Johannes Puth

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Johannes Puth

Johannes Puth (* 27. Februar 1900 in Wachenbuchen; † 9. Januar 1957 ebenda) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nachkriegszeit
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Nach dem Besuch der Volksschule und der Realschule wurde Puth zum Landwirt ausgebildet. Am Ersten Weltkrieg nahm er mit dem Garde-Grenadier-Regiment Nr. 5 teil. Nach Kriegsende lebte Puth als Landwirt in Wachenbuchen.

Ab 1923 war Puth in der NSDAP tätig. Vor 1933 war er NSDAP-Kreisleiter für den Stadt- und Landkreis Hanau. Von Juli bis November 1932 und von März 1933 bis Mai 1945 saß Puth als Abgeordneter der NSDAP im Reichstag, in dem er den Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau) vertrat. Seit 1933 amtierte Puth als Bürgermeister der Stadt Schlüchtern, wo er in Personalunion auch das Amt des NSDAP-Kreisleiters ausübte. Als Bürgermeister ließ Puth in Schlüchtern eine „lebendsgroße Juden-Spottfigur“ aufstellen und in der Hauptstraße zahlreiche antisemitische Plakate aufhängen. Einer Weisung des Landrats, Figur und Plakate zu entfernen, widersetzte sich Puth Anfang 1935, enthob den Landrat seiner Parteiämter und erließ gegen ihn ein Verbot, eine Parteiuniform zu tragen.[1]

1945 wurde Puth von den Alliierten verhaftet.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 484.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Wildt: Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939. Hamburger Edition, Hamburg 2007, ISBN 978-3-936096-74-3, S. 273 f.
  2. Christine Wittrock: Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine, 2002, S. 162.