112] Es ist eine Sandsteintaufe in Vasenform mit geschnitztem Eichendeckel, gestiftet vom Geheimrat und Hofmarschall Joachim von der Lühe, der bis 1588 Klosterhauptmann war. Neben dem Eingang zur Sakristei hängt eine gerahmte Kaselstickerei mit der Kreuzigungsgruppe von 1520. In der Mitte der Kaselstickerei ist der gekreuzigte Jesus Christus mit Maria und Johannes dargestellt, über dem Kruzifix der thronende Gottvater, in den Kreuzarmen links Petrus und rechts Paulus und unten der heilige Christophorus.

In der Oberkirche steht auf der Nonnenempore der 1747 von dem Schweriner Bildhauer Andreas Klinkmann gefertigte barocke Kanzelaltar mit geschnitztem Kanzelkorb. Auch das Orgelgehäuse wurde von Klinkmann gefertigt. Die kleine Orgel stammte vom Rostocker Orgelbauer Paul Schmidt. Für die gesamte Ausmalung der Oberkirche, auch mit den Logen als Adelslauben der Konventualinnen, zeichnete der Maler Ezechiel Bromann aus Rostock verantwortlich. Die Adelslauben mit der Überdachung, das Paneel und den Fußboden fertigten die Dobbertiner Tischler Hans Andreßen und Peter Pickert. Die ältesten noch gut erhaltenen Wappen mit Schrifteintrag der Konventualinnen befinden sich auf den Brüstungsfeldern der Adelslauben. Wandfüllend hingen nach den Plünderungen von 1947 an der Süd- und Westseite des Chores nur noch 153 farbige Metallwappen mit 231 Wappenschildern von 75 adligen Familien, deren Töchter von 1774 bis 1933 im Kloster Dobbertin gelebt hatten.

Auf der Nonnenempore ist hinter den südlichen Adelslauben noch die während der Reformation zugemauerte Tür zur Klausur vorhanden.[38]

Korrespondierend gestaltet ist das Gaston Lenthes Kreuzigungsgemälde im Flügelaltar mit den Glasgemälden in den fünf Chorseitenfenstern. Das Bild im dreirahmigen Mittelfenster zeigt die Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Der Entwurf des Schweriner Hofmalers Gaston Lenthe wurde durch den Schweriner Glasmaler Ernst Gillmeister ausgeführt und noch vor der Kirchweihe am 11. Oktober 1857 eingesetzt. Die weiteren vier Seitenfenster wurden nach den Entwürfen des Historienmalers Gustav Curt Friedrich Stever auch durch den Glasmaler Ernst Gillmeister gefertigt. Die Glasgemälde in den nördlichen Fenstern mit David und Elias wurden 1864, mit Abraham und Moses 1866 und in den beiden südlichen Fenstern mit Petrus und Paulus 1864 und mit Augustinus und Luther 1866 eingesetzt.

Wie schon der Altar, ist auch die Kanzel ein Entwurf des Baumeisters Theodor Krüger. Der aus Eichenholz bestehende Kanzelfuß und die Kanzel fertigte der Schweriner Tischlermeister Johann Christiansen. Die in Eiche geschnitzten vier Kanzelfiguren Moses und Jesaja aus dem Alten Testament stehen für Gesetz und Weissagung und Johannes und Paulus aus dem Neuen Testament für die Verkündigung der Erfüllung des Wortes Gottes. Geschnitzt wurden sie 1856 durch den Berliner Bildhauer Friedrich Dietrich nach den Entwürfen und Modellen des in Dobbertin geborenen Bildhauers Gustav Willgohs von 1855. Verdiente Anerkennung fanden sie auf der Mecklenburgischen Kunstausstellung 1857 in Schwerin. Auch die im Chorpolygon dort auf vier Säulen unter Baldachinen stehenden Evangelisten, Matthäus und Lukas auf der Nordseite und Markus und Johannes auf der Südseite wurden als Gipsplastiken in sandsteinimitierter Farbgebung 1856 von Gustav Willgohs geschaffen. Die vier Säulen lieferte die Berliner Marchsche Tonwarenfabrik, aber erst Monate nach der Kirchweihe. Nach ihrer Restauration wurden sie 2007 wieder aufgestellt. Willgohs schenkte sie dem Kloster aus Dankbarkeit für die finanzielle Unterstützung der Klostervorsteher während seines Studiums in Berlin.[113]

Der neugotische Flügelaltar mit der Predella wurde 1857 nach einem Entwurf des Schweriner Baumeisters Theodor Krüger von dem Schweriner Tischlermeister Johann Christiansen gefertigt. Auf dem Gemälde im Altarretabel erscheint Christus am Kreuz, neben ihm die Mutter Maria und Johannes, am Fuße des Kreuzes Maria Magdalena. Der linke Flügel zeigt drei Frauen, die Christus in Galiläa nachgefolgt waren, rechts erblickt man den unbekannten Hauptmann, der mit der rechten Hand auf das Kreuz weisend, den Blick zur Gemeinde gerichtet in römischer Legionärstracht. Neben ihm erscheinen Joseph von Arimathäa und Nikodemus. Der Schweriner Hofmaler Gaston Camillo Lenthe malte 1857 die drei Gemälde im Schrein und den beiden Seitenflügeln, der mit umfangreich vergoldeten Ornamentschnitzereien versehen ist. Das Gemälde in der Predella mit der Abendmahlsdarstellung fertigte der Historienmaler Gustav Stever 1864.[114][115]

Die Orgel (II/P/20) steht im nördlichen Vierungsteil. Den Entwurf für den Orgelprospekt mit Gehäuse lieferte der Wismarer Architekt Heinrich Thormann 1855. Die Orgel baute 1857 der Orgelbauer Ernst Sauer aus Friedland. Nach mehrmaligen Reparaturen des mangelhaften Instruments und mehreren Prozessen baute 1893 die Orgelbauanstalt Schlag & Söhne aus Schweidnitz eine neue Orgel ein.

Sowjetische Soldaten, die 1945 die Klosterkirche besetzten, demolierten die Orgel. 1953 stellte die Potsdamer Orgelbau-Anstalt Alexander Schuke sie schrittweise wieder her. Nach baupolizeilicher Sperrung der Kirche 1979 und zunehmenden Feuchteschäden baute 1990 Wolfgang Nußbücker vom Mecklenburger Orgelbau in Plau am See Teile der Orgel und das Pfeifenwerk aus und lagerte sie ein.

