Johannes Hengstenberg

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Johannes Hengstenberg, 2019

Johannes Dietrich Hengstenberg (* 12. August 1944 in Rheinhausen; † 11. August 2019 in Rosolina Mare, Provinz Rovigo, Italien) war ein deutscher Klimaschützer und Sozial-Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Hengstenberg war von 1978 bis 1984 als Forschungsstipendiat am Starnberger Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt (Carl Friedrich von Weizsäcker, Jürgen Habermas) und am Starnberger Institut zur Erforschung globaler Strukturen e.V. tätig. 1984 wurde er mit einer Arbeit über Marxsche Mikroökonomie zum Dr. rer. pol. an der FU Berlin promoviert. 1984 veröffentlichte er die deutsche Fassung der Dissertation von Margaret A. Fay über den Einfluss von Adam Smith auf Karl Marx’ Theorie der Entfremdung, die vorerst letzte kritische Werkausgabe der Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844.

Von 1984 bis 1987 war Hengstenberg Geschäftsführer des 5. Münchner Theater-Festivals und der Alabamahalle (Live aus dem Alabama), von 1987 bis 1990 zusammen mit Hans-Peter Dürr Mitgründer und Geschäftsführer von Global Challenges Network und von 1990 bis 1992 Mitgründer und Geschäftsführer der Stiftung Umwelt und Naturschutz der DDR (SUN).

Hengstenberg gründete 1992 die Arbeitsgruppe Energie (AGE) in München, aus der nach der Jahrtausendwende die gemeinnützige co2online GmbH und die SEnerCon GmbH in Berlin hervorgingen. Ab 2001 entwickelte er Online-Energiespar-Ratgeber für Wohngebäude und Haushaltsgeräte (ab 2005). Diese wurden ab 2004 zentrale Bausteine der Kampagne Klima sucht Schutz, gefördert vom Bundesumweltministerium.

2006 stellte er das Energiesparkonto vor, mit dem im Dezember 2013 rund 70.000 Nutzer aus ihren Zählerständen für Brennstoff/Heizung, Strom und Wasser ihre Verbräuche ermittelten, dazu CO2-Emissionen, Kosten und Kostenprognosen bei variablen künftigen Energiepreisen.

Im Jahr 2007 gewann er mit co2online den Sustainable Energy Europe Award 2007 in der Kategorie Awareness Raiser für die Kampagne Klima-sucht-Schutz und deren Werkzeuge und wurde vom internationalen Ashoka-Board als social entrepreneur (Sozial-Unternehmer) zum Fellow berufen. 2008 erhielt er mit co2online den CleanTech Media Award.

Hengstenberg lebte seit 1974 in München und pendelte von 1990 bis 2019 zwischen Berlin und München.

Er kam am 11. August 2019 bei einem Bootsunfall in Italien ums Leben.[1]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. L'ambientalista è morto mentre lavorava al suo sogno. La Voce di nuova Rovigo, 12. August 2019 (italienisch).