Jens Kersten

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Jens Kersten (* 1967 in Marburg an der Lahn) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er ist seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Leben und wissenschaftliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kersten studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg, Leeds (UK) und Bonn. Sein erstes juristisches Staatsexamen absolvierte er 1994 in Köln, das zweite 1998 in Berlin.[1] In seiner 1999 abgeschlossenen Dissertation beschäftigte er sich mit der Staatstheorie Georg Jellineks, in seiner 2004 an der Humboldt-Universität zu Berlin eingereichten Habilitation mit dem Klonen von Menschen. Er ist ein akademischer Schüler von Ulrich Battis. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte sind das Baurecht und Raumordnungsrecht. Kersten war von 2005 bis 2006 Mitglied der Ethikkommission der Charité in Berlin.

Er wurde 2006 auf eine Professur für Raumplanungs- und Umweltrecht an der Technischen Universität Dortmund berufen. Im Jahr darauf wechselte er als Professor für Öffentliches Recht und Wirtschaftsrecht an die Universität Bayreuth. Wiederum ein Jahr darauf erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 2012 bis 2013 war er Carson-Professor am Rachel Carson Center for Environment and Society der LMU.[1] Er war Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.

Schülerinnen und Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Jens Kersten habilitierten sich

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Jellinek und die klassische Staatslehre. Mohr Siebeck, Tübingen 2000, ISBN 3-16-147348-5 (Dissertation).
  • Das Klonen von Menschen – Eine verfassungs-, europa- und völkerrechtliche Kritik. In: Jus publicum. Band 115. Mohr Siebeck, Tübingen 2004, ISBN 3-16-148464-9 (Habilitationsschrift).
  • Neues Arbeitskampfrecht – Über den Verlust institutionellen Verfassungsdenkens. Mohr Siebeck, Tübingen 2012, ISBN 978-3-16-152078-5.
  • Schwarmdemokratie – Der digitale Wandel des liberalen Verfassungsstaats. Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 978-3-16-155165-9.
  • mit Stephan Rixen: Der Verfassungsstaat in der Corona-Krise. 2. Auflage. C.H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-76012-9.

Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Notwendigkeit der Zuspitzung – Anmerkungen zur Verfassungstheorie. In: Verfassungstheoretische Gespräche. Band 1. Duncker und Humblot, Berlin 2020, ISBN 978-3-428-18046-2.
  • Art. 76 GG (Gesetzesvorlagen), Art. 77 GG (Verfahren bei Gesetzesbeschlüssen), Art. 78 GG (Zustandekommen von Gesetzen), Art. 102 GG (Todesstrafe). In: Günter Dürig, Roman Herzog, Rupert Scholz (Hrsg.): Grundgesetz, Kommentar. C.H. Beck, München, ISBN 978-3-406-45862-0.
  • Parlamentarisches Regierungssystem. In: Matthias Herdegen, Johannes Masing, Ralf Poscher, Klaus Ferdinand Gärditz (Hrsg.): Handbuch des Verfassungsrechts. C.H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-73850-0, S. 721–776.
  • Konzeption und Methoden der „Neuen Verwaltungsrechtswissenschaft“. In: Wolfgang Kahl, Markus Ludwigs (Hrsg.): Handbuch des Verwaltungsrechts. Band I. C.F. Müller, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-8114-8855-7, S. 979–1022.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lebenslauf – Juristische Fakultät – LMU München. Abgerufen am 22. Februar 2020.
  2. Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften. In: Ludwig-Maximilians-Universität München. Abgerufen am 19. Januar 2022.