Das Kirchengestühl aus Eichenholz fertigten Dobbertiner Tischlermeister an. Bemerkenswert sind die geschnitzten Wangen, die besonders am Gestühl für höhergestellte Persönlichkeiten mit Abts- und Bischofsstäben enden.

Die beiden schmiedeeisernen Radleuchter fertigte 1885 der Berliner Kunstschlosser Marcus; sie konnten aber erst 1887 nach ihrer Verkleinerung angebracht werden. Der Amtsmaurermeister Andreas hatte sich um 1,80 Meter vermessen und die zu großen Radleuchter passten nicht durch die Kirchentür. Klosterhauptmann war von 1882 bis 1894 der Landrat Wilhelm Thedwig von Oertzen.

Der über zwei Türme reichende Glockenstuhl trägt neben zwei Eisenhartgussglocken von 1957 eine kleine, 1872 bei Collier in Berlin gegossene Bronzeglocke. Unter den beiden 1942 für Kriegszwecke eingeschmolzenen Bronzeglocken befand sich auch die erst 1934 mit der Inschrift: „Im 9. Jahr des Reichspräsidenten von Hindenburg, im zweiten Jahr des Reichskanzlers Adolf Hitler“ gegossene Glocke.

Kreuzgang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlicher Kreuzgang
Blick vom Kreuzgang in den Innenhof

An der Südseite der Klosterkirche schließt sich nicht rechtwinklig ein umlaufender, vollständig umbauter, vierflügeliger Kreuzgang an. Er entstand in mehreren Abschnitten mit unterschiedlichen Gewölbehöhen und -breiten vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Überbaut wurde er vom 16. zum 19. Jahrhundert. Die vier Kreuzgangflügel umschließen den rechteckigen Innenhof und bilden im Erdgeschoss einen geschlossenen Umgang.

Der östliche Kreuzgang hat ein Rundgewölbe mit tief herabziehenden Rippen und viereckigen Schlusssteinen mit floralen Mustern. Mit seinen elf Jochen und fast 45 Metern ist er der längste Kreuzgang der Klausur. Die Fenster zum Innenhof sind mit Spitzbögen ausgeformt, die Pforte mit einem Rundbogen versehen und in der Außenwand befinden sich Kerzennischen.

Der nördliche fast 31 Meter lange Kreuzgang schließt mit seinen Kreuzrippengewölben im Gegensatz zu den anderen drei Gängen nicht an den Innenhof an. Seine acht Joche sind alle mit Rundbögen gewölbt und annähernd quadratisch. Die Rippen der Gewölbe reichen nicht so tief hinab wie in dem östlichen Gang. Die viereckigen Schlusssteine sind mit floralen Ornamenten, die Konsolsteine mit plastischen Symbolen und mit Sprüchen in gotischen Minuskeln aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts versehen.

Die zwölf Joche des südlichen Kreuzganges mit fast 32 Metern Länge sind mit hohen Spitzbögen gewölbt. Die zum Hof hin orientierten Fenster sind in Spitzbogenform, die Nischen mit Rundbögen ausgebildet. Die zwölf verschiedenen Schlusssteine weisen Rosetten mit ausschließlich floralen bzw. sternförmigen Darstellungen auf. Die Konsolsteine an den Wänden weisen alle ein plastisch angearbeitetes Laubblatt mit Wein- und Eichenlaubformen sowie mit Akanthus- und Rebenblattformen auf.

Die zwölf fast quadratischen Joche des westlichen Kreuzganges mit 31 Metern Länge sind ebenfalls mit Spitzbögen gewölbt. Die Fenster zum Hof hin sind mit Spitzbögen, die Pforte zum Hof und die Türen zum Konventsaal mit Rundbögen ausgebildet. Die meisten Schlusssteine tragen kreisrunde Inschriften mit den Namen und der Dienststellung der Priorin, der Domina, des Klosterhauptmanns, der Provisoren und 1858 als Renovierungsjahr der Kreuzgänge. Die Konsolsteine dagegen sind sehr schlicht gehalten.[38]

Im Jahre 2006 wurde ein gläserner Eingangsbereich zum Kreuzgang in die Unterkirche und zur Nonnenempore geschaffen, der auch den Haupteingang zu den Klausurgebäuden und zur Schule darstellt.

Im Inneren des Kreuzganges befindet sich der Klosterinnenhof.

Grabplatten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kloster Dobbertin gibt es noch 23 Grabplatten, auf denen 26 Verstorbene genannt werden.

Die historisch wertvollsten Grabplatten einiger Dominae, Priorinnen und Konventualinnen wurden im Kreuzgang und im Klosterladen aufgestellt. Darunter finden sich bekannte Namen, wie von Bülow, von Krusen, von Bassewitz, von Meerheimb, von Lützow, von Plüskow, von Rohr, von Weltzien, von Scharffenberg, von Holstein und von der Lühe.

Im südlichen Kreuzgang vor dem Eingang zum Refektorium stehen die beiden ältesten noch vorhandenen Grabplatten des Klosters. Die über zwei Meter hohe Grabplatte für Hinrik Glove datiert nach 1371. Unter einem Maßwerkbaldachin wurde der Verstorbene abgebildet. Er hat die Hände gefaltet und trägt ein etwa knielanges Gewand, eine Gugel und spitze Schuhe. Sein Bart ist onduliert, an seinem Gürtel hängt ein Nierendolch. Direkt unterhalb der Hände ist ein griechisches Kreuz dargestellt, das anscheinend als Bestandteil einer sonst nicht ausgeführten Gebetskette gedacht ist, in der rechten unteren Ecke ein Rad mit vier Speichen, in der linken eine Axt als Berufszeichen (Mühlenbauer). In den Ecken finden sich Medaillons mit den Symbolen der vier Evangelisten. Die umlaufende Inschrift lautet: Hier liegt Bruder Hinrik Glove aus Dobbertin, ein Meister des Mühlenbaus. Gott und Unsere liebe Frau mögen seine Seele rasten und ruhen lassen.

Die Grabplatte des Güstrower Stiftskanonikers Nicolaus Mezstorp, der seit 1382 Propst in Dobbertin war, datiert von 1417. Der Verstorbene ist unter einem reich gegliederten, mit breiten Stützen versehenen Maßwerkbaldachin dargestellt. Er trägt liturgische Kleidung mit einer Almucie, in der linken Hand hält er einen Kelch, die rechte ist segnend erhoben. Links zu seinen Füßen ein Wappen. In den vier Ecken Maidallons mit den Evangelistensymbolen. Die umlaufende Inschrift lautet: Im Jahre des Herrn 1417 (...) starb Herr Nicolaus Mezstorp, Propst dieser Kirche. Seine Seele ruhe in Frieden. Amen.[116]

Die restaurierte Grabplatte des 1660 verstorbenen Klosterhauptmanns Cord (Churd) von Behr steht am Giebel des südlichen Anbaus des Klosterhauptmannhauses.

