Jochen Lepper

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Jochen Lepper (* 1941)[1] ist ein deutscher Geologe.

Lepper studierte ab 1961 Geologie in Freiburg im Breisgau und Würzburg und erhielt 1967 sein Diplom in Würzburg. 1970 wurde er in Würzburg promoviert.[2] Er war bis zur Pensionierung am Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung, wo er neben Kartierungen mit ingenieurgeologischen Untersuchungen für die ICE Neubaustrecke Hannover–Kassel beauftragt war und danach zuständig für Steine und Erden als Rohstoffe im südlichen Niedersachsen (u. a. Weserbergland).

Er befasst sich mit Geologie des Weserberglandes (z. B. Solling, Reinhardswald), Natursteinen besonders aus Niedersachsen (Wesersandstein), Buntsandstein-Stratigraphie und auch mit Geologie von Simbabwe[3] sowie mit Quartärgeologie[4].

Lepper ist wahlberechtigtes Mitglied in der Deutschen Stratigraphischen Subkommission Perm-Trias und Vorsitzender von deren Arbeitsgruppe Buntsandstein.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Struktur des Solling-Gewölbes. In: Geologisches Jahrbuch A. Band 51, 1979
  • Geologisch-erdgeschichtlicher Abriss der Umgebung von Holzminden. In: Jahrbuch 1985 für den Landkreis Holzminden. Holzminden 1986, S. 3–6
  • Geologische Wanderkarte Mittleres Weserbergland mit Naturpark Solling-Vogler 1:100.000 (mit Erläuterungen), Naturhistorische Gesellschaft Hannover 1991 (sowie Beiheft dazu, Naturhistorische Gesellschaft Hannover 1991, 58 Seiten)
  • Die Niedersächsischen Naturwerksteine mit besonderer Berücksichtigung des Wesersandsteins. In: Neues Archiv für Niedersachsen. Band 43, 1994, S. 35–41
  • Die Hannoverschen Klippen. In: Jahrbuch Kreis Höxter 1994. S. 99–105
  • Naturwerksteine in Niedersachsen. In: Zeitschrift für Angewandte Geologie. Band 43, 1997, S. 3–10
  • Der Wesersandstein – ein historisches Baumaterial. Vorkommen, materialkundliche Aspekte, Verwendung. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 20, 2000, S. 129–132
  • mit D. Uhl: Farnreste aus dem Buntsandstein von Bad Karlshafen (Weserbergland) – Fundbericht. In: Ber. Naturhist. Ges. Hannover. Band 143, Hannover 2001, S. 19–26
  • Ein Sockel aus Sandstein. Die Geologie des Reinhardswaldes. In: Hermann-Josef Rapp: Reinhardswald. Eine Kulturgeschichte. Euregioverlag 2002, S. 103–133
  • mit Heinz-Gerd Röhling, Dietrich Rambow: Der Buntsandstein in der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002. In: Newsletters on Stratigraphy. Band 41, 2005, Nr. 1–3, S. 129–142.
  • mit Anette Richter: Steine an der Leine. Naturwerksteine im Stadtbild von Hannover. Schweitzerbart 2010
  • mit Michaela Dominik: Steinzeugen aus 500 Millionen Jahren Erdgeschichte im Park der Sinne Laatzen. Schweitzerbart 2012 (Beschreibung der Gesteine im Steingarten des für die Expo 2000 hergestellten Park der Sinne)
  • Herausgeber mit Heinz-Gerd Röhling, Dietrich Rambow für die Subkommission Perm-Trias: Stratigraphie von Deutschland XI: Buntsandstein, Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Schweitzerbart 2014

Von Lepper stammen Geologische Karten 1:25.000 von Karlshafen (Blatt 4322, 1976), Sarstedt (Blatt 3725, 1984) und Uslar (Blatt 4323, 1977).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurze Biografie am Euregio Verlag
  2. Neue Ergebnisse lithostratigraphisch-fazieller Detail-Untersuchungen im Grenzbereich Mittlerer/Oberer Buntsandstein zwischen Fulda und Neckar. Dissertation, Universität Würzburg, 1970.
  3. The lower Karoo in the Mid-Zambesi-Basin (Zimbabwe). In: Geologisches Jahrbuch B. Band 82, 1992
  4. Jochen Lepper, Marion Homann: Das Cromer-Profil von Sohlingen (Süd-Niedersachsen). In: Geologisches Jahrbuch A. Band 134, 1994, S. 211–228
  5. Subkommission für Perm-Trias-Stratigraphie, abgerufen am 12. April 2015.