Johann Heinrich Feustking

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Johann Heinrich Feustking (* 7. März 1672 in Stellau, einem Ortsteil von Wrist; † 23. März 1713 in Gotha) war ein deutscher evangelischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Heinrich Feustking wurde 1672 in Stellau als Sohn des Pfarrers Heinrich Feustking geboren, der einer Theologenfamilie in Herford und Elmshorn entstammte. Von seinem Vater wurde er ausgebildet und für die Theologie begeistert. 1689 besuchte er das Johanneum in Hamburg und immatrikulierte sich im Dezember 1688 zunächst an der Universität Rostock[1] und 1690 an der Universität Wittenberg, um sich dem Studium der Philosophie und der Theologie zu widmen. Dort erwarb er 1692 den akademischen Grad eines Magisters an der philosophischen Fakultät. 1694 wurde er dort Adjunkt. 1697 ging er als Superintendent und Pastor nach Jessen. Um den Anforderungen des Amtes gerecht zu werden, promovierte er 1698 zum Doktor der Theologie. 1703 wurde er Propst und Superintendent in Kemberg und ging 1706 als Konsistorialrat, Hofprediger und Superintendent des Fürsten von Anhalt-Zerbst nach Zerbst. Von dort kehrte er 1709 als Professor der Theologie und Assessor des Kurfürstlichen Konsistoriums nach Wittenberg zurück und wurde Prediger der der dortigen Schlosskirche. Im selben Jahr wurde er Dekan der theologischen Fakultät und Prorektor der Universität Leucorea der Lutherstadt Wittenberg. 1710 wurde er von der Kurfürstenwitwe Anna-Sophie als Hofprediger und Erzieher des Kurprinzen berufen. 1712 folgte er einem Ruf als Oberhofprediger, Oberkonsistorialrat und Kirchenrat an den sächsischen Hof nach Gotha, wo er bis zu seinem Lebensende wirkte.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historia colloquii Jeverensis. (1700)
  • Historia Clerogamiae Evangelicae. (1703)
  • Gynaeceum Haeretico Fanaticum, Oder Historie und Beschreibung der falschen Prophetinnen, Quäkerinnen, Schwärmerinnen und andern sectirischen und begeisterten Weibes-Personen. (1704) 1998 im Faksimile neu und mit Kommentar herausgegeben von Elisabeth Gössmann [1]
  • Das Leben des ersten verehelichten Predigers Bartholomai Bernhardi von Feldkirchen. (1705)
  • Das Leben des ersten verehelichten Predigers Bartholomai Bernhardi von Feldkirchen. (1705)
  • Eine Reihe von Predigten

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Johann Heinrich Feustking im Rostocker Matrikelportal