Klausurgebäude mit Refektorium und Dominahaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Refektorium, Zustand 2014

Die Klausur besteht aus vier zweigeschossigen Backstein- und Fachwerkbauten. Auf der West- und Südseite sind sie mit Mansarddächern mit Fledermausgauben und auf der Nord- und Ostseite mit Satteldächern versehen. Die Klausurgebäude umschließen den rechteckigen Innenhof und stehen spitzwinklig zur Kirche. Die äußeren Baulichkeiten entsprechen nach mehrfachen Umbauten kaum noch dem Originalzustand.

Am südlichen Kreuzgang schließt sich das Refektorium an. Der zweischiffige, kreuzrippengewölbte Saal mit seinen drei aus gotländischem Kalkstein bestehenden Mittelsäulen mit Knospenkapitellen und attischen Basen, wohl aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, ist einer der ältesten Räume der Klosteranlage. Während der Zeit des adligen Damenstifts als Wohnraum für die Konventualinnen genutzt, wurden erst 1965 alle Einbauten entfernt. An der nordöstlichen Ecke im Refektorium wurde 2006 nach Befundlage auf einer Musterfläche die ursprüngliche rote Farbgebung wiederhergestellt. Die Gewölbekappen waren mit einem sehr dünnen Kalkmörtelputz überdeckt und wurden wieder weiß gekalkt, die aus Kalkgipsstuck gegossenen Konsolen hellgrau gestrichen.

Im nordwestlichen Teil des Klausurgebäudes liegt das sogenannte Dominahaus. Die Domina war nach der Reformation ab 1572 die aus dem Konvent auf Lebenszeit gewählte Vorsteherin des Damenstifts. Der bis dahin wohl recht bescheidene Wohnsitz der 1875 zur Domina gewählten Ernestine Hedwig von Schack sollte entsprechend ihrer Stellung im Kloster eine Aufwertung erhalten. Mit der Errichtung eines Schmuckgiebels mit den dazugehörigen Renaissanceformen dieser Zeit sollte mit dem neuen Dominahaus nun auch gegenüber dem dominanten barocken Haus des Klosterhauptmanns die wichtige Bedeutung der Domina im Kloster hervorgehoben werden. Den Auftrag zur Errichtung dieses Schmuckgiebels mit der auszubauenden Dominawohnung und dem Konventsaal erhielt 1884 der Baurat Georg Daniel aus Schwerin. Der im Stil der Neorenaissance gestaltete Giebel mit dem dreiachsigen Mittelrisalit, dem umlaufenden Terrakottafries und den in Sandstein gearbeiteten Zierelementen wurde 1886 fertiggestellt. Stilistisch erinnert der Giebel sehr an die vor 1882 ebenfalls von Georg Daniel errichtete Fassade vom Herrenhaus Bernstorf.[38]

Nebengebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klosterhauptmannhaus
Klosterhauptmannhaus

Entsprechend der Inschrift wurde das Klosterhauptmannhaus in den Jahren 1751 bis 1756 stilistisch als Herrenhaus seiner Zeit erbaut. Es ist klassisch gegliedert mit einem halbhohen Sockelgeschoss, zwei hohen Vollgeschossen und einem Vollwalmdach mit bemerkenswerten Dachgauben. Das im Kern noch barocke Gebäude mit flachem Mittelrisalit und Dreiecksgiebel zeigt mit seiner eleganten Eingangstreppe auf eine parkähnliche Freifläche. Das Portal ist mit Lisenen und einem Rundgiebel eingefasst. Über der erneuerten barocken Haustür ist zu lesen: „Der Herr segne Dich und behüte dich“. Die hell verputzte Fassade ist durch ein kräftiges Traufgesims und durch Ecklisenen gegliedert. Die Größe des Hauses zeigt die Bedeutung des Klosteramtes.

Küchenmeisterhaus
Küchenmeisterhaus

Der neugotische Backsteinbau mit umlaufendem Sockel in Quaderputz und dem bogenartigen Treppenaufgang wurde 1846 für den Küchenmeister errichtet. Die Geschosse der Mittelrisalitfassade werden durch eine Putzblende als horizontales Band mit dem sogenannten laufenden Hund und eingelegten Lilienmotiven von eineander getrennt. Im oberen Giebeldreieck befindet sich ein größeres Halbrundfenster mit gusseisernen Sprossen. Der Küchenmeister war als ausgebildeter Finanzbeamter in der Klosterverwaltung für alle Einnahmen und Ausgaben der Klostergüter, Ländereien, Forsten und für die Einschreibungen der adeligen Damen zuständig.

Damenhäuser
Damenhaus

In den Jahren 1864 bis 1877 wurden weitere vier Damenhäuser im neugotischen Stil errichtet. Bemerkenswert sind die schlanken Giebelvorbauten mit Pfeilervorlagen, die schmalen Spitzbogenfenster und die wuchtig verzierten Schornsteine. In diesen wohlhabenden Klosterzeiten waren die Dächer noch mit Schiefer eingedeckt. Jede der separat zugänglichen und sehr geräumigen Wohnungen hatte meistens eine Diele, sechs bis acht Zimmer, Küche und Speisekammer, dazu noch zwei bis drei Dachkammern, einen Keller, Holzschuppen und einen Vorgarten.

Brau- und Brennhaus
Brau- und Brennhaus

Schriftliche Quellen, wie das Rechnungsbuch des Klosteramtes, belegen schon 1524 Brautätigkeiten im Kloster. Der Propst mußte Hopfen und Malz kaufen ... Das heutige Brau- und Brennhaus wurde als eingeschossiges Backsteingebäude mit Krüppelwalmdach nach 1744 errichtet.[117] Am 28. Juni 1746 fertiggestellt, war es 111 Fuß lang und 43 Fuß breit. Im Rechnungsbuch Haupt-Register des Jungfräulichen Kloster-Amts Dobbertin von 1751 werden im Gebäude vier Betten vermerkt. 1766 hatte der Amts-Actuar (Schreiber) Schröder mit dem neuen Braumeister Matthias Malchow das Inventar gelistet.[118]

