Joachim Zeller (Historiker)

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Joachim Zeller (* 2. April 1958 in Swakopmund, Südwestafrika, heute Namibia) ist ein deutsch-namibischer Historiker und Lehrer.

Joachim Zeller ist der Sohn des Theologen und Kunsthistorikers Reimar Zeller und der Schriftstellerin Eva Zeller. Zeller studierte Geschichte, Kunst und Deutsch in Berlin und Frankfurt/Main. 1999 promovierte er an der Technischen Universität Berlin mit der Arbeit „Kolonialdenkmäler und Geschichtsbewusstsein. Eine geschichtsdidaktische Untersuchung“. Zunächst war er im hessischen Schuldienst tätig, heute arbeitet er als Lehrer in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Kolonialgeschichte und der Postkolonialismus. Zeller ist Mitherausgeber zweier kolonialhistorischer Buchreihen: „Schlaglichter der Kolonialgeschichte“ und „Studien zur Kolonialgeschichte“, die beide im Ch. Links Verlag in Berlin erscheinen.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Kolonialdenkmäler und Geschichtsbewußtsein. Eine Untersuchung der kolonialdeutschen Erinnerungskultur. IKO – Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-88939-544-9 (Zugleich: Berlin, Technische Universität, Dissertation, 1999).
  • Bilderschule der Herrenmenschen. Koloniale Reklamesammelbilder. Ch. Links, Berlin 2008, ISBN 978-3-86153-499-0 (Lizenzausgabe: Koloniale Bilderwelten. Zwischen Klischee und Faszination. Kolonialgeschichte auf frühen Reklamesammelbildern. Weltbild, Augsburg 2010, ISBN 978-3-8289-0918-2).
  • Weiße Blicke – Schwarze Körper. Afrikaner im Spiegel westlicher Alltagskultur. Bilder aus der Sammlung Peter Weiss. Sutton, Erfurt 2010, ISBN 978-3-86680-412-8.
  • Wilde Moderne. Der Bildhauer Fritz Behn (1878–1970). Nicolai, Berlin 2016, ISBN 978-3-89479-952-6.

Herausgeberschaften

  • mit Ulrich van der Heyden: Kolonialmetropole Berlin. Eine Spurensuche. Berlin-Edition, Berlin 2002, ISBN 3-8148-0092-3.
  • mit Jürgen Zimmerer: Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904–1908) in Namibia und seine Folgen. Links, Berlin 2003, ISBN 3-86153-303-0 (Mehrere Auflagen; in englischer Sprache: Genocide in German South-West Africa. The Colonial War of 1904–1908 in Namibia and its Aftermath. Edited by and Translated from the German by Edward Neather. Merlin Press, London 2008, ISBN 978-0-85036-574-0).
  • mit Ulrich van der Heyden: „... Macht und Anteil an der Weltherrschaft“. Berlin und der deutsche Kolonialismus. UNRAST, Münster 2005, ISBN 3-89771-024-2.
  • mit Ulrich van der Heyden: Kolonialismus hierzulande. Eine Spurensuche in Deutschland. Sutton, Erfurt 2008, ISBN 978-3-86680-269-8.
  • mit Jean-Pierre Félix-Eyoum und Stefanie Michels: Duala und Deutschland – verflochtene Geschichte. Die Familie Manga Bell und koloniale Beutekunst. Der Tangué der Bele Bele. = Douala et l'Allemagne (= DEPO-Schriftenreihe. Nr. 2). Schmidt von Schwind, Köln 2011, ISBN 978-3-932050-30-5.
  • mit Oumar Diallo: Black Berlin. Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart. Metropol, Berlin 2013, ISBN 978-3-86331-132-2 (2., überarbeitete Auflage. ebenda 2014).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kerstin E. Finkelstein: Im Windschatten der Weltgeschichte. Joachim Zeller, Swakopmund – Berlin. In: Kerstin E. Finkelstein: Ausgewandert. Wie Deutsche in aller Welt leben. Links, Berlin 2005, ISBN 3-86153-348-0, S. 189–192.
  • Stephan Lahrem: „Bilderschule der Herrenmenschen“. Die Herausforderung, kolonialgeschichtliche Titel zu verlegen. In: Christoph Links (Hrsg.): Mit Links überleben. 20 Jahre Ch. Links Verlag. Links, Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-555-3, S. 49–53.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]