Joachim Zoepf

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Joachim Zoepf (* 1955 in Düsseldorf) ist ein deutscher Holzbläser im Bereich der Neuen Improvisierten Musik, der zunächst auch im Jazzbereich aktiv war. Neben dem Sopran-, Tenor- und Baritonsaxophon zählt die Bassklarinette zu seinem Instrumentarium.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zoepf, dessen Vater als Amateur musikalisch wirkte, begann 1964, Klavier zu lernen. Ab 1976 spielte er Saxophon. Sein Musikstudium nahm er 1979 zunächst am Konservatorium in Wien bei Karel Krautgartner auf und setzte es später an der Musikhochschule Köln im Bereich Jazz fort. Seit 1983 arbeitet er freiberuflich als Musiker und Musikpädagoge. Er wirkte in den unterschiedlichsten Formationen mit, sei es aus dem Bereich des „aufgeklärten Jazz“ (u. a. in der Kölner Saxophon Mafia, Lunx) oder der Neuen Musik (u. a. Zusammenarbeit mit Paulo C. Chagas).

Zoepfs derzeitiger Arbeitsschwerpunkt liegt in der „Improvisierten Neuen Musik“, die er in vorzugsweise kontinuierlich probenden Formationen spielt.[1] Sein besonderes Interesse gilt der genreübergreifenden Zusammenarbeit mit der darstellenden oder bildenden Kunst. Er zeichnet zudem für zahlreiche Produktionen und Veröffentlichungen verantwortlich. Er arbeitet(e) u. a. mit Mark Charig, Hans Schneider, Wolfgang Schliemann, Ulrich Phillip, Günter Christmann, Frank Rühl, Melvyn Poore, Gunda Gottschalk, Martin Theurer, Johannes S. Sistermanns oder Rilo Chmielorz.

Daneben arbeitete Zoepf in der „Initiative Kölner Jazzhaus“ und im „Initiativkreis Freie Musik“ in Köln mit und ist mit Paul Hubweber Mitbegründer der „Arbeitsgemeinschaft Improvisierte Musik“. 1999 initiierte er das Label „Improvisers Series“ als Sublabel von Nur/Nicht/Nur. Des Weiteren war er Mitorganisator der Reihe "Leitkultur", einer Veranstaltungsreihe für frei improvisierte Musik. Er legte bisher fünf Soloalben vor, ist auf mehreren Gruppenproduktionen zu hören und war an vier Alben mit der Kölner Saxophon Mafia beteiligt.

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Solo Reeds (1989)
  • Lunx (mit Uwe Oberg, Jörg Mühlhaus, Wolfgang Schliemann, 1991)
  • Anything goes -nothing moves (solo, 1995–96)
  • Schliemann/Zoepf Zweieiige Zwillinge
  • Berserker
  • Quatuohr [kju:], too
  • A.Q.T R.Z. (mit Christoph Korn und Wolfgang Schliemann)
  • the art of the Duo (verschiedene Musiker*innen u. a. Lenka Zupkova, Elke Schipper, Paul Lovens, John Butcher, Alexander Frangenheim, John Rusell, Paul Hubweber, Günter Christmann, Torsten Müller, Michael Griener, Mats Gustafsson, John Russel)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhard Gagel, Joachim Zoepf (Hrsg.) Können Improvisatoren tanzen? Wolke Verlag, Hofheim am Taunus 2000, ISBN 978-3-936000-30-6. (Buch mit CD)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bad Alchemy 49 (PDF; 3,1 MB)