Auf dem Sternberger Landtag 1843 berichtete Klosterhauptmann Carl Peter Baron le Fort: man wolle eine Umwandlung des Brennereigebäudes in ein Wohnhaus für drei klösterliche Diener vornehmen. Da nach der neuen Kriminal-Gerichtsordnung die Gefangenen nicht mehr im Haus des Gerichtdieners wohnen durften, sollten in dem erst 1846 genehmigten Durchbau zusätzlich für das Kloster-Amtsgericht vier Gefängniszellen unter dem Dach eingerichtet werden, die heute noch vorhanden sind. 1880 richtete man im nördlichen Seitenflügel die Amtsbäckerei mit der Backstube ein. Sie blieb bis 1958 in Familienbesitz und wurde danach bis 1966 als HO-Bäckerei weitergeführt. Neben einer Kinderkrippe hatte man ab 1958 im Erdgeschoss noch eine HO-Verkaufsstelle eingerichtet. Ab 1993 kam das Klostercafe im Gebäude unter. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wird es seit 2011 unter dem Namen Brauhaus als Gaststätte genutzt. Bei den bauarchäologischen Untersuchungen während der Bautätigkeit konnten die Fundamente des Braukessels und der Kaminglocke freigelegt werden. Bei der Größe solcher Braukessel von zwei Metern Durchmesser war es möglich, bis zu 1500 Liter Bier für den Eigenbedarf zu brauen.[119]

Pforthaus
Pforthaus

Das Pforthaus steht am Rande des Klosterparkes. An diesem Gebäude, einem der ältesten des Klosters, befand sich der erste Zugang in die Klosteranlage. Im Inneren des eingeschossigen Backsteingebäudes mit Rundbogenfenstern sind noch drei im romanischen Stil ausgeführte Gurtbögen und Gewölbe vorhanden.

Klosterfriedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Klosterfriedhof Dobbertin

Auf dem Klosterfriedhof gibt es noch über 70 Grabsteine ehemaliger Konventualinnen, Dominas und Provisoren. Besonders sehenswert ist der vom Prälat von Arnim gestiftete Granit-Grabstein für die am 22. Februar 1791 verstorbene Konventualin Johanna Agnesa von Gloeden, der im Zopfstil gestaltete Sandsteinobelisk für den am 11. November 1790 verstorbenen Klosterhauptmann Kammerjunker Hans Friedrich Christian von Krakewitz und die Grabstätte der Konventualin Mathilde von Rohr, die seit 1869 im Kloster lebte und am 16. September 1889 in Dobbertin verstarb. Ihre jahrelange Freundschaft mit Theodor Fontane ließ diesen ab 1870 oft in Dobbertin verweilen.

Auf Grabkreuzen sind die Namen derer von Schack, von Maltzan, von Bassewitz, von Oertzen, von Lowtzow, von der Lühe, von Weltzien, von Quitzow, von Bülow, von Heyden, von dem Knesebeck, von Blücher, von Flotow, von Hoben, von Hammerstein, von Behr, von Wickede, von Both, von Pentz, von Restorff, von Graevenitz und von Schuckmann zu lesen. Von den letzten nach 1945 noch in Dobbertin lebenden Konventualinnen wurden am 13. Januar 1951 die Domina Auguste von Pressentin, am 13. Juni 1962 die Domina Magdalena von Oertzen, am 27. Februar 1965 Margarete Freiin von Stenglin und am 22. April 1974 Elisabeth Charlotte Gräfin von Bassewitz auf dem Klosterfriedhof bestattet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mathilde von Rohr

Im Kloster Dobbertin wurde der Nonnenkonvent von einer „Priorin“ (oft in Dobbertiner Urkunden auch „Priorissa“ genannt) geleitet, die Unterpriorin (auch Subpriorin genannt) war ihre Stellvertreterin. Der Propst als geistlicher Vater des Klosters war auch der rechtliche Sachwalter und nahm die weltlichen Geschäfte und Angelegenheiten für das Kloster zusammen mit der Priorin wahr. In den 340 Jahren als Nonnenkloster konnten bisher 44 Pröpste nachgewiesen werden.[23] Bei den großen Besitzungen des Klosters gab es in Röbel an der Müritz noch einen sogenannten „Sandpropst“, der von seinem dortigen Wohnsitz aus die Verwaltungsgeschäfte für das Kloster in der vorderen und hinteren Sandpropstei (waren die Ländereien mit schlechten, sandigen Ackerböden) leitete. Nach der Reformation und Auflösung des Nonnenklosters 1572 wurde dann im adligen Damenstift die im Konvent auf Lebenszeit gewählte Vorsteherin in Dobbertin „Domina“ genannt und ihre Stellvertreterin nannte sich „Priorin“. In den 350 Jahren als Damenstift waren nachweisbar 21 gewählte Dominas, teils über 30 Jahre als Vorsteherin, tätig.[23] Die laufenden weltlichen Verwaltungsgeschäfte für das Kloster übernahm nun ein aus den Mitgliedern der klosterfähigen Ritterschaft vom Mecklenburgischen Landtag auf sechs Jahre gewählter Geschäftsführer, der sich „Klosterhauptmann“ nannte. Ebenfalls aus der klosterfähigen Ritterschaft der beiden mecklenburgischen (Teil-)herzogtümer Schwerin und Güstrow wurden vom Landtag zwei Provisoren für vier Jahre gewählt. Dazu gab es noch das Klosteramt mit seiner Verwaltung, das vom „Küchenmeister“ als Finanzbeamter geleitet wurde. Der Syndicus war als bevollmächtigter Bearbeiter von Rechtsangelegenheiten für das Klosteramt auch Richter im Kloster-Amtsgericht.[23]

Der niederdeutsche Schriftsteller John Brinckman lebte von 1844 bis 1846 im Klosterhauptmannshaus und war dort Hauslehrer für die Söhne David, Ludwig und Franz des Klosterhauptmanns Johann Carl Peter Baron von Le Fort.

Der märkische Schriftsteller Theodor Fontane (1819–1898) besuchte seit 1870 mehrfach seine langjährige und engste Freundin Mathilde von Rohr, die ab 1869 ihre letzten zwanzig Lebensjahre als Konventualin im adligen Damenstift des Klosters Dobbertin verbrachte.[120]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hexenprozesse im Klosteramt Dobbertin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben vielen wahrheitsgetreuen und beurkundeten Geschichten gibt es noch einige Klosterakten von bisher nicht bekannten Hexenprozessen, die vor 400 Jahren im Klosteramt Dobbertin stattfanden. Von 1594 bis 1682 sind bisher 25 Hexenprozesse im Klosteramt, davon 14 Hexenprozesse mit neun Todesurteilen durch Verbrennung auf dem Scheiterhaufen in Dobbertin bekannt. Die Spruchakten dazu befinden sich in den Urteilsbüchern der Universitätsarchive in Rostock und Greifswald. Dem Dobbertiner Kloster-Amtsgericht war bei der Urteilsfindung das Belehrungsinstitut freigestellt, die strengsten Urteile (meist Todesurteile durch Verbrennung) kamen von der Juristischen Fakultät der Universität in Rostock.

