Ilten

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Dieser Artikel behandelt die deutsche Ortschaft Ilten; zu anderen Bedeutungen siehe Ilten (Begriffsklärung).

Koordinaten: 52° 20′ 45″ N, 9° 56′ 11″ O

Ilten
Stadt Sehnde
Wappen von Ilten
Höhe: 72 m
Einwohner: 5196 (Apr. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31319
Vorwahl: 05132
Karte
Die Lage von Ilten im Stadtgebiet von Sehnde

Ilten ist ein Ortsteil der Stadt Sehnde, der südöstlich von Hannover an der B 65 liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die früheste Erwähnung von Ilten ist aus dem Jahr 1240 überliefert. Im hohen Mittelalter wurde Ilten (anstelle von Lühnde) Mittelpunkt des so genannten Großen Freien, eines seit der ersten Besiedlung mit besonderen Privilegien ausgestatteten Grenzgebiets zwischen dem Hochstift Hildesheim und dem Machtbereich der Welfen. Die davon heute noch zeugenden Amtsgebäude sowie die Kirche – mit bedeutender Originalausstattung von Ernst Dietrich Bartels – stammen aus der Barockzeit.

Die 1512 gebildete Amtsvogtei Ilten wurde 1859 mit anderen Ämtern dem Amt Burgdorf zugeordnet. Als 1885 die Landkreise entstanden, wurde aus dem Amt Burgdorf der Landkreis Burgdorf.

Die Gemeinde Ilten wurde am 1. März 1974 im Zuge der Gebietsreform als Ortsteil in die Gemeinde, heute Stadt Sehnde eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Gisela Neuse (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilten 1896

Viele Jahrzehnte war der Kalibergbau wichtigster Industriezweig. Das erste Kalibergwerk wurde ab 1896 in Wehmingen auf dem heute so genannten Gelände Hohenfels abgeteuft und 1902 mit der Förderung begonnen. Zwar wurde die Förderung hier bereits 1927 stillgelegt, im Kernort Sehnde und im Ortsteil Ilten wurde bis in die 1990er Jahre Kali für die Dünger- und Streusalzproduktion gefördert. Eine angegliederte Düngemittel- und Streusalzfabrik wird weiterhin betrieben.

Prägend für den Ortsteil Ilten-Köthenwald ist der große Komplex des Klinikum Wahrendorffs, eines psychiatrischen Krankenhauses[3] mit vielen Häusern und Parkanlagen.

Auf dem Gebiet des Ortes ist die Justizvollzugsanstalt Sehnde angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1897 bis 1960 fuhr die Linie 15 der Straßenbahn Hannover von Hannover über Ilten nach Sehnde. Bis 1935 verlief sie darüber hinaus bis nach Haimar. Heute wird Ilten von drei Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover erschlossen und mit anderen Sehnder Stadtteilen, Ahlten, Lehrte, Burgdorf sowie mit Hannover verbunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ilten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ZAHLEN - DATEN - FAKTEN. www.sehnde.de, abgerufen am 22. Dezember 2015.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 223.
  3. Hans-Werner Janz: Hundert Jahre Ilten - Hundert Jahre Psychiatrie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 2, 1984, S. 147–203.