Jason Stanley

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Jason Stanley (* 12. Oktober 1969 in Syracuse, New York) ist ein amerikanischer Philosoph, der gegenwärtig an der Yale University in New Haven, Connecticut lehrt. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Erkenntnistheorie, Themen der Linguistik, Kognitionswissenschaft und Sprachphilosophie sowie Theorie des Faschismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jason Stanley studierte an der Universität Tübingen (Deutschland) sowie an der State University of New York. 1995 promovierte er zum Doctor of Philosophy (Ph.D.) am Massachusetts Institute of Technology unter Robert Stalnaker. Anschließend war er kurze Zeit Dozent am University College in Oxford, dann Assistenzprofessur an der Cornell University. Diese verließ er 2000 zugunsten einer Stelle als Professor an der University of Michigan, die er bis 2004 innehatte, um dann eine Professur an der Rutgers-Universität anzutreten. Seit März 2013 ist er Professor an der Yale University.

Stanley ist Mitherausgeber der Zeitschriften Philosopher’s Imprint und Nous. Sowie Mitherausgeber bei der Stanford Encyclopedia of Philosophy für den Bereich der Sprachphilosophie. Außerdem arbeitet er als Gutachter für zahlreiche Fachzeitschriften und für die Oxford University Press.

Stanley vertritt eine pragmatische Herangehensweise in der Erkenntnistheorie, wobei Wissen und Handlung mehr miteinander zu tun haben als in der traditionellen Erkenntnistheorie. Er hat zudem zahlreiche Aufsätze im Bereich der wahrheitswertorientierten Sprachphilosophie veröffentlicht.

Im August 2014 nahm er in der FAZ Stellung zu den antisemitischen Äußerungen in Berlin während des Gazakonflikts 2014.[1] In einem Interview im polnischen Nachrichtenmagazin Polityka setzte er sich im Januar 2022 mit den Mechanismen der Entstehung und Verbreitung faschistischer Ideologien in Mittel- und Osteuropa und den Strategien der polnischen PiS-Partei auseinander.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • How Fascism Works: The Politics of Us and Them. Random House, New York 2018, ISBN 978-0-525-51183-0.
  • Know How. Oxford University Press, Oxford 2011, ISBN 978-0-19-969536-2.
  • Language in Context: Selected Essays. Oxford University Press, Oxford 2007, ISBN 978-0-19-922592-7.
  • Knowledge and Practical Interests. Oxford University Press, Oxford 2005, ISBN 0-19-928803-8. (Draft (PDF; 112 kB) einer Zusammenfassung und Verteidigung gegen Einwände u. a. von Harman, Veröff. in Vorber. in PPR)
  • Philosophy of Language in the Twentieth Century. Veröff. in Vorber. in Routledge Guide to Twentieth Century Philosophy (Draft; PDF; 389 kB)
  • Fallibilism and Concessive Knowledge Attributions. In: Analysis. 65.2, 2005, S. 126–131 (Draft; PDF; 50 kB)
  • Semantics in Context. Contextualism in Philosophy. In: Gerhard Preyer, Georg Peter (Hrsg.): Knowledge, Meaning, and Truth. Oxford University Press, Oxford 2005, S. 221–254. (Draft)
  • On the Linguistic Basis for Contextualism. In: Philosophical Studies. 119, 2004, S. 119–146. (Draft; PDF; 56 kB)
  • mit Jeffrey C. King: Semantics, Pragmatics, and the Role of Semantic Content. In: Zoltan Szabo (Hrsg.): Semantics vs. Pragmatics. Oxford University Press, Oxford 2005, S. 111–164. (Draft)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Homepage (englisch) (abgerufen am 5. September 2014)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jason Stanley: An die Berliner Demonstranten. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. August 2014, abgerufen am 5. September 2014.
  2. Jason Stanley, Sławomir Sierakowski: Romowa na Nowy Rok. Faszyści to oszuści. In: Polityka. Nr. 1/2 (3345). POLITYKA Spółka z o.o. SKA, Warszawa 1. Januar 2022, S. 34–37 (polnisch).