Die Verhandlungen fanden im Amtshaus des Klostervorstehers statt. Die Stelle des Scharfrichters schien begehrt gewesen zu sein, denn 1624 stellte der Güstrower Claus Lowens ein Gesuch um Bestallung als Scharfrichter an das Klosteramt Dobbertin.

Auf einer Karte von 1777 ist der Gerichtsberg Dat Gericht am alten Landweg von Dobbertin nach Güstrow, an der Grenze zu den Spendiner Tannen links vor dem einstigen Klostergut Spendin verzeichnet. Dort stand der Galgen und dort wurde auch das Urteil vollstreckt.[121]

Sagen aus dem Kloster Dobbertin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Dobbertiner Sagen

Etliche Sagen wurden und werden zum Nonnenkloster und dem Jager See, dem heutigen Dobbertiner See, erzählt.

Quellen und Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archiv der Hansestadt Lübeck

  • Altes Senatsarchiv, Externa, Deutsche Territorien

Universitätsbibliothek Rostock

  • Abteilung Sondersammlung. Mecklenburgische Reimchronik, Leichenpredigten.

Landeshauptarchiv Schwerin

  • LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. I. Herzogliches Archiv, II. Klosterarchiv.
  • LHAS 2.11–2/1 Acta externa.
  • LHAS 2.12-1/23 Korrespondenz der Herzöge mit Räten und anderen Amtspersonen.
  • LHAS 2.12-2/4 Regierungskollegien und Gerichte.
  • LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Generalia, Landeskloster Dobbertin.
  • LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, außermecklenburgische Klöster, Benediktinerkloster Stade.
  • LHAS 2.12-3/4 Kirchen und Schulen.
  • LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationen.
  • LHAS 2.22-5 Direktorialvermessungs- und Bonitierungskommisson.
  • LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin.
  • LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherungsgesellschaft (1782–1932).
  • LHAS 5.2–1 Großherzogliches Kabinett, Großherzogliches Sekretariat.
  • LHAS 5.11-2 Landtagsverhandlungen, Landtagsversammlungen, Landtagsprotokolle, Landtagsausschuß.
  • LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Klosteramt Dobbertin und Klosterdorf Dobbertin.
  • LHAS 5.12-9/5 Landratsamt Parchim.

Landesamt für Kultur und Denkmalpflege

  • Archäologie, Ortsaktenarchiv Dobbertin, Grabungsdokumentationen.
  • Baudenkmalpflege, Ortsakte Kloster Dobbertin, Bauhistorische Berichte.

Landeskirchliches Archiv Schwerin

  • Spezialia. Ortsakten Dobbertin und Kirchenbücher.
  • Landessuperintendentur Parchim. Visitationsprotokolle.

Landkreis Parchim

  • Kreisarchiv. Nr. 39 Landesaltersheim (1950–1953), Nr. 139 Bau, Kloster Dobbertin (1950–1951), Nr. 8000 Kirchenfragen, Dobbertiner Konferenz (1967–1987).

Hansestadt Wismar

  • Archiv der Hansestadt Wismar, Zeugebuch.

Stadt Ribnitz-Damgarten

  • Stadtarchiv, 5.1.3. Bestand Kloster Ribnitz Nr. 44 D–70 D. Kloster Dobbertin. (1612–1891)

Stadt Goldberg

  • Stadtarchiv Goldberg, Museum Goldberg.
    • Nr. 88 Grenzstreitigkeiten (1770–1789), Nr. 901 Ordnungswidrigkeite (1840–1850), Nr. 947 Passkarten-Register (1857–1860), Nr. 1079 Gerichtssachen (1752–1890).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kloster Dobbertin, Geschichte – Bauen – Leben. (= Beiträge zur Kunstgeschichte und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Band 2). Schwerin 2012, ISBN 978-3-935770-35-4.
  • Horst Alsleben: Zusammenstellung aller Persönlichkeiten des Klosters Dobbertin. Schwerin 2010.
  • Horst Alsleben: 775 Jahre Dobbertin. Altes Kloster mit neuen Hoffnungen. Schicksal zwischen Mönchsorden, Damenstift und Heimstatt für Behinderte. In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte. Band 3. 1996, S. 305–307.
  • Horst Alsleben (unter Mitarbeit von Gabriele Liebenow): Mathilde von Rohr und das Kloster Dobbertin. Festschrift zum 200. Geburtstag einer Freundin Theodor Fontanes. (= Dobbertiner Manuskripte. Hefte 9). Dobbertin 2010.
  • Horst Alsleben: Dobbertin bei Goldberg. In: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. (= Germania Benedictina. Band 10). St. Ottilien 2012, ISBN 978-3-8306-7571-6, S. 295–301.
  • Horst Alsleben: Dobbertin. In: Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide (Hrsg.): Die Bauern- und Waldarbeiterdörfer im Naturpark und seinem Umfeld. (= Aus Kultur und Wissenschaft. Heft 7). Karow 2012, ISBN 978-3-941971-07-3, S. 61.
  • Horst Alsleben (unter Mitarbeit von Gabriele Liebenow): John Brinckman, Spurensuche im Klosteramt Dobbertin. (= Dobbertiner Manuskripte. Heft 15). Dobbertin 2014.
  • Axel Attula: Dekorationen für Damen, Evangelische Damenstifte Norddeutschlands und ihre Orden. Schwerin 2011, ISBN 978-3-940207-21-0.
  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. München, Berlin 2000, ISBN 3-422-03081-6, S. 116–118.
  • Franz Engel: Deutsche und slawische Einflüsse in der Dobbertiner Kulturlandschaft. (= Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel. Band II, Heft 3). Würzburg 1934, VII, S. 174.
  • Ulrich Faust: Die Frauenklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen. (= Germania Benedictina. Band 11). St. Ottilien u. a. 1984, ISBN 3-88096-611-7.
  • Kristina Hegner: Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin. Petersberg 2015, ISBN 978-3-7319-0062-7.
  • Hans Hopkes, Horst Alsleben: Altes Kloster mit neuen Aufgaben: Sanierungsarbeiten am Kloster Dobbertin in Mecklenburg. In: Bundesbaublatt. 1998, 4, S. 54–57.
  • Ingrid Lent: Gaston Lenthe, Ein Schweriner Hofmaler. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2012, ISBN 978-3-940207-33-3.
  • Friedrich Lisch: Die Kirche und das Kloster zu Dobbertin. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 8. 1843, S. 130–133. (Digitalisat und Online-Version in der Digitalen Bibliothek der Universität Rostock), (Digitalisat bei Google Books)
  • Friedrich Lisch: Die doberaner und die parchimsche Genealogie. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 11. 1846, S. 5–6: Ueber die Chroniken der Klöster Dobbertin und Neuenkamp. (Digitalisat bei Google Books)
  • Friedrich Lisch: Alte Leichensteine der Kirche zu Dobbertin. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 27. 1862, S. 236–238.
  • Friedrich von Meyenn: Ein Rechnungsbuch des Klosters Dobbertin. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 59. 1894, S. 177–218, mit einer Anlage S. 219: Verzeichnis der Priorinnen zu Dobbertin. 1491–1560.
  • Ernst Münch (Historiker, 1952) (unter Mitwirkung von Horst Alsleben), Frank Nikulka, Bettina Gnekow, Dirk Schumann: Dobbertin, Kloster S. Maria, S. Johannes Evangelist (Ordo Sancti Benedicti / Benediktinerinnen). In: Wolfgang Huschner, Ernst Münch, Cornelia Neustadt, Wolfgang Eric Wagner: Mecklenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte, Kommenden und Prioreien (10./11. – 16. Jahrhundert). Band I., Rostock 2016, ISBN 978-3-356-01514-0, S. 177–216.
  • Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide: Die Klöster Dobbertin und Malchow. In: Die Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen im Naturpark und seinem Umfeld. Heft 3, 2003, S. 98–107.
  • Paul Martin Romberg: Die frühromanischen Tauffünten der Wenden und Obotriten. Alt Meteln 2015, S. 97.
  • Fred Ruchhöft: Die Entwicklung der Kulturlandschaft im Raum Plau-Goldberg im Mittelalter. (= Rostocker Studien zur Regionalgeschichte. Band V.). Hrsg.: Kersten Krüger, Stefan Kroll, Rostock 2001, ISBN 3-935319-17-7.
  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. IV. Band. Im: Die Amtsgerichtsbezirke Schwaan, Bützow, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim, Lübz und Plau. Schwerin 1901. (Neudruck 1993, ISBN 3-910179-08-8)
  • Dirk Schumann: Kloster Dobbertin. Kunstführer. Kunstverlag Peda, Passau 2012, ISBN 978-3-89643-878-2.
  • Joachim Heinrich Spalding: Repertorium Ivris Mecklenburgici. Landtagsprotokolle 1552–1671. Rostock 1781.
  • Eduard Viereck: Die Rechtsverhältnisse der vier Mecklenburgischen Jungfrauenklöster nach ihrer geschichtlichen Entwicklung. Berlin 1875.
  • Julius Wiggers, Moritz Wiggers: Geschichte der drei Mecklenburgischen Landesklöster Dobbertin, Malchow und Ribnitz. Erste Hälfte: Von der Stiftung der drei Klöster bis zur Überweisung derselben an die Stände im Jahre 1572. G. B. Leopoldsche Universitätsbuchhandlung, Rostock 1848. (Digitalisat des Exemplars der Bayerischen Staatsbibliothek, mehr nicht erschienen)

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bertram Christian von Hoinckhusen: Mecklenburg Atlas mit Beschreibung der Aemter um 1700. Blatt 61 Klosteramt Dobbertin, Blatt 89 Sandpropstei.
  • Direktorial-Vermessungskarte Von dem Hochadelichen Dobbertinschen Klosteramts 1759.
  • Topographisch oekonomisch und militaerische Charte des Herzogthums Mecklenburg-Schwerin und des Fürstenthums Ratzeburg 1788 Klosteramt Dobbertin mit den Sandpropsteien vom Grafen Schmettau
  • Wiebekingsche Karte von Mecklenburg, um 1786.
  • Charte von den Besitzungen des Klosters Dobbertin, Abteilung I. 1822, enthält Dobbertin, angefertigt nach den vorhandenen Gutskarten Anno 1822 durch S. H. Zebuhr.
  • Brouillion von dem Dorffelde Dobbertin zum Hochadel Kloster Dobbertin. auf Verordnung Gemeinschaft Directorial Commission vermessen aus 1771 durch F. von See, retcifiert und gezeichnet im Jahre 1824 von C. H. Stüdemann.
  • Plan vor dem Kloster Dobbertin mit Umgebung. im Auftrage der Herren Klostervorsteher aufgenommen im Jahre 1841 durch H. (Heinrich) C. (Christoph) A. (Agats) Stüdemann, Original im LADK/AD Schwerin.
  • Charte von der Feldmark Dobbertin vermessen durch F. von See, eingestellt und chartiert 1842/43 durch H. C. Stüdemann, copiert 1868 durch S. H. Zebuhr.
  • Preußische Landes-Aufnahme 1880, Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin 1882, Dobbertin, Nr. 946.
  • Wirtschaftskarte Forstamt Dobbertin 1927/1928.
  • Offizielle Rad- und Wanderkarte Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kloster Dobbertin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Kloster Dobbertin – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Lisch: Die Kirche und das Kloster zu Dobbertin. In: MJB. 8, 1843, S. 131.
  2. Helge bei der Wieden, Roderich Schmidt: Dobbertin, Lkr. Lübz. In: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Mecklenburg-Vorpommern. 1996, S. 18.
  3. Johann Christian Koppe: Das Jubiläum des Klosters Dobbertin im Jahr 1822. In: Güstrowsches gemeinnütziges Wochenblatt. Güstrow 13. April 1822.
  4. Andreas Röpke: Brief und Siegel – Anmerkungen zur urkundlichen Überlieferung und den Siegeln des Klosters Dobbertin. In: Kloster Dobbertin, Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 22.
  5. MUB. I. (1863) Nr. 343.
  6. Ernst Münch: Zur mittelalterlichen Geschichte von Kloster Dobbertin. In: Kloster Dobbertin, Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 12.
  7. MUB. I. (1863) Nr. 254.
  8. Horst Alsleben: Dobbertin bei Goldberg. In: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. (= Germania Benedictina. Band 10). 2012, S. 296.
  9. MUB.V. (1869) Nr. 3420
  10. MUB. XIII. (1884) Nr. 7498
  11. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Außermecklenburgische Klöster. Benediktinerkloster Stade, Nr. 29.
  12. Heinz-Joachim Schulze: Stade. In: Ulrich Faust (Bearb.): Die Benediktinerklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen. (= Germania Benedictina. Band 6). 1979, S. 464.
  13. MUB. I. (1863) Nr. 344.
  14. a b MUB. I. (1863) Nr. 386
  15. a b MUB. I. (1863) Nr. 343, 469.
  16. Frank Nikulka, Frank Wietrizichowski: Archäologische Nachweise zur Geschichte der Dobbertiner Klosterhalbinsel. In:: Kloster Dobbertin. Geschichte - Bauen - Leben. 2012, S. 76.
  17. Elfriede Bachmann: Zeven. In: GERMANIA BENDICTINA XI., 1984, S. 554.
  18. MUB. I. (1863) Nr. 551.
  19. MUB. I. (1863) Nr. 417.
  20. MUB. I. (1863) Nr. 463.
  21. Gerhard Schlegel: Das Frauenkloster Rühn – Hier irrte nicht nur G. C. F. Lisch. In: MJB. 120, 2005, S. 107–113.
  22. Ernst Münch: Zur mittelalterlichen Geschichte von Kloster Dobbertin. In: Kloster Dobbertin, Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 16–17.
  23. a b c d e f g h i j k l Horst Alsleben: Zusammenstellung aller Persönlichkeiten des Klosters Dobbertin. 2010–2013.
  24. Ernst Münch: Zur mittelalterlichen Geschichte vom Kloster Dobbertin. In: Kloster Dobbertin, Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 13.
  25. Ernst Münch: Zur mittelalterlichen Geschichte vom Kloster Dobbertin. In: Kloster Dobbertin, Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 12.
  26. Ulrich Faust: Norddeutschland, Die Propsteiverfassung der norddeutschen Benediktinerinnen. (= Germania Benedictina, Band XI.) St. Ottilien 1984, S. 28–30.
  27. Horst Alsleben: Urkunden am Kloster gefälscht. In: SVZ Zeitung für Lübz - Goldberg - Plau, 24./15. Juni 2017.
  28. MUB. IV. (1867) Nr. 2624.
  29. MUB. V. (1869) Nr. 2795.
  30. a b MUB. I. (1863) Nr. 425.
  31. Moritz und Julius Wiggers: Geschichte der drei Mecklenburgischen Landesklöster Dobbertin, Malchow und Ribnitz. Rostock 1848 (Digitalisat)
  32. Friedrich Schlie: Das Kloster Dobbertin. 1901, S. 349–357.
  33. Josef Traeger: St. Maria im Sonnenkamp. 1979, S. 31.
  34. Albrecht Volkmann: Kloster Sonnenkamp zu Neukloster in Mecklenburg. In: MJB, 102 (1938) S. 31–200.
  35. MUB. I. (1863) Nr. 634.
  36. Joachim Pohl: Krevese, Benediktinerinnen. In: Brandenburgisches Urkundenbuch. Band I., 2007, S. 697–698.
  37. MUB. II. (1864) Nr. 983.
  38. a b c d Friedrich Lisch: Die Kirche und das Kloster zu Dobbertin. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 45, Schwerin 1843. (Digitalisat)
  39. MUB. III. (1865) Nr. 1964.
  40. MUB. V. (1869) Nr. 3327.
  41. MUB. VIII. (1873) Nr. 5457.
  42. MUB. XIV. (1886) Nr. 8730.
  43. Statens Arkiver Rigsarkivet: Es ist uns gelungen, das Verzeichnis der Priorinnen zu identifizieren ... Archivbezeichnung: Arkivalier af udenlandsk Proveniens, Mecklenburg fol. reg. 13 IB nr. 51. Kobenhavn 11. Februar 1998.
  44. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 248 Verzeichnis der in Urkunden gefundenen Geschlechternamen sowie der Priorinnen und Klosterjungfrauen zu Dobbertin. (1491–1560)
  45. Ernst Münch, Horst Alsleben: Besitzgeschichte und Wirtschaftsordnung. In: Mecklenburgisches Klosterbuch. Band I. 2016, S. 182 - 187.
  46. Kristina Hegner: Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. 2015, S. 10, 11, 67–69, 91, 92, 98, 99.
  47. LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin Regesten, Nr. 157.
  48. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 210
  49. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 436.
  50. Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. In: MJB. 22, 1857, S. 108.
  51. LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationen, Dobbertin. Nr. 22, 183.
  52. Johann Peter Wurm: Der dullen Nonnen Krich – Die Reformation des Benediktinerinnenklosters Dobbertin 1557–1578. In: Kloster Dobbertin. Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 28.
  53. Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. In: MJB. 22 (1857) Anhang 1, S. 143.
  54. Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. In: MJB. 22 (1857) Anhang 1, S. 145.
  55. Johann Peter Wurm: Der dullen Nonnen Krich – Die Reformation des Benediktinerinnenklosters Dobbertin 1557–1578. In: Kloster Dobbertin. Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 27–31.
  56. Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. In: MJB. 22, 1857, S. 121.
  57. Friedrich Lisch: Die Reformation des Klosters Dobbertin. In: MJB. 22, 1857, S. 127–128, Anhang 4, S. 156.
  58. Johann Peter Wurm: Die Reformation des Benediktinerinnenklosters Dobbertin im Jahre 1562, Ein Bericht des Klostehauptmannes Joachim zu Kleineow. In: MJB. 117, 2002, S. 305–309.
  59. Johann Peter Wurm: Der dullen Nonnen Krich – Die Reformation des Benediktinerinnenklosters Dobbertin 1557–1578. In: Kloster Dobbertin, Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 34–35.
  60. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 436.
  61. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Generalia. Nr. 14.
  62. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 49. 214. 216.
  63. Horst Alsleben: Als die Nonnen Steine warfen. SVZ 30./31. Oktober/1. November 2015, Mecklenburg-Magazin S. 26.
  64. Horst Alsleben: Das Jungfrauenkloster als evangelisches Damenstift – Ein Klosteramt in Mecklenburg-Schwerin. In: Kloster Dobbertin. Geschichte – Bauen – Leben. 2012, S. 42.
  65. Horst Alsleben: Küchenmeister führte die Wirtschaft. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 4. März 2016, S. 25.
  66. Horst Alsleben: Küchenmeister – ein gefragter Job im Kloster. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 8. April 2016, S. 24.
  67. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3001–3280 Gerichtsakten.
  68. Der Spottname Sandpropst für diese Klosterländereien wurde sogar in den amtlichen Staatskalendern übernommen.
  69. Horst Alsleben: Das Jungfrauenkloster als evangelisches Damenstift - Ein Klosteramt in Mecklenburg-Schwerin. In: Kloster Dobbertin. Geschichte - Bauen - Leben. 2012, S. 42–43.
  70. a b Horst Alsleben: Das Jungfrauenkloster als evangelisches Damenstift - Ein Klosteramt in Mecklenburg-Schwerin. In: Kloster Dobbertin. Geschichte - Bauen - Leben. 2012, S. 44–45.
  71. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3291, 3292.
  72. Horst Alsleben: Das Jungfrauenkloster als evangelisches Damenstift - Ein Klosteramt in Mecklenburg-Schwerin. 2012, . 50.
  73. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 371a.
  74. a b LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3157.
  75. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokolle, Sternberg 16. November 1853.
  76. Oertzen-Blätter: Nachrichten für die Mitglieder des Geschlechts v. Oertzen. Nr. 72, Mai 2006, S. 109.
  77. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8604.
  78. Horst Alsleben: Zusammenstellung aller Persönlichkeiten des Klosteramts Dobbertin. 2010–2015.
  79. Friedrich Wigger: Geschichte der Familie von Blücher. 1879, S. 127–134.
  80. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3232.
  81. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 4, 11, 115, 116, 165.
  82. LHAS 5.2-1 Großherzogliches Kabinett III. Nr. 795.
  83. Horst Alsleben: Mathilde von Rohr und das Kloster Dobbertin. 2010, S. 20–55.
  84. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8606.
  85. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 232.
  86. Horst Alsleben: Der Dobbertiner Konvent - Eine christliche Gemeinschaft im Herzogtum Mecklenburg-Schwerin. In: Kloster Dobbertin. Geschichte - Bauen - Leben. 2012, S. 53–63.
  87. Horst Alsleben: Mit der Kutsche ging's durchs Land. SVZ, Zeitung für Lübz-Goldberg-Plau, 15./16. Oktober 2016.
  88. Horst Alsleben: Schwedische Königin adelte Dobbertiner Pastor. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 4. Mai 2001.
  89. Verfassung des Freistaates Mecklenburg-Schwerin vom 17. Mai 1920, § 75.
  90. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8626.
  91. Oertzen-Blätter 1998, S. 93–101.
  92. a b c LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8600.
  93. Horst Alsleben: Der Dobbertiner Konvent – Eine christliche Gemeinschaft im Herzogtum Mecklenburg-Schwerin. 2012, S. 58.
  94. Kurt Müller: Bericht zu den Ereignissen in den April-Mai-Tagen 1945 im Klostergebiet von Dobbertin. 2. April 1997.
  95. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr.8603, 8627.
  96. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8970.
  97. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 119.
  98. Geburtenbuch Dobbertin 1939–1964.
  99. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8607.
  100. a b Kurt Müller: Beobachtungen und Erlebnisse aus den letzten Kriegsjahren aus dem Klosterbereich. Dobbertin, 16. Februar 1995.
  101. Landeskirchliches Archiv Schwerin, Spezialia Ortsakten Dobbertin, Prediger Dobbertin, Band 2, 1945–1998.
  102. Stadtarchiv Goldberg, Bestand Städtische Bauten, Akte Nr. 41, Liste 1- 9, Barackenlager 273 Baracken und Bretterschuppen, Goldberg am Badestrand, 2. April 1946.
  103. Staatsarchiv der Russischen Föderation (GARF) Bestand 7103, Verzeichnis 1, Akte 76, Blatt 186.
  104. Liste der Repatriierungslager für Bürger der UdSSR in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, 2. Oktober 1945, Staatsarchiv der Russischen Föderation, Moskau (GARF), f. 9408, op. 1, d. 26.
  105. Thomas Reilinger: Das russische Lager am Hellberg. November 2010 (unveröffentlicht).
  106. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 8682.
  107. OKR Schwerin, Specialia, Geistliche Bauten Dobbertin, Bd. 2 Nr. 144 Regierungsbaurat a.D Wehmeyer: Kirche in Dobbertin, Brandschaden vom 30/31. 10. 1946. 21. April 1947.
  108. Landeskirchliches Archiv Schwerin, Spezialia Ortsakten Dobbertin, Bauten.
  109. Hellmut von der Lippe: Altes Kloster mit Zukunft. In: Lübecker Nachrichten, 30. Juni 1991.
  110. Johann Clamer Buchholz: Von der Stiftung des Closters zu Dobbertin und seine Veränderungen. In: Mecklenburgische Gemeinnützige Blätter. Erster Band 1789.
  111. bauzeitliche Inschrift auf der Gedenktafel mit Namen und Daten auf dem südlichen Turm bzw. über dem Turmaufgang.
  112. Deutsch-Niederländische Gesellschaft: Spuren der Niederländer in Norddeutschland. Historische Stätten in Mecklenburg-Vorpommern. Dobbertin, Klosterkirche 2001, S. 96–97.
  113. Andreas Baumgart: Arbeitsbericht zur Restaurierung der Evangelistenfiguren in der Klosterkirche Dobbertin. Rethwisch, 2007.
  114. Dirk Handorf: Denkmalpflegerische Zielstellung für den inneren Raumbereich der Klosterkirche Dobbertin. Schwerin 1990.
  115. Die Dioskuren. Deutsche Kunstzeitung, Berlin 1856, S. 177.
  116. Christine Magin, Jürgen Herold, Marion Grether Die Inschriften auf den Grabplatten im Kloster Dobbertin In: Kloster Dobbertin Geschichte – Bauen – Leben Beiträge zur Kunstgeschichte und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern, Band 2. Schwerin 2012, S. 156, 162.
  117. nach dendrochronologischen Untersuchungen des Dachstuhls 1744, auch Sommerwaldkante 1744.
  118. LHAS 3.2-3/1 Kloster Dobbertin, Nr. 3145. Inventarium über den Zustand des Brau- und Brennhauses auf dem Closter Amt Dobbertin vom 30. Juni 1766.
  119. Fund des Monats März 2011 – Brauen und brennen im Kloster. In: kulturwerte-mv.de
  120. Horst Alsleben: Versorgungsanstalt für reiche Fräuleins. SVZ, Mecklenburg-Magazin 8. September 2016, S. 24.
  121. Horst Alsleben: Der Dobbertiner Gerichtsberg. SVZ Lübz, 18., 19. Oktober 2014.

Koordinaten: 53° 36′ 54″ N, 12° 4′ 39″ O